Montag, 21. August 2017

Abendhimmel mit Müllverbrennung


In den letzten Wochen fand ich den Abendhimmel immer so schön, wenn ich rund um den Einbruch der Dunkelheit ins Badezimmer kam. Dummerweise gibt es keine Möglichkeit, den Himmel aus dem Fenster zu fotografieren, ohne das Nachbarhaus und den Schornstein der Müllverbrennung ebenfalls festzuhalten. Aber da das immer noch mehr Himmel ist, als ich von der Straße oder den anderen Räumen aus fotografieren kann, bin ich Samstagabend mal in die Badewanne geklettert, habe die Kamera aus dem Fenster gestreckt und endlich ein Foto gemacht.

Sonntag, 20. August 2017

Lese-Sonntag im August

Da mein Mann seinen letzten Urlaubstag mit Musik und Comics verbringen will, passt es ganz gut, dass heute wieder der dritte Sonntag im Monat und somit ein Lesetag ist. In den letzten drei Wochen habe ich selten Zeit gehabt, um mal etwas länger am Stück zu lesen, was sich auch deutlich in den gelesenen Titeln niedergeschlagen hat. Da am Dienstag wieder Besuch eintrifft, will ich kein neues Buch anfangen, das ich nicht auch heute beenden kann. Was bedeutet, dass es sich anbieten würde, wenn ich zu einem der schon im Juli angelesenen Bücher greifen würde - aber ehrlich gesagt reizen mich diese Titel gerade nicht so sehr. Ich werde einfach in den Tag starten, indem ich so lange in die auf dem Tisch gestapelten Romane reinschnuppere, bis mich eine Geschichte packt.

Das erst einmal als erstes Lebenszeichen von mir zum Lesetag. Der Beitrag wird wie immer im Laufe des Tages ergänzt - ich bin gespannt, wie viele heute noch den Tag entspannt mit Büchern verbringen werden.

Update 10:30 Uhr

Ich bin heute morgen bei "Some Kind of Happiness" von Claire Legrand hängengeblieben. Die Autorin kenne ich noch nicht, ich fand aber den Klappentext dieses Romans so reizvoll, dass ich ihn unbedingt haben wollte. Protagonistin ist die elfjährige Finley Hart, die den Sommer bei ihren Großeltern verbringen soll, weil ihre Eltern "Probleme haben". Dummerweise ist sie ihren Großeltern vorher noch nie begegnet, ebensowenig wie all den anderen Verwandten, die den Sommer über ihre Zeit bei den Großeltern verbringen, so dass das Ganze für Finley ziemlich beängstigend ist.

Finley mag ihre Bücher lieber als Menschen, sie fühlt sich in der fremden Umgebung nicht wohl und sie hat Angst, dass jemand ein Blick in ihr Notizbuch wirft, in dem sie all die Geschichten, die sich rund um den magischen Wald "Everwood" drehen, aufgeschrieben hat. Und während Finley mit all den unguten Gefühlen kämpft, die mit diesem Sommer für sie verbunden sind, wartet der Everwood auf ein entscheidendes Ereignis - das ihn retten oder vernichten kann.

Bislang mag ich die Schreibweise von Claire Legrand sehr gern. Finley ist eine gute Beobachterin und beschreibt sich und ihre Umgebung mit Sätzen, die ich stellenweise als erschreckend stimmig empfinde, gerade dann wenn es um ihr Gefühlsleben geht. Es ist von Anfang an klar, dass Finley Probleme hat, die nicht nur darauf zurückzuführen sind, dass sie den Sommer bei ihr unbekannten Verwandten in einer ebenfalls unbekannten Umgebung verbringen muss, während die Eltern vermutlich darüber nachdenken, ob sie sich scheiden lassen oder nicht. Ebenso zeigt sich von der ersten Seite an, dass Finley alles versucht, damit ihre Umgebung (inklusive ihrer Eltern) nicht mitbekommt, was mit ihr los ist.

Bevor ich weiterlese, wird es Zeit für Frühstück. So langsam habe ich wirklich Hunger!


