Sonntag, 15. Februar 2015

Vom Seiten zählen und anderem ...

Vor ein paar Tagen bin ich (ich glaube über einen Retweet bei Twitter) über einen Blogpost gestolpert, der die Frage in den Raum stellte, warum Buchblogger sich Leseziele setzen, an Challenges teilnehmen, Seiten zählen und ähnliches tun. Da das keiner meiner üblichen Blogs war, finde ich den Beitrag leider nicht wieder, aber ähnliches Diskussionen gibt es ja immer wieder.

Ich gebe zu, dass es eine Menge Dinge auf Buchblogs gibt, die ich nicht nachvollziehen kann wie zum Beispiel Verlags-Challenges. Und mit großen Buch-bezogenen Plattformen, auf denen ich Listen führen und mich mit anderen Leuten austauschen kann, gebe ich mich auch nicht ab, denn dafür habe ich ja meinen Blog - und mir gefällt es besser, wenn hier alles konzentriert gesammelt wird. Auf der anderen Seite gibt es bestimmt einige Menschen, die nicht verstehen, warum ich jeden Monatsanfang eine SuB-Liste poste, obwohl ich doch eine Gesamtliste unter dem Header verlinkt habe. Aber ich mag es die monatliche Veränderung in meinem SuB auf diese Weise zu dokumentieren und dort kurz über meinen (vergangenen und kommenden) Lesemonat zu schreiben. Und so führt jeder von uns seinen Blog so wie er es richtig und wichtig findet.

Auf jeden Fall hat mich dieser Post vor ein paar Tagen wieder auf etwas gebracht, das mir in den letzten Monaten aufgefallen ist. Ich führe seit sehr vielen Jahren Leselisten und - nachdem Natira mich mal angestupst hatte - ich veröffentliche diese Liste in abgespeckter Form auch als Quartalsstatistik auf diesem Blog. In abgespeckter Form, weil ich davon ausgehe, dass es die meisten Leute nicht interessiert, wie viele Seiten ein Titel hatte, ob es ein SuB-Titel, ein Neuzugang, ein eBook, ein Leihbuch oder ein Bibliotheksbuch war. Das Führen dieser Liste kostet mich gerade mal ein paar Minuten im Monat und ich finde es spannend, was diese Liste mir so über mich verrät. Und oft genug ist sie hilfreich, wenn ich mal wieder nicht weiß, welche Titel ich gelesen habe und wo ich mit einer Reihe weitermachen muss, wenn ich nichts verpassen möchte.

Das Seitenzählen ist eigentlich der unnütze Teil an meiner Liste, aber ich dachte vor ungefähr zwei Jahren, dass es doch interessant sei, wenn ich mal herausfinden würde, wie viele Seiten ich so lese. Parallel dazu habe ich durch meinen Monatsanfangspost auch häufig festgehalten, ob ich einen Monat als "guten" Lesemonat empfunden habe. Dabei bedeutet ein guter Lesemonat nicht so sehr, dass ich lauter fantastische Titel in die Finger bekommen habe, sondern dass ich das Gefühl hatte, ich könnte mir genügend Zeit zum Lesen nehmen und das Lesen angemessen genießen. Also ein Monat, in dem ich nicht aus irgendeinen Grund mit der Welt (und somit auch mit meinen Büchern) verquer gewesen wäre oder in dem mir die Zeit gefehlt hätte, um mich in Ruhe mit einem Roman hinzusetzen.

Dadurch habe ich herausgefunden, dass meine "Wohlfühlgesamtseitenzahl" (was für ein Wortgebilde! *g*) bei 5000 Seiten liegt. Lese ich in einem Monat um die 5000 Seiten, dann geht es mir in der Regel gut. Dann habe ich einen Monat erlebt, der mir genug Lesezeit gebracht hat, in dem der Kopf frei genug war, um mich auf eine Geschichte einzulassen, und in dem ich das Lesen entspannt genießen konnte. Nicht immer habe ich in solchen Monaten besonders gute oder mitreißende Romane gelesen, aber zumindest genügend "nette" Titel, dass ich weiterlesen mochte, statt das Buch unzufrieden zur Seite zu legen und tagelang nicht wieder anzurühren. Außerdem bietet ein solcher 5000-Seiten-Monat auch wieder einigen Stoff für Blogposts und den Austausch mit euch über Bücher, was mir schließlich auch viel Freude bereitet. 5000 Seiten bedeuten auch, dass ich viel Zeit für mich hatte, denn das Lesen ist zwar mein größtes Hobby, aber nicht mein einziges - und ganz kann ich im Laufe des Monats nicht auf das Spielen, Handarbeiten und all die anderen Dinge verzichten.

