Freitag, 1. April 2011

[Kapitelweise] Linda Kavanagh: Meinem Herzen so nah (Kapitel 81, 82+83)

Kapitel 78 brachte uns mal wieder zurück zu Sasha Miller. Die "Journalistin" bereitete sich gerade auf ein zweites Interview mit Tom Kilmartin vor – in erster Linie, weil der Wissenschaftler nicht auf den ersten Blick ihr und ihrem Hintern verfallen ist. Dabei hätte Sasha doch Bedarf an einem reichen Ehemann …

Außerdem haben uns Catherine und Agnes mal wieder bewiesen, was für Intelligenzbestien sie sind. Denn direkt nach  Joannas Geburt wurde über dem Wochenbett schon der geniale Plan mit dem Testament ausgeklügelt, der überhaupt erst die Handlung in diesem Buch angestoßen hat. Und auch Mary bewies im 80sten Kapitel mal wieder, dass sie zwar eine tolle Sekretärin ist, aber als Frau regelmäßig auf dem Schlauch steht. So hätte sie es beinah fertig gebracht sich von Jim zu trennen, während dieser sie um ein – von Marys Kindern ungestörtes – Wochenende bitten wollte.

Nun stehen uns wieder ein paar aufregende Kapitel bevor – bitte dosiert den Whiskey heute sparsam, ihr müsst damit noch bis zum Ende des Buches kommen!

Perspektivwechsel: Kapitel 81 wird aus der Sicht von Tom Kilmartin erzählt

Tom ist gar nicht zufrieden mit sich, da er wohl gerade die schlechteste Vorlesung in seiner gesamten Karriere gehalten hat.
Aber wer konnte sich schon auf den Lebenszyklus der südamerikanischen Fruchtfledermaus konzentrieren, wenn das eigene Leben in Trümmer ging?
Grund für diese Missstimmung ist die Tatsache, dass Tom inzwischen aufgegangen war, dass seine Joanna etwas mit Ronan angefangen hat. Er hatte bei seinem Besuch in ihrem Büro genau gesehen, dass die beiden die Augen nicht voneinander lassen konnten. Und wer konnte es ihr verdenken, schließlich war Ronan kein langweiliger Universitätsprofessor, sondern ein aufregender Privatdetektiv! Während sich Tom vorwirft, dass er zu wenig getan hat, um Joanna rumzubekommen, wundert sich seine Sekretärin darüber, dass ihr Chef so neben der Spur ist …

Kapitel 82

Ronan hingegen hat gerade eine heiße Runde im Bett mit Joanna genossen, als aus ihm folgender Satz herausplatzt:
"Seine wir doch mal ehrlich, Joanna. Du brauchst mich jetzt nicht mehr, oder?"
Damit meint der Privatdetektiv nicht nur, dass er beruflich überflüssig ist, nachdem er alles in seiner Macht stehende getan hat, um Maura zu finden, sondern auch die private Situation. Denn ihm ist nur zu gut bewusst, dass Joanna eigentlich in Tom verliebt ist – und während Jo erst noch etwas über das Ganze nachdenken will, packt Ronan schon seine Sachen. Und eigentlich muss ihm unsere Superanwältin recht geben: Sie ist nur mit Ronan zusammen, weil Tom sie anscheinend nicht wollte, Ronan verflixt sexy aussieht und es toll ist sich geliebt zu fühlen. Zum Abschied schlägt Ronan noch vor, dass Joanna Tom doch mal einen kleinen Stups geben sollte, damit der endlich in die Puschen kommt, denn als guter Privatdetektiv ist ihm natürlich sofort aufgefallen, dass Tom bis über beide Ohren in Joanna verknallt ist.

Kaum hat Ronan also die Tür hinter sich geschlossen, greift Jo – mit dem Segen des ehemaligen Bettgefährten -  zum Telefonhörer und verabredet sich mit Tom für den nächsten Abend. Natürlich nur aus beruflichen Gründen, denn schließlich hat sie ihm doch ein paar Neuigkeiten mitzuteilen.

Und vor lauter Vorfreude auf Tom, kommt Joanna dann auch noch eine Viertelstunde zu früh zu ihm – dabei hatte er am Telefon erwähnt, dass er vorher noch ein Interview geben würde. Während Tom in die Küche eilt, um Teewasser aufzusetzen, geht die Badezimmertür auf und Jo steht vor der halbnackten Sasha.
Sasha war die Erste, die ihre Fassung wiederfand. "Mein Gott", meinte sie mit ihrer niedlichen Kinderstimme, "ich wusste nicht, dass Tom Gäste erwartet."
"Offensichtlich!", entgegnete Joanna und starrte Sasha an, die im Satin-BH und String-Tanga vor ihr stand.
Während sich Joanna fragt, ob Tom und Sasha schon im Bett waren oder das gerade erst vorhatten, sieht die Journalistin ein, dass ihr Verführungsversuch wohl in die Hose gegangen ist. In dem Moment erscheint Tom und muss geschockt feststellen, dass eine halbnackte Frau vor seiner Joanna steht. Und natürlich will sich die Superanwältin nicht anhören, dass die Journalisten sich Tee über die Sachen gegossen hat und dass er nie erwartet hätte, dass sie sich im Bad auszieht statt ihre Kleidung zu reinigen. So endet das Kapitel mit einer Joanna, die heulend davonfährt.