Update 13:15 Uhr


Heute habe ich beim Frühstück (u.a. mit einem sehr leckeren selbstgebackenen halben Zwiebel-Bier-Bagel) weitergelesen. Ich muss gestehen, dass ich bei diesem Buch immer wieder innehalten muss, weil ich Finleys Gefühle stellenweise wirklich bedrückend finde. Es gibt in dieser Geschichte viele schöne Szenen, wenn sie sich in ihrer Geschichte rund um den Everwood verliert (Passagen davon gibt es zu Beginn eines jeden Kapitels) oder ihren Cousin und ihre Cousinen besser kennenlernt. Aber es gibt eben auch die Momente, in denen sie niemandem erzählen kann, dass es Tage gibt, an denen sie kaum aufstehen und sich die Zähne putzen kann, an denen sie innerlich (um Hilfe) schreit und ihr doch die Worte fehlen, um jemandem zu erzählen, wie sie sich fühlt, an denen sie so erfüllt von Angst ist, dass sie kaum noch atmen kann. Das berührt mich sehr, gerade weil die Autorin es so stimmig darstellt, aber es ist halt auch nicht einfach zu lesen.


Update 16:30 Uhr



Seit dem letzten Update habe ich etwas im Internet gesurft und ein wenig mit Christie geschmust, die in den letzten zwei Wochen - dank ihrer Ohrenentzündung - verhältnismäßig abweisend war. Es macht halt keinen Spaß zu Schmusen, wenn man jederzeit befürchten muss, dass dieser schreckliche Mensch gleich wieder in oder an den Ohren rumprokelt.

Zitrone-Melisse-Fruchtaufstrich - unglaublich lecker!
Ansonsten habe ich relativ konzentriert gelesen. Inzwischen ist wirklich nicht mehr zu übersehen, dass Finley nicht die einzige Person in ihrer Familie ist, die ein Problem hat. Wobei niemand über all die Familiengeheimnisse reden will. Niemand erzählt Finley, warum sie nicht mit den Bailey-Kindern von nebenan spielen darf, warum ihr Vater und seine Mutter seit vielen Jahren nicht mehr miteinander geredet haben und natürlich reden ihre Eltern nicht offen mit Finley darüber, was in ihrer Ehe eigentlich los ist. Das alles führt dazu, dass Finley - der es ja eh schon nicht so gut geht - ständig um Geheimnisse herumschleichen muss und das Gefühl hat, sie wüsste nicht, wie sie sich angemessen verhält, um niemanden gegen sich aufzubringen. Ich muss gestehen, dass ich sehr mit Finley mitleide, wobei es weiterhin wunderschöne Szenen gibt, in denen Finley mit den anderen Kindern Sommerferien-Abenteuer im Wald hinter dem Haus und in dem mit dem Großvater gebautem Baumhaus erlebt. Trotzdem geht es ihr nicht gut, was sich natürlich auch im Everwood niederschlägt ...

Da mein Mann jetzt eine Runde mit der Playstation spielen will, muss ich schauen, ob ich weiterhin so intensiv lesen kann oder ob ich erst einmal "Blümchen gieße".


Update 20:00 Uhr

"Some Kind of Happiness" wurde zum Ende immer eindringlicher und weil ich den Roman gern noch etwas nachklingen lassen möchte, werde ich zu keinem weiteren Buch mehr greifen.

Nach dem Kochen (mein armer Mann musste sich heute trotz knurrendem Magen gedulden, bis ich meinen Roman beendet hatte) beantworte ich Kommentare und flitze ich bei euch vorbei und schaue, wie es bei euch den Nachmittag über lief. Ansonsten erkläre ich den heutigen Lesetag für mich beendet - es war wieder schön mit euch und ich freu mich schon auf den Lesesonntag im September!

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Heutige Mitleser:

Kiya
Natira
Sayuri

Samstag, 19. August 2017

Dies und Das (4): Kleine Erfreulichkeiten


In dieser Woche gab es die ersten Postkarten des Sommers für uns, wobei das Eichhörnchen eine überraschende Reise hinter sich brachte. Es wurde nämlich in Schottland abgeschickt, flog auf die Philippinen, um mit ein paar Wochen Verspätung dann doch bei mir in Deutschland zu landen. Ich weiß nicht, wie es zu solchen Umwegen kommen kann, aber das war nicht das erste Mal, dass Post aus Großbritannien uns über abwegige Zwischenziele erreichte. Davor war es eine Schallplatte, die über Jamaika den Weg weg zu meinem Mann fand. Immerhin muss ich anerkennen, dass bislang keine einzige dieser Sendungen verloren ging oder beschädigt wurde - sie brauchten nur alle einige Wochen länger als erwartet.

