Freitag, 8. April 2011

[Kapitelweise] Linda Kavanagh: Meinem Herzen so nah (Kapitel 84+85)

In Kapitel 81 ist Tom Kilmartin aufgegange, dass er doch Joanna mal seine Gefühle hätte gestehen können. Nun aber ist es zu spät, da sie mit Ronan zusammen ist – und Tom ist gar nicht glücklich darüber. Joanna und Ronan hingegen haben im folgenden Kapitel Schluss gemacht, weil Ronan mit keiner Frau zusammen sein wollte, die einen anderen liebt (Boshafte Kommentatorinnen sind hingegen der Meinung, dass das von ihm nur ein geschickter Vorwand war, um Jo loszuwerden). Und zuletzt konnten wir noch ein zufälliges Aufeinandertreffen von Agnes und Maura miterleben, bei dem Agnes versprach finanziell für Mauras (bzw. Ivans und Colettes) Kind zu sorgen. Weiter geht es mit Tom und Jo – ob wir ihre Geschichte nun detailliert verfolgen wollen oder nicht.

Nur noch zehn Kapitel liegen vor uns!

Kapitel 84

Jo geht es schrecklich schlecht! Gerade erst hat sie Sasha halbnackt in Toms Flur überrascht und nun fühlt sie sich sogar zu elend, um sich bei einer ihrer Freundinnen auszuweinen. Nur gut, dass ihre Katze Devil zuhause an ihrer Seite ist und um Futter bettelt. Während sich Jo gerade darüber wundert, dass Devil ganz schön dick geworden ist, klingelt das Telefon. Am anderen Ende der Leitung hängt Orla – warum sie angerufen hat, werden wir wohl nie herausfinden, denn Jo beginnt gleich ihr Leid zu klagen.

Immerhin ist Orla vernünftig genug und vermutet, dass Tom vielleicht doch gar kein Verhältnis mit Sasha und ihrem Hintern hat. Das Ganze könnte vielleicht sogar von Sasha eingefädelt worden sein, dann wäre der gute alte Tom sogar ganz unschuldig an der Situation.

Während Joanna noch rumweint, weil sie Tom doch so sehr liebt und nicht weiß, was sie jetzt tun soll, und sowieso liege der Angebetete jetzt bestimmt schon mit Sasha im Bett und überhaupt …, hat Orla (die anscheinend wirklich aus der Geschichte mit ihr und Doc Gary gelernt hat) die erstaunliche Idee, dass Jo doch mal mit Tom reden könnte.

Und da Joanna sich trotzdem weiter hängenlässt, droht Orla sogar, dass sie Tom anrufen würde, wenn Jo nicht bis Montag mit ihm Kontakt aufgenommen hätte!

Himmel, so langsam bekommt die Geschichte ja sowas wie … Tempo?


Perspektivwechsel: Kapitel 85 wird aus der Sicht von Joanna und Tom Kilmartin erzählt

Am nächsten Morgen tigert Tom unausgeschlafen durch seine Küche. Er ist immer noch stocksauer auf Sasha – und auch auf sich, weil er die Frau nicht beim ersten Treffen schon durchschaut hatte.
Schließlich war sie im Morrison Hotel schon fast über ihn hergefallen, woraufhin er sein Heil in der Flucht suchte. Wie konnte er sich da überhaupt zu einem zweiten Interview überreden lassen? Jetzt war ihm klar, welchen Zweck sie mit dieser neuerlichen Verabredung verfolgte. Aber ihre Begeisterung hatte ihm geschmeichelt, und er glaubte tatsächlich, dass ihr Interesse für Kaiser- und Zügelpinguine echt wäre. Außerdem hatte sein geschmeicheltes Ego schon den fertig gedruckte Artikel vor sich gesehen.
So geht es noch eine Weile weiter, während Tom darüber nachdenkt, dass er als Professor ja ständig willige Studentinnen abwehren muss und dass das nie ein Problem ist. Aber gerade jetzt, wo er doch seine Gefühle für Joanna entdeckt hat, ist alles so schwierig. Und überhaupt ist sie doch mit Ronan zusammen und wird nie wieder einen Blick für ihn übrig haben und …

Die Dummheit dieser Personen ist wirklich erschöpfend!

Immerhin ruft in diesem Augenblick Joanna an, um sich für ihr Weglaufen zu entschuldigen. Die ganze Szenen hätte sie so verlegen gemacht.

Eigentlich hatte Tom ja nach dem Annehmen des Anrufes gehofft, sie würde ihm gestehen, dass sie schrecklich eifersüchtig gewesen sei, weil sie ihn so schrecklich lieben würde, aber dann muss er doch erst einmal ein normales Telefonat mit Joanna führen.
„Jo, ich muss mich bei dir entschuldigen“, ließ er sich so gelassen wie möglich vernehmen. „Ich dachte Sasha Miller wäre längst weg, wenn du kommst. Sie hat mich zu meiner Forschungsreise im Dezember besucht.“
Da kam mit einem Mal Joannas Sinn für Humor heraus: „Nun, für diese Klimazonen war sie aber nicht ganz passend angezogen.“
Bei so einem netten Witz kann sogar Tom sich entspannen und eine Bemerkung darüber machen, dass „die dumme Gans“ ihn verführen wollte, obwohl er doch auf ganz andere Frauen steht.
Ausnahmsweise ist Joanna sogar mutig genug, mal direkt nachzufragen, was für ein Typ Frau denn eher sein Ding wäre, woraufhin sie eine Einladung für den Abend bekommt. Dann will er ihr erklären, was für eine Frau er bevorzugen würde, während sie ihm all ihre Neuigkeiten erzählen kann.