Ich werde mir jetzt nicht zwanghaft die 5000 Seiten als monatliches Ziel setzen, aber ich finde es interessant und amüsant, wie viel meine gelesenen Seite darüber aussagen, wie es mir in einem Monat ging. Und es bekräftigt mich (mal wieder) darin, dass ich meine Lese- und Auszeiten - wenn irgend möglich - fest in meinen Alltag einplanen muss, damit es mir gut geht.

Kommentare:

Natira hat gesagt…

Ich glaube, Du meinst den Artikel auf nordbreze.de darüber, wenn Lesen zum Wettbewerb wird? Die Bloggerin sieht dort für sich z.B. keinen Mehrwert darin, an Buch-Challenges (wo man Bücher zu verschiedenen Themen lesen muss, da das ja auch in der Schule für sie früher nicht funktioniert hat) teilzunehmen oder Statistiken über Büchanzahl u. Apps mit Seitenzahlen etc. zu führen.

Ich habe meinen Blog damals begonnen, um meine Lektüre "im Blick" zu behalten. Inzwischen schaffe ich es zwar nicht mehr, über jedes von mir gelesene Buch zu bloggen - diesem mir selbst auferlegten Druck habe ich entledigt. Aber ich will noch immer meine Lektüre durch den Blog im Blick behalten, u.a. durch meine Leseliste oder die wieder begonnenen Zugangsbeiträge. :) Für mich funktioniert auch goodreads, um dort z.B. neue Bücher außerhalb einer Buchsoftware zu erfassen oder mir Anregungen zu holen - und ja, Datenkralle etc. ist mir bewusst. Ich mag es noch immer, dass meine Besucher auf dem Blog über das GR-Widget sehen können, welche Bücher ich gerade lese. Buch-Challenges _meiner Wahl_ haben für mich regelmäßig Mehrwert, sei es, dass sie mir ganz neue Themen eröffnen, mich motivieren, mehr auf dem Blog zu schreiben oder mir den Austausch über Autoren/Bücher erleichtern, an die ich mich sonst nicht herangewagt hätte. In der Schule hat Pflichtlektüre für mich auch nicht wirklich funktioniert (ich glaube, ich werde "Die Buddenbrooks" nie vollständig lesen), aber ich hatte in der Schule ja in der Tat keine Wahl. ;)

Ich sehe dafür z.B. keinen Mehrwert an der Teilnahme an einer Kommentar-Challenge, den die Bloggerin zumindest im Januar dieses Jahres für sich wahrgenommen hat.

So hat jeder das seine.

Winterkatze hat gesagt…

Ja, das könnte der Beitrag sein (ich habe mir jetzt nicht die Mühe gemacht den Blog aufzurufen und nachzuschauen, aber es klingt vertraut :) ).

Challenges zur Selbstmotivation finde ich auch wichtig. Vor allem, da ich dabei kein "ich muss", sondern "ich will" fühle - und mich eh im Alltag immer wieder selber überlisten muss, um bestimmte Dinge auf die Reihe zu bekommen. Außerdem schreibe ich ohne Challenge deutlich seltener über z.B. Hör- oder Sachbücher. ;)

Dass GR und LB und wie die Dinger alle heißen Datenkrallen sind, ist mir eigentlich egal. Auf dem Blog verrate ich ja noch deutlich mehr über mich und meine Lektüre. Aber ich nehme mir lieber die Zeit, meine Seitenleiste zu aktualisieren (was gerade auch nicht gut klappt, weil ich schneller lese als den Blog öffne, solange ich noch Technikprobleme habe), als einen Account dort zu pflegen.