Perspektivwechsel: Kapitel 83 wird aus der Sicht von Agnes Kilmartin und Maura erzählt

Agnes geht mit dem fünfjährigen Tom spazieren – und trifft dabei zufällig eine Frau, die sie sofort wieder erkennt: Maura! Die beiden hatten sich zwar nur einmal gesehen, aber Agnes ist sich sicher, Harrys Witwe vor sich  zu haben. Und Maura hat ein Kind an der Hand, das ungefähr ein Jahr älter als Tom ist. Während Harrys Witwe eigentlich nicht mit Agnes zu tun haben will, bleibt diese aber solange hartnäckig bis die andere Frau mit ihr ein Gespräch anfängt. So tauschen die beiden Mütter ein paar Informationen aus:

- Maura hat Colettes Kind als ihr eigenes ausgegeben.
- Ivan hatte Colette getötet.
- Tom ist Harrys Sohn.
- Agnes kann Ivan nicht verlassen, weil dieser auf dem Geld sitzt.
- Maura ist pleite, da es wegen des angeblichen Selbstmordes von Harry keine finanzielle Unterstützung für sie gibt.

Am Ende teilt Agnes Maura noch mit, dass sie sie in Zukunft unterstützen will, denn schließlich sei ihr (genauer Colettes) Kind ja das von Agnes Mann Ivan. Um die Zeit zu überbrücken, bis Agnes eine Postanweisung von ihrem monatlichem Taschengeld abzwacken kann, drückt sie Maura noch ein goldenes Kreuz in die Hand, welches sie an diesem Tag um den Hals getragen hatte. Zuletzt tauschen die beiden Damen dann noch Adressen aus, wobei Agnes die von Catherine verteilt, weil sie nicht riskieren will, dass Ivan etwas von diesem Kontakt erfährt.

Kommentare:

irina hat gesagt…

Jo ist und bleibt ne dumme Nuss. Die verdient es gar nicht, dass ihr Lover sie so anstandslos ihrem Glück mit Tom überlässt! Andererseits handelt er wahrscheinlich aus reinem Eigennutz, er hat sicher einfach die Nase voll von der Bekloppten und ist froh, sie so elegant loszuwerden!

ZU niedlich auch dieses kleine Drama bei Tom! Und so gar nicht konstruiert … *doppelten Whisky kipp*

Übrigens: Keine Sorge um den Whisky, es gibt Nachschub im Laden! *g*

Winterkatze hat gesagt…

Nenene, der arme Ronan ist sooo geknickt, weil er sie doch liebt. Aber wenn man liebt und nicht zurückgeliebt wird, dann ist das doch depremierend ... *sniff*

Hm, ob es sich für die wenigen Kapitel noch lohnt eine neue Flasche zu kaufen? :D

Ich bin ja grundsätzlich froh, dass die ganze Geschichte so gar nicht konstruiert ist. :D

Natira hat gesagt…

erst einmal:
*losprustet*
Ich frage mich, wie viele Studenten diese Vorlesung besucht haben

Winterkatze hat gesagt…

Bei dem Thema? Hunderte! :D

Natira hat gesagt…

Ja, der Hörsaal ist knackenvoll, selbst vor den untersten Bänken sitzen noch Studenten, die nicht nur konzentriert einer Vorlesung über den Lebenszyklus der südamerikanischen Fruchtfledermaus lauschen,sondern eifrig mitschreiben. Das Klackern von Tastaturen und Kritzeln über Papier liefert das Hintergrundgeräusch der sicherlich spannend mit Präsentation gehaltenen Vorlesung. Und später werden sich mindestens 10 dieser Studenten dieses Thema als Basis ihrer Doktorarbeit aussuchen ...*nickt gewichtig*

Natira hat gesagt…

Ansonsten rettet den Whisky-Vorrat bei mir aktuell nur, dass ich mich gleich ins Auto setze und Sayuri besuchen fahre... Was ein Glück, für den Vorrat und meine Leber :)

Winterkatze hat gesagt…

Bei einem so großartigen Professor kann es doch gar nicht anders sein! *ist fest davon überzeugt!*

Winterkatze hat gesagt…

Wirklich ein Glück - und mit ihr kannst du vielleicht ohne Alkohol über das gerade gelesene hinwegkommen. ;) Grüß sie lieb von mir! :)

Natira hat gesagt…

Ach,und ich denke, Irina ist auf der richtigen Spur. Ronan reagiert so fix und äh kreativ! Das muss einfach sein Weg sein, diese komische Frau so "taktvoll" und schnell wie möglich, aus seinem Liebesleben zu entfernen :)

Die Grüße werde ich ausrichten!

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