Samstag, 9. Juli 2016

Von Handwerkern und anderem

Pünktlich am Montagmorgen um 7:50 Uhr dröhnten die ersten Hammerschläge durchs Haus. Seitdem werden meine Tage von der Geräuschkulisse des Wohnungsumbaus der Nachbarn bestimmt. Ich kann verstehen, dass die Handwerker bei den Temperaturen und dem ständigen Rein- und Rausgehen mit offenen Fenstern und Türen arbeiten, aber so fühlt es sich an, als ob sie direkt neben meinem Schreibtisch Fliesen von den Wänden schlagen würden. Dabei arbeiten diese Handwerker so rücksichtsvoll wie möglich, sind immer höflich, legen jeden Morgen eine Schutzplane durchs gesamte Treppenhaus und fegen, wenn sie Feierabend machen, hinter sich her. Die durchgehende Geräuschkulisse ist anstregend, aber ich hoffe, dass dieser Umbau wirklich verhältnismäßig schnell erledigt ist, weil eben alles deutlich geplanter und viel zügiger läuft als bei der Renovierung direkt über uns vor zwei Jahren.


Da das Wetter bei uns langsam wirklich sommerlich ist, war ich in den letzten Tagen nur frühmorgens im Garten. Mir wird es wirklich schon wieder zu warm - und fürs Wochenende sind für unsere Region Temperaturen um 30 Grad angekündigt, da muss ich mal schauen, was ich so auf die Reihe bekomme. Ursprünglich wollten wir an diesem Wochenende Essen gehen, um unseren zehnten Hochzeitstag zu feiern, aber nun ist mein Mann am Freitag verreist, um bei der Hochzeit seines damaligen Trauzeugen den gleichen Dienst zu verrichten. Ich habe die Zeit gestern schon genutzt, um etwas Umräumchaos anzurichten. Es gibt ein paar Ecken, die ich schon länger angehen wollte, für die ich aber ein paar hinderliche Stapel (und Möbelstücke) im Wohnzimmer zwischenlagern muss. Dafür ist so ein langes Wochenende ohne Ehemann doch perfekt!


Aber erst einmal beginne ich den Samstag gemütlich mit einer Tasse Tee und beende dabei die vor einer Woche begonnenen Restesocken, während ich einen ersten Blick auf die anderen Beiträge beim "Samstagsplausch" von Andrea werfe.

Kommentare:

Andrea Karminrot hat gesagt…

Ohne Mann, räumt es sich manchmal besser.
Egal, ob die Handwerker freundlich sind, so stört es doch sehr, wenn es die ganze Zeit über laut ist. Ich bin froh, dass zur Zeit keine Wohnung verbessert werden soll.
Genieße dein freies Wochenende auch ein bisschen,
Andrea

Winterkatze hat gesagt…

Ohne ihn räumt es sich definitiv besser. Auch wenn ich mir gestern schon einmal gewünscht hätte, ich würde die schweren Teile nicht immer allein durch die Wohnung schieben. *g*

Und ja, es stört. Vor allem, da ich am heimischen Schreibtisch arbeite und dafür nicht außer Haus gehe. Auch heute Morgen dröhnt schon wieder das Geräusch eines großen Bohrers durchs Haus ...

Neyasha hat gesagt…

Ich fühle mit dir - ich habe denselben Käse mit Handwerkern bei offenen Türen und Fenstern in der Arbeit, wo in der Wohnung überm Büro kräftig gewerkelt wird (und wenns dort grad ruhig ist, hat man Baustellenlärm von draußen - yay).

Ich wünsch dir viel Erfolg mit dem Umräumchaos!

Anette hat gesagt…

Mir ist es auch schon wieder zu warm, vor allem, da die Temperaturen bei mir in der Wohnung auch gleich in die Höhe schießen. Komme gar nicht mehr damit zurecht. Genieß dein "freies" Wochenende :-)

Pia hat gesagt…

Am Samstag kommen bei euch die Handwerker?
Hoffentlich kannst du alles erledigen was du dir vorgenommen hast.
Schönes WE wünscht, Pia

Kunzfrau hat gesagt…

Oh ja, so ein Wohnungsumbau bei Nachbars kan anstrengend sein. Und dann auch noch die Temperaturen, die im übrigen bei uns morgen auch sein sollen!