Natira hat gesagt…

Mein Netbook treibt mich zur Zeit auch regelmäßig in den Wahnsinn, es mag am Arbeitsspeicher liegen oder an sonst was, aber ich brauche manchmal drei Browserneustarts, bis er vernünftig auf Eingaben reagiert. Deshalb bin ich derzeit mehr am Tablet zu finden: MIt dem Teil mag ich nich gern Blogposts oder auch Kommentare schreiben, weil es mich im zB. in Kommentarfeldern nicht "einfach so" korrigieren oder im Text hin- und her bewegen lässt - es stockt dann immer und ich komme erst weiter, wenn ich die virtuelle Tastatur aus-und wieder einblende (grrr). Die Updates bei GR oder Tweets klappen über die Apps aber gut, daher ... :D

Lyne hat gesagt…

Ich hab mir mal als Jahresziel 15.000 Seiten gesetzt. Aber eher als persönliche Aufgabe. Einmal hab ich es geschafft und einmal knapp verfehlt.
Witzig finde ich, dass du herausgefunden hast, dass sich dein SuB reduziert, wenn du eine bestimmte Seitenanzahl gelesen hast. Das muss ich bei mir mal beobachten. ;)
Lg Lyne

Winterkatze hat gesagt…

@Natira: Unser altes Netbook ist in letzter Zeit gern runtergefahren, während ich noch daran arbeitete und die Nebentöne (Lüfter? Festplatte?) haben es auch etwas unangenehm gemacht. Das neue Netbook hingegen ist noch nicht richtig eingerichtet - zu wenig Geduld und zu viel Frust dabei in den letzten Tagen, funktioniert aber so weit, dass ich online arbeiten kann. Aber mir fehlen meine Lesezeichen und all die kleinen Einrichtungen, die es eben zu "meinem" Gerät machen, mit dem ich intuitiv arbeiten kann. Weshalb ich es häufiger aus lasse als sonst und noch nicht wieder meinen normalen "Onlinealltag" wiederhabe. Den FeedReader z.B. hatte ich heute noch gar nicht geöffnet, dabei würde ich den normalerweise morgens erst einmal abarbeiten, bevor ich den Tag anfange.

Winterkatze hat gesagt…

@Lyne: Wenn man solche Ziele nicht verbissen sieht, können sie ja auch ein guter Ansporn sein. :)

Wenn ich viel lese, dann sind in der Regel auch ein paar SuB-Titel dabei und die Neuzugänge landen auch nicht so schnell auf dem SuB. Und ja, beobachte das mal bei dir, ich fände es spannend. :)

Mila hat gesagt…

Ich gebe zu, dass ich bisher keinen richtigen Sinn in Seitenzählungen gesehen habe. Es sei denn, ein Buch war so anstrengend (nicht schlecht, dann würde ich es nicht zu Ende lesen9, dass ich mit Stolz festgestellt habe, dass ich diese enorme Menge an Seiten geschafft habe. Du führst mir einen ganz neuen Aspekt vor Augen. Dass die Seitenzahl eines Monats darauf Rückschlüsse zulässt, wie es dir in den Monat ging, das finde ich spannend. Denn ja, wenn es einem nicht so gut geht, dann ist es schwierig, sich auf komplexere Geschichten einzulassen. Dann ist das Serien-Ansehen manchmal einfach leichter. Vielleicht sollte ich mal die Maschenanzahl zählen, die ich so in einem Monat schaffe. Wer weiß, was mir das über mich verrät. LG mila

Melanie S. hat gesagt…

Ich glaube, bei mir müsste das mit den Seitenzahlen auch so in etwa hinkommen, aber obwohl ich sie mir seit Jahren notiere, habe ich nie genauer drüber nachgedacht, ob es da einen Wohlfühlbereich gibt. Ich finde es allerdings spannend, dass es bei dir die Seitenzahlen sind, die dir das Gefühl vermitteln einen schönen Lesemonat gehabt zu haben und nicht die Anzahl bzw. die Bewertung der Bücher an sich.

