Freitag, 10. Dezember 2010

[Kapitelweise] Linda Kavanagh: Meinem Herzen so nah (Kapitel 48,49+50)

Letzten Freitag gab es nur drei kurze Kapitel für euch. In dem ersten konnte der Gerichtstermin wegen dem "Hundebiss" von Doc Garys Brucie nicht stattfinden, weil die Anklägerin nicht erschien. Dann ging es um Jackie Byrne, der im Auftrag seines Vaters eine junge Frau "hofierte". Und zuletzt entdeckten Jim und Mary ihre Sympathie füreinander …


Perspektivwechsel: Kapitel 48 wird aus der Sicht von Gary Culhane erzählt

Der Doc kommt mit Bruce nach einer Zehn-Meilen-Wanderung nach Hause, schließlich soll es der Hund noch so richtig gut haben, bevor er nächste Woche vielleicht eingeschläfert wird. Eigentlich will Gary nur noch einen Tee trinken und die Füße hochlegen, doch der Hund benimmt sich seltsam und rennt immer wieder zur Hintertür und kratzt daran – und lässt Doc Gary auch nicht in Ruhe, als dieser ihn rauslässt. Nachdem der Boxer lassielike sein Herrchen in den Garten gezerrt hat, hört dieser ein leises Röcheln vom Nachbargrundstück.

Als Gary dann durch die Hecke stürzt, findet er Ellen Byrne auf dem Rasen liegend. Die Frau ist eindeutig verprügelt worden, ihr Bein ist unnatürlich abgeknickt und aus dem Mund läuft Blut. Erst befürchtet der Doc, dass er zu spät gekommen sei, dann ruft er mit seinem Handy den Notarzt und schickt Bruce los, um eine Decke zu holen … (Ja, der Hund soll eine Decke holen! Brucie, der Wunderhund!)

Bei einer vorsichtigen Untersuchung findet Gary heraus, dass Ellen einen gebrochenen Arm und einen zersplitterten Oberschenkelknochen hat, außerdem sind vermutlich einige Rippen gebrochen, so dass er die Frau behutsam so umlagert, dass es nicht zu Lungendurchstichen kommen kann. Dann bringt Bruce eine Decke und kurz darauf kommt auch schon der Krankenwagen.

Im Krankenwagen (der auf Doc Gary warten musste, bis dieser seinen Hund wieder in Haus gebracht und für seinen Einsatz gelobt hat) untersucht er die Verletzte noch einmal. Augenblicklich wurde ihm klar, was geschehen war.
"Es war Jackie, nicht wahr?", fragte er sanft. Ellens Gesichtsausdruck bestätigte ihm, was er bereits wusste.

Und nachdem selbst Doc Gary darauf gekommen ist, was für ein Kerl sein Nachbar ist, wird er doch mal wütend. Also beschließt er, dass Jackie dafür bezahlen wird, was er Bruce – oh, und auch Ellen – angetan hat!

Garys Prioritäten finde ich wirklich beeindruckend … *hüstel* 


Perspektivwechsel: Kapitel 49 wird aus der Sicht von Catherine Brennan erzählt

Catherine sitzt in ihrem Pflegeheim und betrachtet misstrauisch ein Tablette. So ganz sicher ist sie sich nicht, was das sein soll und wo sie überhaupt ist. Schließlich kommt sie zu dem Schluss, dass der Krankenpfleger der Mann von den Stadtwerken ist – aber warum er Süßigkeiten verteilt, kann sie nicht so recht verstehen.

Obwohl sie so schrecklich verwirrt ist, sorgt sie sich um ihre Freundin Agnes. Sie weiß zwar nicht, warum sie in Sorge ist, aber dass da etwas nicht stimmt, ist ihr bewusst. Schlimm ist nur, dass keine Ahnung hat, was Agnes von ihr wollen könnte – und wo sie die Sachen versteckt hat. Doch vor allem wartet Catherine darauf endlich wieder mit Agnes sprechen zu können, um zu entscheiden, ob die Kinder jetzt alt genug für die Wahrheit sind …

Perspektivwechsel: Kapitel 50 wird aus der Sicht von Agnes Kilmartin erzählt

Agnes steigt volltrunken aus einem Taxi (und somit wissen wir, dass wir uns zeitlich direkt nach der Szenen aus Kapitel 43 befinden) – und denkt darüber nach, dass Alkohol während der Schwangerschaft keine so gute Idee sei. Aber anders könnte sie Ivans Nähe nicht ertragen … bedauerlicherweise ist sie in diesem Zustand nicht in der Lage die Tür selber zu öffnen und muss deshalb klingeln. Daraufhin empfängt sie Ivan der Schreckliche in gewohnt liebevoller Weise:

- Er verbietet ihr den Kontakt mit Catherine, da diese einen schlechten Einfluss auf Agnes hat.
- Und den Kontakt zu Harry, der ja nun als Mörder im Knast sitzt …
- … da es keinen guten Eindruck macht, wenn man seine Frau mit dem Mann zusammen sieht, der nur darauf aus ist, Ivans Geschäft zu vernichten.

Agnes, vom Alkohol beflügelt, erwidert, dass Harry nur erreichen will, dass Ivan anständige Löhne zahlt. Daraufhin droht Ivan, dass er Agnes Konto sperren und ihren Wagen verschrotten lassen würde, sollte sie es wagen, den Knastbruder zu besuchen.

Daraufhin kabbeln sie sich noch etwas wegen dem Geld und der Tatsache, dass Agnes Vater alles Ivan dem Schrecklichen hinterlassen hat und während Ivan weiterhin Drohungen ausstößt, entflutscht Agnes ein verhängnisvoller Satz:
"Ich wette, dass das, was ich jeden Monat bekomme, nichts ist im Vergleich zu dem, was du für deine Liebhaberinnen ausgibst."

Tja, soviel zu dem Plan Ivan zu verführen, um ihm die Schwangerschaft in die Schuhe schieben zu können. Doch der beste aller Ehemänner hat natürlich gleich die passende Erwiderung bei der Hand und wirft Agnes vor, dass er gar keine Flittchen brauchen würde, wenn sie eine bessere Ehefrau wäre. Da ihr das dann doch zuviel wird, dreht sich Agnes um und will den Raum verlassen.

Doch Ivan kann es nicht ertragen, wenn man ihn so stehen lässt und befiel Agnes in ihr Schlafzimmer zu gehen und ihm zu Verfügung zu stehen. Und so ist Agnes letzter Gedanke, als sie die Treppe zum Schlafzimmer hochgeht, dass sie zum Glück so betrunken ist, dass sie vermutlich eingeschlafen ist, bevor sie etwas von Ivans "Zärtlichkeiten" mitbekommt.

Äh … das ist ja wirklich ein tröstlicher Gedanke …

Kommentare:

irina hat gesagt…

Oh Mann … Nach vier Folgen "Kapitelweise" am Stück (!) brauch ich jetzt dringend einen Scotch – ungeachtet der Tageszeit. Ich kann euch übrigens beruhigen, ICH bin nicht schwanger! :D

Winterkatze hat gesagt…

Das beruhigt mich wirklich ... *g* Aber trotzdem gibt mir der Alkoholkonsum nach dem Lesen von "Kapitelweise" zu denken. ;) Und du solltest dir das in Zukunft besser einteilen! :D

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