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Nachdem wir am Donnerstag vergeblich auf dem Bauernmarkt waren, haben wir heute doch noch die Dame mit den Fruchtaufstrichen vorgefunden. Also habe ich endlich wieder Aronia-Gelee im Haus und gleich noch zwei weitere Geschmacksrichtungen ("Zitrone-Melisse" und "Kirschpflaume") zum Probieren mitgebracht. Ich hatte schon befürchtet, dass der Stand nicht mehr da ist oder sich die Besitzerin in den Ferien befindet. Umso mehr freue ich mich, dass ich da heute einkaufen konnte.

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Ansonsten finde ich es nett, dass morgen wieder ein Lesesonntag ist. In den letzten Wochen habe ich relativ wenig gelesen und vor allem lauter Titel, bei denen ich nicht dranbleiben musste und problemlos unterbrechen konnte. So langsam wird es Zeit, dass ich mir mal wieder ein paar Stunden am Stück (oder eben einen Lesetag) gönne, damit ich wieder richtig in einem Buch versinken kann. Auch wenn ich gestehen muss, dass ich gerade keine Ahnung habe, was ich als nächstes lesen soll. Ich habe noch ein paar angefangene Sachen aus dem Juli hier liegen und eine Comic-Reihe, die ich endlich mal am Stück durchlesen könnte, nachdem vor Kurzem das letzte Heft erschienen ist, oder ich greife zu einem meiner Neuzugänge der letzten Monate. Ach, es macht mich immer ganz kribbelig, wenn ich so unentschlossen bin, obwohl ich solche Lust zum Lesen habe!

Dienstag, 15. August 2017

Arthur Schnitzler: Fräulein Else (Hörbuch)

Das Hörbuch "Fräulein Else" von Arthur Schnitzler ist eine Leihgabe von Ariana, deren Rezension mich vor einiger Zeit auf den Titel neugierig gemacht hat. Ich muss gestehen, dass ich über die Geschichte nicht viel wusste - abgesehen davon, dass sie in den 1920er Jahren geschrieben wurde - und deshalb recht unbefangen an das Hörbuch heranging. Man trifft die neunzehnjährige Protagonistin Else in Südtirol, wo sie mit einer Tante und ihrem Cousin Paul Urlaub macht. Schon früh wird deutlich, dass es eine Gefälligkeit der Tante ist, dass Else sich diese Reise gönnen kann, obwohl sie eine Tochter aus einem gebildeten und eigentlich nicht unvermögenden Haushalt zu sein scheint.

Die gesamte Handlung erlebt man aus Elses Sicht, genauer gesagt verfolgt man ihre Gedanken. Anfangs war mir Else eher unsympathisch, denn sie scheint oberflächlich, undankbar und sehr kritisch gegenüber ihren Mitmenschen zu sein. Später hingegen erfährt man mehr über ihre familiäre Situation, wodurch ihre Persönlichkeit zumindest für mich nachvollziehbarer wurde. Während dieses Urlaubs bekommt Else dann einen Brief ihrer Mutter, in dem diese berichtet, dass Elses Vater Gelder veruntreut hat und ins Gefängnis kommt, wenn er nicht innerhalb weniger Tage seine Schulden bezahlt. Die einzige Möglichkeit, an Geld zu kommen, so die Aussage der Mutter, besteht darin, dass Else den ebenfalls im Hotel anwesenden Kunsthändler Dorsday um Begleichung der Schulden bittet. Der Kunsthändler sei ein alter Freund des Vaters und hätte schon bei früheren Gelegenheiten ausgeholfen - außerdem würde er Else mögen, was ihn ihrer Bitte gegenüber gewogener machen sollte.