Bei den Challenges kann ich dir nur zustimmen - bei vielen kann ich nur den Kopf drüber schütteln und wundere mich bis heute wie so manche Challenge tatsächlich bestehen, geschweige denn neu aufgelegt werden kann! Aber gut, das ist eh nicht so meins... dafür würde ich nie wieder auf Goodreads verzichten, was du ja gar nicht magst ;) mir gefällt dort einfach die Möglichkeit bei jedem Buch sofort zu sehen wie andere das jeweilige Buch bewertet haben und nicht jedes Mal in den Blogs nachlesen zu müssen. Oft landet nämlich ein Buch auf meiner Wunschliste und ich kann später nicht mehr genau sagen warum. Da hilft es mir dann bei GR nachzuschauen und eine Entscheidung zu treffen.

Winterkatze hat gesagt…

@Mila: Manchmal zähle ich auch Seiten, weil ich mir anstrengende Bücher gern in Tagesportionen aufteile. Aber eigentlich war ich nur neugierig und habe meiner Lust am Listenführen nachgegeben. :)

Ich weiß nicht, ob Maschenzählen so erholsam wäre, aber Handarbeitsstunden im Auge zu behalten, könnte vermutlich nicht schaden. Was mich wieder darauf bringt, dass du ja mal darüber nachgedacht hattest, eine UFO-Liste zu veröffentlichen. Das fände ich sehr, sehr spannend! Ein wenig bekommt man ja über deine Blogposts mit, aber mal eine gesammelte Liste zu sehen wäre doch noch was anderes.

Winterkatze hat gesagt…

@Melli: Ich muss ja nicht immer großartige Bücher lesen, "gute" oder "nette" Bücher sind ja manchmal auch genau richtig. Nur zu viele schlechte Bücher verderben mir die Laune, aber wenn ich davon zu viele erwische, dann höre ich auch oft erst einmal mit Lesen auf. Und Bewertungen vergebe ich ja eh nicht, das finde ich so anstrengend und oft ist es eh stimmungsabhängig wie ich ein Buch bewerten würde. (Noch etwas, das gegen Goodreads spricht. ;))

Die Anzahl der gelesenen Bücher erfasse ich ja auch, aber da meine Bücher zwischen 200 und 800 Seiten haben können, sagt die Zahl der gelesenen Titel weniger darüber aus wie viel Zeit ich mir fürs Lesen nehmen konnte. Das ist mir auch beim Schreiben der Monats-SuB-Posts aufgefallen: Ich bin manchmal ganz unzufrieden, obwohl ich gar nicht so wenige Bücher gelesen habe - und dann habe ich gemerkt, dass es daran lag, dass diese Bücher dünn waren und oft habe ich die in wenigen Tagen gelesen und bin den Rest des Monats dann wieder nicht dazu gekommen zum Roman zu greifen.

Zum Glück ist meine Wunschliste recht übersichtlich. Bei den Bücher, die ich vor Veröffentlichung darauf vermerke, gilt in der Regel "klang im Verlagsprogramm an dem Tag reizvoll, an dem ich es durchgeschaut hatte". *g* Das sind dann auch die einzigen Titel, bei denen ich mir im Nachhinein nicht immer denken kann, warum ich sie an dem Tag interessant fand. Die Bücher, die ich entdecke, weil jemand darüber geredet oder geschrieben hat, kann ich normalerweise schon zuordnen (vor allem, wenn ich sie auf einem Blog gefunden habe).

glencolumbscille hat gesagt…

Ich empfinde eine challenge als Möglichkeit , andere Themen oder Autoren zu lesen ,auf die ich sonst nie gekommen wäre. Ich habe seit Jahren z.B. keine Sachbücher mehr gelesen , und darum sehe ich die Challenge einfach als kleinen Anstoß., einfach mal in eine andere Richtung zuschauen. Und durch die Erfahrungen anderer bekomme ich oft interessante Bücher mit.