***

Da es bis zum Abendessen noch Zeit zu überbrücken gibt, beschließt Jo, dass sie doch noch einmal das Haus nach den mysteriösen Papieren ihrer Mutter durchsuchen könnte. Dabei denkt sie an ihre Mutter und trällert deshalb gedankenverloren los. „Lasst uns froh und munter sein … dann stell ich die Teller auf …“

Und auf einmal und ganz überraschend springt sie ein Gedanke an: Könnte es vielleicht sein, dass Catherine die Papiere hinter ihrer Tellersammlung versteckt hätte?! Aufgeregt krabbelt Joanna auf einen Stuhl und nimmt den Holzteller von der Wand, den Agnes ihrer Mutter zur Hochzeit geschenkt hat – und guck mal an, da klebt ein Umschlag!

Sofort rennt Joanna zum Telefon und teilt Tom mit, dass sie endlich die Papiere gefunden hat, und deshalb würde sie jetzt gern sofort vorbeikommen! Zum Glück ist Tom einverstanden und deshalb hüpft Jo noch unter die Dusche … und sucht ihre Satinunterwäsche … und zieht sich dreimal um … und schminkt sich … und guckt noch mal in den Spiegel  … und …

… dann fällt ihr ein, dass sie Tom an diesem Abend auch sagen muss, dass Ivan nicht sein Vater war. Ganz eventuell könnte diese Nachricht die erhoffte romantische Stimmung vielleicht trüben. Aber noch könnte man ja hoffen – vor allem, da sie sich soviel Mühe mit ihrem Aussehen gemacht hatte.
Ein Quäntchen zuviel Schlampe vielleicht, aber eine verzweifelte Situation erfordert schließlich drastische Maßnahmen …
(Vielleicht hätte sie auch noch ein paar Flaschen mitnehmen sollen?)

Kommentare:

SusiB hat gesagt…

Joanna wird von einem Gedanken angesprungen?! Na wenn das mal nicht das Highlight der Woche - ach was sag ich, des ganzen Buches ist! Aber wenn Tom und Joanna jetzt mal Klartext reden, fürchte ich wirklich, daß das Ende naht. Mindestens des Buches, wenn nicht gleich des Universums, wie wir es kennen. Was soll man denn bloß demnächst freitags machen, wenn man nicht mehr über die Erlebnisse dieser liebenswerten Personen und, äh, Hintern staunen kann??

Winterkatze hat gesagt…

Unfassbar, oder? Joanna denkt ... *g*

Eigentlich war ich ja davon ausgegangen, dass ihr sehr glücklich sein würdet, wenn die Freitagsfolter mit anschließendem Gelage aufs Ende zusteuert. ;)

Natira hat gesagt…

Nachdem ich heute in den frühen Morgenstunden, also so um 9 vielleicht?, schon mal diesen Post angelesen habe, habe ich ihn jetzt beendet. Ein Glas Jameson hatte ich vor Wiederaufnahme der Lektüre allerdings eingeschenkt *giggelt*

Schließlich müssen ja Ereignisse gefeiert werden: Tom und Jerry, äh Jo natürlich, kommen beziehungstechnisch etwas weiter -> Aber noch kann ja einiges schief gehen bei dem Geschäftsessen-Date mit einem Quentchen zuviel Schlampe.

Und dann dieser elegante Twist *nimmt einen Schluck Jameson und stellt im Übrigen die Flasche für mit Mitleser auf den Tisch*, dass Jo hinter Wandteller schaut!!!Schon allein der Anlass "Lasst uns froh und munter sein"! Ja ist denn jetzt schon Weihnachten?
*hicks*

Winterkatze hat gesagt…

Ohje, Natira, für dich wird es wirklich Zeit, dass das Wochenendbesäufnis ... äh ... "Kapitelweise" endet. ;) Schon am frühen Morgen wolltest du dir das antun, nur um dann mit einer Flasche in der Hand zurückzukehren? *tststs*

Natira hat gesagt…

Ich hatte gehofft, es ginge mal ohne und deswegen morgens reingeschaut ... es aber schnell wieder sein gelassen und auf den Abend verschoben... Kann ja nicht schon frühmorgens mit Jameson anfangen :)

Bibendum hat gesagt…

Puh! Da ist in den letzten drei Wochen, in denen ich nicht dazu gekommen bin, Kapitelweise zu lesen ja einiges passiert. Und ich "musste" das Ganze nüchtern ertragen, weil ich beschlossen hatte in der Fastenzeit keinen Alkohol zu trinken. Glücklicherweise gab es ein Eis als Ersatzdroge. ;)

Ich bin zumindest beruhigt, dass Jo trotz ihres aufregenden Lebens ihren Kater nicht vergisst und ihn immer fleißig füttert...

Natira hat gesagt…

Eis also?! Hat vermutlich den Vorteil, dass dann die Buchstaben nicht verschwimmen :) Auf der anderen Seite könnte sich das Gelesene aber besser einprägen als bei angeschickerter Lektüre *lach*

Und ja, um Jo's Kater muss man sich wohl keine Sorgen machen *LOL*

Bibendum hat gesagt…

Hmm, ja, Eis - war lecker. ;) Und den Zucker darin habe ich unbedingt gebraucht um Jo&Co zu überstehen.
Glücklicherweise konnte ich den Impuls meinen Kopf auf die Tischplatte zu dötzen erfolgreich unterdrücken. Sonst hätte es bestimmt verschwommene Buchstaben gegeben und ich hätte mir doch noch nen Jameson gegönnt. *g*

Winterkatze hat gesagt…

@Bibendum: Wenn du den Kopf mit der Tischplatte in Verbindung gebracht hättest, dann hättest du immerhin Eis zum Kühlen gehabt. Da wäre doch gar kein Jameson nötig gewesen. :D

Seid tapfer, ein Ende ist in Sicht! *kicher*

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