Nach diesem Brief weiß Else nicht so recht, was sie tun soll. Waren ihre Gedanken vorher vor allem oberflächlicher Natur, bei der nur selten die Sorgen der jungen Frau durchschimmerten, so spielt sie nun alle Möglichkeiten, die sie hat, im Kopf durch und findet keinen Ausweg. Der Kunsthändler Dorsday ist in ihren Augen ein widerlicher Mensch, die Vorstellung, überhaupt jemanden um Geld bitten zu müssen, um den Vater vor seinen eigenen Fehlern zu bewahren, ist ihr auch entsetzlich unangenehm, aber auf der anderen Seite fühlt sie sich ihrer Familie verpflichtet. Außerdem hätte es natürlich auch für sie schlimme Folgen, wenn ihr Vater im Gefängnis landen würde. Am Ende wählt sie einen recht extremen Weg für ihren Versuch, ihren Vater zu retten, und Arthur Schnitzler lässt offen, welche Folgen dies für Else hat.

Natürlich ist die Kritik an einer Gesellschaft, in der Geld oder das Ansehen des Vaters mehr bedeuten als die Unversehrtheit einer jungen Frau, unübersehbar in der Geschichte. Vor allem haben sich meine Gedanken um die Eltern der Protagonistin gedreht - ehrlich gesagt sogar mehr als um die Frage, was wohl am Ende aus ihr wird -, weil es da so viele kleine Bemerkungen in Elses Gedanken gibt, die von zwei unfassbar egozentrischen Personen zeugen, die sich (wenn man Elses Aussagen glauben darf) kaum um ihre Tochter gekümmert haben. Wenn man dann den Charakter ihrer Eltern in Betracht zieht, ist es wiederum kein Wunder, dass aus Else eine Frau wurde, die an dem zerbricht, was ihre Eltern und ihre Umgebung von ihr fordern. Insgesamt finde ich es auf jeden Fall spannend, was alles in dieser - relativ kurzen - Erzählung steckt und wie viele Gedanken ich mir beim Hören über das Ganze gemacht habe.

Gelesen wurde die Geschichte von Senta Berger, die die Else hervorragend verkörpert hat. Obwohl die Schauspielerin deutlich älter als 19 Jahre war, als sie das Hörbuch eingelesen hat, habe ich ihr die sprunghaften Gedanken und extremen Stimmungsschwankungen von Fräulein Else abgenommen. Vor allem aber war es beeindruckend, wie schnell Senta Berger innerhalb eines Satzes von einem Extrem ins andere fallen konnte. Else wechselt innerhalb von Sekundenbruchteilen von Verzweiflung, Hilflosigkeit bis zum Übermut und ich bin mir sicher, dass es nicht leicht war, das überzeugend vorzutragen, aber die Sprecherin hat es geschafft. Zum Hören war das stellenweise etwas anstrengend, aber eben auch zum Text und zur Handlung passend.

Sonntag, 13. August 2017

Urlaubshalbzeit

Der Besuch ist gestern Mittag wieder nach Hause gefahren und hinterlässt die Erinnerung an eine entspannte Woche mit netter Gesellschaft, gutem Essen und vielen lustigen Momenten. Nachdem ich den gestrigen Nachmittag vor allem mit der liegengebliebenen Wäsche verbracht habe, gibt es heute noch einmal einen faulen Sonntag, an dem ich nur ein bisschen nähen, spielen und lesen werde, bevor die zweite Urlaubswoche (meines Mannes) beginnt.

Für die kommende Woche stehen schon ein paar Termine an. Aber vor allem habe ich das Durchgangszimmer auf meinem Plan, in dem sich noch die großen Umzugskartons an einer Wand stapeln. Diese Kartons sind nur bis zur Hälfte (mit Büchern) gefüllt, nachdem wir in den letzten Monaten die Dinge, die auf den Büchern lagen, herausgenommen und verwendet oder verstaut haben. Aber da es bis zum Jahresende (wenn ich mir hoffentlich die nächste Runde Regale leisten kann) noch ein bisschen hin ist und mich die wenig effiziente Packweise der Kartons ganz kribbelig macht, werde ich diese Kartons in der kommenden Woche umpacken. Inzwischen haben wir genügend Buchkartons ausgeräumt, damit sich das Umpacken lohnt. Und da die Buchkartons deutlich kleiner sind als die normalen Umzugskartons, wird der Raum nach dieser Aktion nicht nur ordentlicher aussehen, sondern wir werden auch mehr Platz haben, um uns darin zu bewegen.