Winterkatze hat gesagt…

@glencolumbscille: So sehe ich das auch! Und ich suche mir auch nur Challenges aus, bei denen ich denke, dass sie stressfrei machbar sind und mir Spaß machen. Ich weiß ja, dass ich gern Klassiker oder Sachbücher lese - aber beides lese ich im Alltag nicht so regelmäßig, weil fluffige Romane doch häufig die einfachere Wahl sind. :)

mila hat gesagt…

Die Ufo-Liste, stimmt, die wollte ich auch noch machen. Oh je, die wird laaaaaaaaang! Übrigens sind die DVDs heil hier angekommen, wollte ich noch gemailt haben. Falls du mal wieder Guck-Futter brauchst, ich hab noch die ein oder andere Serie im Angebot...

kiyaliest hat gesagt…

Als ich 2010 angefangen habe, gelesene Bücher zu notieren, habe ich auch noch Seitenzahlen gezählt. Mit der Zeit habe ich aber gemerkt, daß daran für mich nicht unbedingt ein Mehrwert liegt, und damit wieder aufgehört. Eine Seitenzahl ist zu uneindeutig, weil 200 Seiten Shakespeare eben in ganz anderer Zeit zu erreichen waren als 200 Seiten Kinderbuch. So schreibe ich mir zwar noch auf, welche Seienzahl ein Buch hatte, zähle aber die im Monat oder Jahr gelesenen Seiten nicht mehr zusammen.
Ich finde es aber interessant, wie jeder andere Statistiken sammelt, weil jeder mit anderen Kennzahlen etwas anfangen kann :-)

Sarah hat gesagt…

"Wohlfühlgesamtseitenzahl" - tolles Wort! :)
(Kennst du "Schottenfreude"? Ich finde, da gehört das Wort unbedingt rein! ;))
Deine Erkenntnis, dass es für dich eine ideale Anzahl an monatlich gelesenen Seiten gibt, ist wirklich sehr interessant.

Ich habe auch viele Jahre meine gelesenen Seiten festgehalten, aber dann damit aufgehört, weil früher bei vielen e-Books gar keine Seitenzahlen angegeben waren. Was sich inzwischen gebessert hat, weshalb ich seit Anfang des Jahres wieder damit angefangen habe. Wobei das Ganze aber eigentlich keinen Hintersinn für mich hat, ich liebe es einfach, alle möglichen Details von meinen gelesenen Büchern festzuhalten... ;)

Winterkatze hat gesagt…

@Mila: Du kannst ja langsam anfangen und über mehrere Tage die Liste ergänzen. :D

Prima, dass Miss Marple heil wieder bei dir ist - und auf das Angebot komme ich bestimmt mal zurück! Erst einmal sollte ich aber meine Nachmittage wieder brav zum Arbeiten nutzen (auch wenn die Motivation kaum weiter reicht als bis zum nächsten Buch). ;)

Winterkatze hat gesagt…

@Kiya: Stimmt, Seitenzahlen sagen nur bedingt etwas über die Lesezeit aus. Aber da ich selten 5000 Seiten Shakespeare in einem Monat lese, mischt sich das eigentlich ganz gut bei mir. ;) Ich finde die verschiedenen Statistiken auch spannend, wobei manche Statistiken so mit Daten gefüllt sind, dass ich mich manchmal frage, wie die Leute noch zum Lesen kommen.

Winterkatze hat gesagt…

@Sarah: "Schottenfreude" sagte mir noch nichts, klingt aber lustig. :D

Bei eBooks, die keine genauen Seitenzahlen haben, hatte ich bislang immer das Glück, dass bei Amazon eine gedruckte Ausgabe verlinkt war, deren Daten ich dann übernommen habe. Schwieriger finde ich es, wenn ich ein richtig altes Schätzchen aus der Bibliothek hatte und es erst in meine Liste eintrage, wenn ich es schon wieder zurückgegeben habe. *g*