Gruß Marion

Yvonnes Lesewelt hat gesagt…

Hallo!
Ich bin froh, dass ich ein ziemlich freistehendes Einfamilienhaus habe. Wenn es hier laut wird, dann nur, wenn ich selbst etwas umbauen lasse. Ich fühle mit dir und drücke die Daumen, dass sie schnell fertig werden.
Hab ein schönes Restwochenende!
LG
Yvonne

Babajeza hat gesagt…

Ich höre gerne die Geräusche von Handwerkern und bin voller Bewunderung, was die alles können. Geniess die Sonntagsruhe, heute werden sie ja wohl nicht werken. Und hoffentlich ist bald alles fertig. Liebe Grüsse von mir

Winterkatze hat gesagt…

@Neyasha: Oh, gleich doppelte Lärmbelastung durch Handwerker drinnen und draußen! Und dann noch bei der Arbeit, wenn man nicht mal flexibel ist. Ich kann immerhin noch ab und an einen Raum weiter flüchten, damit es nicht mehr ganz so laut ist.

@Anette: Noch gehen bei uns die Temperaturen in der Wohnung. Aber auch nur, wenn ich den ganzen Tag die Rollläden runterlasse. Das führt dann aber dazu, dass ich mich ganz seltsam fühle, weil ich kaum noch Tageslicht mitbekomme und im Halbdunkeln vor mich hinwurschtel.

Winterkatze hat gesagt…

@Pia: So wie es sich anhörte, musste noch dringend etwas fertig gestellt werden. Immerhin haben sie nicht wie sonst bis 17:30 Uhr gearbeitet, sondern gestern schon am späten Mittag Feierabend gemacht.

Als die andere Wohnung über uns renoviert wurde, wurde auch schon mal am Sonntag mit schwerem Gerät hantiert. Ich fürchte, inzwischen gibt es genügend Firmen, die nur noch Termine setzen und dann müssen die Subunternehmer sehen wie sie die eingehalten bekommen.

@Marion: Und natürlich trifft immer beides zusammen, denn im Sommer lassen sich die meisten Handwerksarbeiten am Besten durchführen ... Ich glaube, wir hatten in den Jahren, die wir hier bislang wohnen, erst einen Sommer ohne längere Umbauarbeiten in der Straße.

Winterkatze hat gesagt…

@Yvonne: Das macht mich gerade etwas neidisch. ;) In unserer Wohnung hören wir schon so immer viel von den Nachbarn (ein Altbau mit sehr schlechtem Schallschutz), da sehne ich mich schon manchmal nach einem Einfamilienhaus. Aber ich bin auch sehr geräuschempfindlich und bekomme jeden Ton mit, weil ich nun mal auch Zuhause arbeite. Wenn ein Auftrag besonders viel Konzentration benötigt, verlege ich dann gern meine Arbeitszeiten in die Nacht. Da werde ich auch nicht von den diversen Paketboten oder ähnlichem abgelenkt. ;)

@Babajeza: Heute ist es wirklich schön ruhig und ich habe mir den Luxus gegönnt bis neun Uhr im Bett zu bleiben. :) Ich finde es immer wieder lustig, was ich als störend empfinde, wenn es um Handwerkergeräusche geht. Ich bin mit einer Tischlerei am Ende der Straße aufgewachsen und das Geräusch einer Kreissäge finde ich richtig heimelig. Aber wenn Wände und Fliesen im selben Haus rausgebrochen werden, dann gibt es ja nicht nur diese dumpfen und harten Schläge zu hören, sondern auch zu fühlen ...

Natira hat gesagt…

Ich drücke die Daumen, dass die Handwerkergeräusche wirklich bald aufhören. Mich nervt es schon, wenn die schmale Treppe vor dem Bürofenster von dem Hausservice-Mann mittels benzinbetriebenen Puster gesäubert wird - sein Vorgänger hat einfach einen Besen benutzt, deutlich leiser und umweltfreundlicher.