Ich hoffe nur, ich stolpere dabei nicht über zu viele Bücher, die ich auf der Stelle lesen muss und nicht wieder verstauen kann. ;)

Mittwoch, 9. August 2017

Sehr lange Christie


Nachdem unsere Hübsche in den letzten Tagen mit einer heftigen Ohrenentzündung zu kämpfen hatte, geht es ihr inzwischen sichtbar besser. Morgen haben wir den nächsten Tierarztermin, um die Ohren zu kontrollieren. Da in der letzte Woche die Gehörgänge so zugeschwollen und verschmutzt waren, dass der Arzt das Trommelfell nicht kontrollieren konnte, hoffe ich sehr, dass er da morgen nichts Gravierendes finden wird. Christie selber scheint sich wieder rundum wohl zu fühlen und lässt sogar die vom Arzt verordneten Ohrmassagen relativ entspannt über sich ergehen.


Frech genug, um die Nacht im Gästebett zu verbringen, ist sie auch schon wieder! :D

Montag, 7. August 2017

Statt einer Rezension gibt es heute einen Blick ins Wohnzimmer


Eigentlich wollte ich am Wochenende noch zwei Rezensionen für den Blog beenden, die ich dann in dieser Woche veröffentlicht hätte. Aber da ich/wir in den letzten Tagen damit beschäftigt waren, das Wohnzimmer umzuräumen und allen möglichen Kleinkram zu erledigen, bevor heute unser Besuch eintrifft, habe ich die Texte natürlich nicht auf die Reihe bekommen. Auch den letzten Wohnzimmer-Vorhang habe ich nicht ganz fertigstellen können - ich werde in den kommenden Tagen noch an den letzten Zentimeter Raffband und der unterste Naht arbeiten müssen -, aber immerhin hängen schon mal Vorhänge und das Wohnzimmer sieht jetzt deutlich strukturierter aus.


Wirklich schön ist die Lösung mit dem "Gästebett-Sessel" nicht, aber das Wohnzimmer ist nun mal der einzige Ort, wo das Ding hinpasst. Mir war es wichtig, dass wir endlich mal eine bequeme Übernachtungsmöglichkeit für Gäste haben. Da kann ich damit leben, dass unser Wohnzimmer noch voller aussieht, als es eh schon ist. Die Kartonwand wird hoffentlich zum Jahresende verschwinden, wenn wir uns dann die nächste Runde Regale leisten können. Bis dahin wird auch mein schon stehendes Regal ziemlich unordentlich aussehen, weil ich da die schon ausgepackten Sachen querbeet reingestopft habe und mit dem Sortieren warten will, bis ich all meine Schätze in einer Großaktion verstauen kann. Ansonsten fehlen nur noch mein Schmetterlingsbild (das über den Tisch mit der Stereoanlage gehört und sich bislang noch in einem der Kartons versteckt) und ein großes Bild über dem Sofa (das ich vermutlich selbst malen werde, wenn ich mich mit mir auf ein Motiv einigen kann *g*).


Da heute Mittag der Besuch eintrifft, weiß ich nicht, wie viel ich mich diese Woche auf meinem und anderen Blogs melden werde. Aber ab und an bin ich bestimmt online ... ;)

Freitag, 4. August 2017

Sommergeräusche

Am vergangenen Sonntag saß ich nachmittags auf dem Sofa und spielte, während mein Mann versuchte ein Youtube-Video zu schauen. Da wir zu dem Zeitpunkt gerade lüfteten, fluchte er immer wieder vor sich hin, weil er trotz aufgedrehtem Ton an einigen Stellen kaum etwas von seinem Video hören konnte. Neben dem "telefonierenden Nachbarn", der von Freitagabend bis Montagmorgen mit einer sehr durchdringenden Stimme in der Nachbarwohnung durchgehend zu telefonieren scheint, hörten wir nicht nur den üblichen Verkehrslärm, sondern auch klingelnde Hundehalsbänder, jemanden, der Trompete übte, ein Auto mit Startproblemen, Leute, die sich lauthals und angeregt miteinander unterhielten, und viele andere Geräusche, bei denen ich in der Regel froh bin, dass unsere Fenster den Lärm so gut abhalten.