Listen führen kann ja so befriedigend sein. :D

Jo hat gesagt…

Es gibt eine Kommentar-Challenge? Himmel! Was soll das sein?
Ich denke ebenfalls, dass jeder für sich entscheiden sollte, ob er Bücher oder Seiten zählt. Schließlich ist es ja immer noch der eigene Blog und sind wir ganz ehrlich: Wir lieben alle ein klein bisschen Statistik.
Nach einigen Jahren des Bloggens habe ich für mich festgestellt, dass es einfach toll ist, mal nachschauen zu können, welche Bücher man schon gelesen hat. Das geht mit oder ohne Buchliste. Ich nutze auf meinem Blog das veraltete Plug-in „Now Reading“ und das erinnert mich immer an den „Bodensatz“ meines SuBs, wenn Bücher da schon seit Jahren drin stehen, die ich nicht angefangen habe. Ich finde das irgendwie spannend, wenn ich sie dann doch zu Hand nehme.
Was LovelyBooks und vorablesen oder BloggdeinBuch angeht, so ist das ein sehr ausgeklügelter Marketingtrick der Verlage schnell an Content zu einem neuen Buch zu kommen.

Winterkatze hat gesagt…

@Jo: Ähm, ja, es gibt eine Kommentar-Challenge. Ins Leben gerufen wurde die - wenn ich das richtig mitbekommen habe - von ein paar Bloggern, die sich per Twitter darüber austauschten, wie schwer es ihnen fällt regelmäßig zu kommentieren. Also haben sie daraus eine Challenge gemacht und eine Liste erstellt, in die jeder eintragen kann, wie viele Kommentare er im Monat geschrieben hat. Mich persönlich würde es ja eher behindern, wenn ich eine Strichliste über meine Kommentare führen müsste - je spontaner, desto besser läuft es mit dem Kommentieren. Aber das muss ja jeder für sich selber wissen. :)

Ich finde das auch immer wieder spannend! Und es ist hilfreich Listen zu führen, wenn man im Laufe der Jahre - so wie ich - die Autorennamen und Buchtitel nicht mehr auf die Reihe bekommt.

Grundsätzlich habe ich kein Problem, wenn Verlage (ausgeklügeltes) Marketing betreiben - schließlich sollen sie überleben und viele Bücher für mich veröffentlichen. ;) Ich befürchte nur manchmal, dass durch solche Plattformen ein gewisser Tunnelblick entsteht ...

Jo hat gesagt…

Ich finde es gut, dass die Verlage sowieso hier und da mutig sind und neue Wege gehen, aber wenn es so etwas wie Wettbewerb unter den Buchbloggern gibt, dann garantiert auf diesen Plattformen. Davon bin ich überzeugt.

BücherFähe hat gesagt…

Interessanter Beitrag - vor allem deine Wohlfühlgesamtseitenzahl. 5000 Seiten habe ich glaube ich in meinem ganzen Leben in einem Monat noch nicht zusammenbekommen.^^ Mein Rekord liegt bei 3000 irgendwas und da hatte ich schon das Gefühl, ich hätte mega viel gelesen. Da sieht man mal, wie unterschiedlich die Wahrnehmung so sein kann. :) Ich zähle meine Seiten aber auch mit und veröffentliche ja auch jeden Monat eine Statistik... Finde ich halt irgendwie für mich selber interessant.

Ich benutze Challenges in der Regel eigentlich auch nur, um mir Anregungen zu holen und/oder meinen SuB abzubauen. Bei zu vielen Challenges würde ich eh den Überblick verlieren. Momentan habe ich so 3 Challenges und 3 Projekte und das reicht jetzt auch erstmal hin.^^

Winterkatze hat gesagt…

@BücherFähe: Ich lese ja auch deutlich mehr Fast-Food-Lektüre und muss nicht nebenbei noch Fachlektüre fürs Studium konsumieren. ;) Außerdem lese ich relativ schnell und in einem guten Monat eben auch viel ...

Elena hat gesagt…

Und ich rufe schon Staunen hervor, wenn ich sage, dass ich vor dem Studium auch mal zehn Bücher im Monat geschafft habe ... :o) Seit ich via GoodReads ungefähr nachhalte, wie viel ich lese, lag mein Rekord bei 42.000 Seiten in einem Jahr, also "grad mal" 3.500 Seiten im Monat. Ich glaube, für mich wäre ein guter Lesemonat so 3.000 Seiten. Aber durch die vielen anderen Sachen, die ich gerne mache und den Studium werd ich da so schnell nicht wieder hinkommen. Macht aber nichts, hab ja auch so Spaß.

