Freitag, 8. Oktober 2010

[Kapitelweise] Linda Kavanagh: Meinem Herzen so nah (Kapitel 31)


Wieder gab es am vorhergehenden Freitag gleich drei Kapitel für euch: In Kapitel 28 wurde Agnes Vater beerdigt und ihr mitgeteilt, dass Papa sein Vermögen Ivan dem Schrecklichen vererbt hat. Außerdem hat sich Joanna mit Tom zum Braten- und Kuchenessen verabredet (Kapitel 29), während ihre Sekretärin Mary verzweifelt, weil ihr Sohn Paul ihrer Meinung nach auf die schiefe Bahn gerät. Um zu zeigen, wie das mit Paul noch enden wird, gab es dann noch in Kapitel 30 eine Zusammenfassung von Jackie Byrnes Lebenslauf.


Perspektivwechsel: Kapitel 31 wird aus der Sicht von Agnes und Harry erzählt

Agnes und Harry sitzen in Harrys Auto im Phoenix Park (der angeblich „größten Stadtparkanlage Europas“ – solche Informationen weiß die Autorin ja immer geschickt in ihre Geschichte einzubauen) und … äh … kuscheln. Nach dem Kuscheln reden die beiden ein wenig über ihre Situation. Agnes ist immer noch sauer, weil Ivan nun das ganze Geld hat, Harry macht sich Gedanken, dass er Agnes in Zukunft nicht standesgemäß durchfüttern kann und beide freuen sich auf Australien und das gemeinsame Baby.

Ein Rascheln lässt die beide Turteltäubchen aufschrecken, doch Harry ist sich dann sicher, dass es bestimmt nur ein Eichhörnchen war. Agnes erzählt noch, dass sie für das neue Autochen (Geburtstagsgeschenk von Papa, wir erinnern uns an ihren tollen Plan) nur den halben Neupreis bekommen hat, aber den immerhin in bar!

Und da Agnes darüber redet, dass Harry bald wegen dem Kind mit dem Rauchen aufhören muss, wirft ihr Liebster auf der Stelle seine angerauchte Zigarette aus dem Auto.

Außerdem macht sich Agnes ein bisschen Sorgen darüber, dass Ivan noch vor ihrer Flucht von ihrer Schwangerschaft erfahren könnte, doch Harry zeigt ihr stolz die umgebuchten Flugtickets und versichert ihr, dass es bald losgeht. Und auch für Maura ist gut gesorgt, hat sie doch das Haus und die Lebensversicherung überschrieben bekommen. Das erleichtert Agnes sehr, denn schließlich will sie nicht, dass Maura schlecht von ihr denkt … *hüstel*

Die beiden planen noch etwas ihre Zukunft – zum Beispiel die vielen vielen Geschwisterchen, die ihr Baby noch bekommen könnte, als ein Auto in der Nähe hält und die Scheinwerfer ausmacht. Daraufhin rückt Agnes mit neuen Informationen raus:


„Ich habe Angst“, sagte Agnes plötzlich. „Es würde mich nicht überraschen, wenn Ivan einen Spion hinter mir hergeschickt hätte. Er hat mir befohlen, mich nicht mehr mit dir zu treffen.“

Harry ist natürlich überrascht, dass Ivan der Schreckliche überhaupt über die Affäre Bescheid weiß. Und so muss Agnes noch etwas mehr zu dem Thema sagen:


„Ich wollte dich nicht noch mehr belasten, aber Ivan entgeht nur selten was. Er hat mir befohlen, mich von dir fernzuhalten. Ich vermute, dass er Paddy Byrne, seinen grässlichen Lakaien, auf mich angesetzt hat. Wobei es ihm nicht um mich geht. Ivan sorgt sich nur um seinen Ruf. Niemand darf wissen, dass ich ihm Hörner aufgesetzt habe. Er genießt es, dass man ihn für einen echten Hengst hält. Ich weiß, dass er eine Geliebte hat. Eine auf jeden Fall.“

Nun muss Harry gestehen, dass er das nicht nur mit Sicherheit weiß, sondern auch, dass diese Geliebte seine Schwägerin Colette ist. Er war bislang nur nicht damit rausgerückt, weil er fürchtete, dass Agnes ihn hassen könnte, wenn sie wüsste, dass er Colette wirklich mag.

Ach, ist es nicht schön, wenn eine Beziehung auf Vertrauen basiert und man seinem Partner alles sagen kann?

Aber nun weiter mit dieser spannenden Geschichte:

Harry erzählt Agnes noch ein paar Details über Colette, die dazu führen, dass die Frau wirklich Mitleid mit der Geliebten ihres Mannes bekommt:
- Colette ist erst neunzehn.
- Sie lief als Kind aus dem strengkatholischen Elternhaus davon und trieb sich auf der Straße rum.
- Sie hält Ivan für einen tollen Mann (und ist von seinem Reichtum, der ja eigentlich Agnes gehört, geblendet).
- Sie hat Ivan mehrfach gebeten seine Frau zu verlassen.
- Sie war schwanger von Ivan und bekommt gerade in England ohne Ivans Wissen sein Kind.
- Maura hält ihrer Schwester dabei das Händchen.
- Colette will das Kind dann zur Adoption freigeben.

Harry macht sich Sorgen um Colette, weil sie so naiv ist, auch wenn Maura sich um ihre Schwester kümmern wird. Und er fühlt sich nicht gut dabei, dass er die Gewerkschaft im Stich lässt, aber das ist eben die einzige Möglichkeit glücklich zu werden … Äh, also die Flucht mit Agnes, ohne jemanden vorzuwarnen, nicht das Verlassen der Gewerkschaft! ;)

Agnes macht sich immer noch Gedanken, weil in dem Auto in der Nähe so gar keine Aktivitäten zu sehen sind und da es schon spät ist, bringt Harry sie zu ihrem eigenen Wagen und sie verabschieden sich küsschenwerfend und voller Hoffnung für die Zukunft.

Kommentare:

Natira hat gesagt…

?!?
Diese vertraulichen Gespräche im Auto!
Und dann diese arme arme Colette!
*nimmt sich ein Glas mit Whiskey*

Winterkatze hat gesagt…

Natira, ich bin auch ganz entzückt von diesen Beweisen von Vertrauen und Zweisamkeit ... Prost!

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