Spannend finde ich es, dass es in diesem Viertel deutlich lauter ist als in unserem alten Stadtteil, ich den Lärm aber normalerweise nicht so schlimm finde wie in der alten Wohnung. Natürlich stören mich die Baustellen im und hinterm Haus, und wenn der Geräuschpegel dadurch zu hoch wird, kann ich oft nichts anderes tun als abwarten, bis die Handwerker Feierabend machen, bevor ich selbst etwas auf die Reihe bekomme. Aber insgesamt geht mich das alles nicht mehr so viel an wie früher, so dass ich Geräusche allgemein besser ignorieren kann, wenn der Lärm nicht zu ohrenbetäubend ist. In der alten Wohnung war ich die einzige Person, die den ganzen Tag ansprechbar war, was bedeutete, dass jeder Handwerker, jeder Paketbote und jeder andere Mensch, der etwas von der Hausgemeinschaft wollte, bei mir klingelte. Außerdem wohnten wir im Erdgeschoss, so dass es keine Distanz zwischen mir und dem Treiben auf der Straße gab, und die Fenster waren so wenig schallisoliert, dass ich jedes Gespräch, jedes Telefonat Wort für Wort mithören konnte. (Ich bin immer wieder fasziniert davon, welche privaten Details und wichtigen Daten manche Leute quer über die Straße brüllen, weil ihre Verbindung schlecht ist. Datenphishing ist da definitiv nicht mehr notwendig, wenn jeder Zuhörer alles mitbekommen kann.)

In der aktuellen Wohnung hingegen sind diese "persönlicheren" Geräusche in der Regel gut durch die Fenster gefiltert. Ein Gespräch muss schon etwas erregter verlaufend - wie zum Beispiel die diversen Szenen, in denen die aufgedrehten oder müden Kindergartenkinder von gegenüber auf ihre ungeduldigen und/oder müden Eltern treffen - damit ich es durch die geschlossenen Fenster mithören kann. Ich bekomme auch so noch genug von der Nachbarschaft mit, aber all diese Elemente (vom Baulärm abgesehen) laufen tagsüber als eher lästiges Hintergrundrauschen, während ich mich abends regelmäßig amüsiere (sehr schön sind da z. B. immer wieder die beiden Damen, die sich gegenseitig "Rapunzel" und "Dornröschen" nennen Oo) oder es sogar angenehm finde, wenn aus der Ferne Lachen und Gespräche an mein Ohr dringen. Letzteres erinnert mich an meine Kindheit, wenn ich in heißen Nächten nicht schlafen konnte und mich hinterm Vorhang versteckt auf die Fensterbank setzte, um den Nachbarn zuzuschauen, die im Garten nebenan feierten.

Ich finde es faszinierend, welch kleine Veränderungen dazu führen, dass bestimmte Geräusche als Lärm empfunden werden und welche Erinnerungen dafür sorgen können, dass manche Geräusche trotz der nicht unerheblichen Lautstärke als angenehm empfunden werden.

Dienstag, 1. August 2017

August-SuB 2017

Es hatte sich ja schon Mitte Juli angedeutet, dass ich gerade in einer etwas fahrigen Lesestimmung bin. Ich habe zwar ein paar Bücher beendet, aber die angefangenen Titel stapeln sich weiterhin auf dem Wohnzimmertisch und warten darauf, dass ich in der richtigen Stimmung bin. Immerhin habe ich im vergangenen Monat endlich wieder Hörbücher gehört! Das habe ich seit November 2016 nicht mehr gemacht, weil mein Kopf zu voll war, um mir etwas vorlesen zu lassen. Insgesamt habe ich also im Juli 9 Bücher und 3 Kurzgeschichten gelesen und 4 Hörbücher gehört. Je mehr ich mir das Lesen von Comics und Manga vornehme, desto weniger scheine ich es auf die Reihe zu bekommen, aber vielleicht ändert sich das in den kommenden Wochen auch wieder.