Winterkatze hat gesagt…

@Elena: Du hast ja nicht nur das Studium, sondern auch noch die Arbeit, das Ehrenamt usw. Mein Leben läuft da schon deutlich geruhsamer - vor allem, da meine Freunde alle einige 100 km entfernt wohnen und ich deshalb in meiner Freizeit recht wenig außer Haus unternehme. Und es geht ja nicht um die Masse an Seiten, sondern wirklich um den Spaß!

(Ich erwähne jetzt mal nicht, wie viel ich in diesem Monat bislang gelsen habe und wie gut mir dieses intensive Lesen tut. :D)

Elena hat gesagt…

Hihi. Nun ja, was Freunde angeht, ist mein Leben ja auch extrem langweilig. Wenn ich eine Handvoll Verabredungen in einem Monat habe, ist das schon viel *g* Aber du hast schon recht, durch das Ehrenamt und die Arbeit habe ich zusätzlich zum Studium schon einiges zu tun. Wobei ich bei nur Studium wohl auch durchdrehen würde, die beiden Sachen sind ein guter Ausgleich. Schauen wir mal in fünf Jahren, dann bin ich fertig mit dem Studium und stehe wieder "normal" im Berufsleben, wie ich dann wohl so lese ...

Sarah Maria hat gesagt…

"Wohlfühlgesamtseitenzahl" - das ist wirklich mal ein Wort! :D

Für mich persönlich sind solche Challenges eher nix. Ich habe mal versucht an einer teilzunehmen - allerdings bezog diese sich nicht auf die zu lesende Seitenzahl, sondern auf die zu schreibende.

Und das hat mir regelrecht die Lust verdorben - gleich ab dem ersten Augenblick. Irgendwie hat sich ab dem Moment alles in mir drin gesträubt und ich habe sogar lieber abgewaschen anstatt zu schreiben. ;)

Seitdem gilt: Keine Challenges mehr für mich. Aber andere dürfen natürlich gerne. Jeder so, wie er oder sie mag. Eben. :)

Mit lieben Grüßen,
Sarah Maria

Winterkatze hat gesagt…

@Sarah Maria: Lass mich raten, du hattest einen Versuch mit dem NaNoWriMo gestartet? ;)

Mir persönlich fallen Challenges leichter, die ich mir selber vornehme oder die sehr freie Bedingungen haben - und dann finde ich es nett mich auf diese Weise selber zu fordern. Aber da ist eben wirklich jeder anders. Ich muss mich auch bei vielen anderen Dingen selber betuppen, damit ich etwas auf die Reihe bekomme (und nicht meine gesamte Freizeit mit dem Buch vor der Nase verbringe). ;)

Hermia hat gesagt…

Ich habe gerade ausgerechnet, das ich im Schnitt ca. 2800 Seiten lese. Zumindest war das letztes Jahr so. ;-)

Was du über einen guten Lesemonat schreibst, kann ich in weiten Teilen nachvollziehen. Wenn ich wenig Zeit zum lesen habe, dann bin ich irgendwie unzufrieden. Allerdings muss auch die Qualität stimmen. Im Januar habe ich weit unter Durchschnitt gelesen, diesen Monat viel mehr. Dafür waren die Bücher viel besser - diesmal war viel mittelmäßiges dabei. Hrmpf.

Winterkatze hat gesagt…

@Hermia: Meinen Schnitt habe ich noch gar nicht errechnet, das könnte ich eigentlich auch mal machen. *g*

Wenn ich richtig schlechte Bücher in die Finger bekomme, dann lese ich in der Regel auch nicht besonders viel. Mit "netten" oder mittelmäßigen Büchern kann ich aber oft leben. :) Ich drücke dir die Daumen, dass deine Lektüre in den kommenden Wochen wieder mehr Spaß macht!

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