Schöne Blüten-Fotos!

Winterkatze hat gesagt…

@Natira: Offiziell geht der Umbau noch drei Wochen - wenn ich mir die neuen Nachbarn so anschaue, dann könnte der Termin sogar eingehalten werden. Mit denen scheint nicht zu Spaßen zu sein, wenn man einen Auftrag von ihnen bekommt.

Laubbläser-Stunden zähle ich schon gar nicht mehr. Da der Hausmeister von gegenüber dreimal die Woche für mindestens zwei Stunden damit das Grundstück bearbeitet ... Ich glaube ja, dass er das Gerät nur so intensiv einsetzt, damit der Hausbesitzer auch immer hört, dass er eifrig arbeitet. *seufz*

Danke! Hätte ich das Sommerfliederfoto oben rechts größer eingestellt, könnte man auch den Schmetterling und die Hummel darauf erkennen. Aber so fand ich es hübscher. ;)

Natira hat gesagt…

Diese Laubbläser gehen mir dermaßen auf dem Senkel - ich bin froh, dass die Leute vor dem Büro nicht so lange pusten wie die Herren bei Euch vor dem Fenster. Ich erinnere mich ...
Gegenüber vom Büro wird derzeit auch an einem Haus gearbeitet, u.a. am Dach und mit einer Kreissäge, das ist laaange nicht so nervtötend und unangenehm wie die Laubbläser.

Winterkatze hat gesagt…

@Natira: Wenn es nicht so nervig wäre, wäre es ja schon spannend zu sehen, welche Geräusche einen stören und welche nicht. Mir fällt das ja auch immer bei Musik auf. Bei einigen Stücken, die mein Mann wunderbar beruhigen findet, bekomme ich Herzrasen und stehe kurz vor einer Panikattacke (und die Katzen rasen auch wie wild durch die Wohnung).

BücherFähe hat gesagt…

Ohje, mich haben die Handwerker schon ein paar Mal in zurückliegenden Prüfungsphasen erwischt. Da wäre ich am liebsten fast an die Decke gesprungen, da ich eher der Typ bin, der Zuhause lernt und nicht in der Bibliothek, sodass ich nicht einmal ausweichen konnte. Hoffentlich geht das schnell vorbei.
Aber wie du selbst sagst: die Handwerker können in dem Sinne ja auch nichts dafür und soetwas gehört halt dazu, wenn man mit Nachbarn wohnt. :)

Ich wünschte ja ehrlich gesagt, die steigenden Temperaturen würden wieder zurückkommen. Jedesmal, wenn ich endlich frei habe, ist der Sommer gefühlt schon wieder vorbei. -.-

Winterkatze hat gesagt…

@BücherFähe: Gestern scheint immerhin kein Handwerker in der Wohnung gewesen zu sein. Zumindest war weder im Treppenhaus ein fremder Mensch noch irgendwelcher Umbaulärm zu hören. Dummerweise habe ich stattdessen Lärm gemacht und die Hecke gestutzt. ;)

Ich hoffe, du hast gerade frei, denn mit über 30 Grad sollte es doch sommerlich genug sein (die angekündigten Unwetter ignorierst du dann einfach ;) ).

BücherFähe hat gesagt…

Selbst Lärm machen ist zum Glück für einen selbst in der Regel nicht so nervtötend. :D

Ja, es ist sommerlich genug. :D Gegen Sommergewitter habe ich nichts. ;) Ab und zu ein wenig kühle Luft finde auch ich sehr angenehm. :D

Winterkatze hat gesagt…

@BücherFähe: Schön fand ich es nicht - und mit der elektrischen Heckenschere kann ich kein Hörbuch im Garten hören. Aber dafür geht es schneller und der Muskelkater beschränkt sich vor allem auf die Hände. ;)

Bei uns ist wieder große Schwüle für die kommenden drei Tage angekündigt. Das finde ich sehr anstrengend. Aber genieß du die Temperaturen, bevor sie wieder vorbei sind! :)

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