Im August werde ich vermutlich auch nicht so viel zum Lesen kommen. Auf der einen Seite lockt die (im gestrigen Beitrag erwähnte) neue Konsole, auf der anderen Seite werden wir in diesem Monat ziemlich viel (Übernachtungs-)Besuch haben und sind auch so für unsere Verhältnisse viel verabredet. Außerdem gibt es natürlich noch etwas Arbeit zu erledigen und dann sind da noch die Vorhänge fertig zu nähen - und überhaupt wird mir wohl so schnell nicht langweilig. Ich hoffe nur, ich finde zwischendurch Zeit für meine Bücher und den einen oder anderen Blogbeitrag. ;) (Wobei ich mir den 3. Sonntag im Monat schon markiert habe und wir bislang an dem Tag auch nichts vorhaben, so dass der geplante Lesetag auf jeden Fall mit mir stattfinden kann!)

  1. Alan Bradley: Flavia de Luce 5 - Schlussakkord für einen Mord
  2. Alan Bradley: Flavia de Luce 6 - Tote Vögel singen nicht
  3. Marie Brennan: The Tropic of Serpents - A Memoir by Lady Trent
  4. Marie Brennan: The Voyage of the Basilisk - A Memoir by Lady Trent
  5. Marie Brennan: In the Labyrinth of Drakes - A Memoir by Lady Trent
  6. Marie Brennan: Within the Sancutary of Wings - A Memoir by Lady Trent
  7. Jim Butcher: Die Verschwörer von Kalare (Codex Alera 3)
  8. Jim Butcher: Der Protektor von Calderon (Codex Alera 4)
  9. Jim Butcher: Die Befreier von Canea (Codex Alera 5)
  10. Jim Butcher: Der erste Fürst (Codex Alera 6)
  11. Julie Campbell: The Mysterious Visitor (Trixie Belden 4)
  12. Kate Griffin: The Midnight Mayor (Matthew Swift #2)
  13. Kate Griffin: The Neon Court (Matthew Swift #3)
  14. Kate Griffin: The Minority Council (Matthew Swift #4)
  15. Kate Griffin: Stray Souls (Magicals Anonymous #1)
  16. Kate Griffin: The Glass God (Magicals Anonymous #2)
  17. Kim Harrison: Bluthexe (Rachel Morgan 12)
  18. Kim Harrison: Blutfluch (Rachel Morgan 13)
  19. Jim C. Hines: Die Buchmagier - Angriff der Verschlinger
  20. Mark Hodder: Auf der Suche nach dem Auge von Naga
  21. D. B. Jackson: Thieve's Quarry (Thieftaker #2)
  22. Diana Wynne Jones: The Dark Lord of Derkholm
  23. Diana Wynne Jones: Year of the Griffin
  24. Diana Wynne Jones: The Ogre Downstairs
  25. Sarah Kuhn: Heroine Worship
  26. Claire Legrand: Some Kind of Happiness
  27. Scott Lynch: Die Lügen des Locke Lamora
  28. Seanan McGuire: Down Among the Sticks and Bones
  29. Bishop O'Connell: The Stolen
  30. Jackson Pearce: Blutrote Schwestern
  31. Cindy Pon: Serpentine
  32. Bea Rauenthal: Karfreitagsmord
  33. Philip Reeve: Larklight
  34. John Scalzi: Fuzzy Nation
  35. Helen Simonson: Mrs. Alis unpassende Leidenschaft
  36. A.C.H. Smith: Jim Henson's The Dark Crystal
  37. Jonathan Stroud: Bartimäus - Das Amulett von Samarkand
  38. Rosemary Sutcliff: Troja oder die Rückkehr des Odysseus
  39. Rosemary Sutcliff: König Artus und die Ritter der Tafelrunde
  40. Charles den Tex: Die Zelle
  41. Rob Thomas: Veronica Mars - The Thousand Dollar Tan Line
  42. Gail Tsukiyama: Die Straße der tausend Blüten
  43. Uwe Voehl: Tod und Schinken
  44. Xinran: Gerettete Wort
  45. Rick Yancey: Der Monstrumologe und die Insel des Blutes

45 Titel auf dem SuB


(durchgestrichene Titel habe ich in diesem Monat gelesen)
(kursive Titel sind in diesem Monat neu hinzugekommen)