Freitag, 18. Februar 2011

[Kapitelweise] Linda Kavanagh: Meinem Herzen so nah (Kapitel 70)

Letzte Woche durften wir eine doch recht unschöne Szene zwischen Catherine Brennan und Ivan dem Schrecklichen miterleben – und zum Ausgleich gab es dann noch ein Kapitel in dem Orla Joanna über ihre bevorstehende Vereinigung mit Doc Gary informierte … *hüstel*

Perspektivwechsel: Kapitel 70 wird aus der Sicht von Orla und Gary erzählt

Orla sitzt in ihrem Apartment und wartet auf Gary, der sie abholen will, obwohl sie angeboten hatte, dass sie mit dem Taxi in die Stadt fahren könnte. Nach unendlich vielen Blicken in den Spiegel ist Orla sich sicher, dass sie so gut wie nur möglich aussieht, und trotz der Probleme mit dem Gipsbein hat sie ihr Bettchen frisch bezogen …

Als Gary endlich klingelt, muss Orla feststellen, dass man mit Krücken doch verflixt langsam zur Tür humpelt – und kaum öffnet sie diese, da wird sie von dem heißblütigen Arzt auch schon in seine Arme gerissen. Obwohl er sie von oben bis unten abküsst und andeutet, dass man doch den Abend besser bei ihr Zuhause verbringen könnte, besteht Orla darauf, dass sie erst einmal Essen gehen.
„Ist dir klar, dass wir noch nie miteinander essen waren? Wir hatten noch nie eine richtige Verabredung! Es gibt noch so vieles, was wir nicht voneinander wissen.“
„Ja, aber es gibt doch immerhin so etwas wie Instinkt oder wie man das nennt“, murmelte Gary und knabberte an ihrem Ohr. „Orla, du bist die Frau, die ich will. Mehr muss ich gar nicht wissen. Aber du hast Recht: Heute Abend gehen wir aus und plaudern, was das Zeug hält.“
Die beiden speisen dann in einer Trattoria in der Nähe Spaghetti, füttern sich dabei ständig gegenseitig, damit sie sich dann – ebenfalls gegenseitig – die Sauce vom Gesicht wischen können. Doch irgendwann ist auch dieses Essen beendet und unsere Turteltäubchen finden sich in Orlas Wohnung wieder.
„Mein Gott, Orla, ich sterbe, wenn wir es jetzt nicht sofort tun“, flüsterte Gary, als sie Orlas Wohnung wieder betraten. „Den ganzen Abend warte ich schon darauf, endlich über dich herfallen zu können, und du lässt mich erst brav im Restaurant meinen Teller leer essen.“ Er hatte sich wieder über ihr Ohr hergemacht, das er mit zarten Bissen liebkoste. „Sogar Dessert mussten wir noch nehmen! Du bist wirklich vollkommen herzlos!“
Darauf hin fordert Orla ihn auf, doch herauszufinden ob sie vielleicht doch ein Herz hat und schon steht sie oben ohne da. Während Gary noch ein bisschen Rumfummelt, fragt er sich, ob er das alles vielleicht träumt, ob sie sich vielleicht gleich in Luft auflöst, denn so etwas Schönes könnte doch nicht wahr sein.
„Ich gehe nirgendwohin Gary. Höchstens ins Schlafzimmer! Komm schon, ich halte es keine Sekunde mehr länger aus …“
„Hm, vielleicht sollte ich dich ja noch ein wenig zappeln lassen“, schmunzelte er. „Ich musste ja auch den ganzen Abend lang schmoren ...“
„Gary, wenn du  mich jetzt noch länger hinhältst“, stöhnte Orla, „bringe ich dich um.“
Der Doc spielt aber lieber noch ein bisschen weiter mit Orlas Busen und bringt sie so zu der Aussage:
„Wenn du tot wärst, würde wenigstens bald die Totenstarre einsetzen.“

Als Mediziner kann er sie allerdings darauf hinweisen, dass so eine Totenstarre nicht lange anhält, und dass er lebend hingegen in der Lage wäre, ihr viele Jahre zu Diensten zu sein.
Orla hingegen besteht erst einmal auf einen „Probebehandlung“, bevor sie sich Gedanken über eine lebenslange Bindung machen will.
„Soll das heißen, dass du mich heiraten würdest, Orla?“
„Gary, jetzt halt endlich den Mund und tu es!“
„Nicht, bevor du nicht versprochen hast, mich zu heiraten.“
„Sollten wir nicht vorher prüfen, ob alles funktioniert?“
Gary nahm ihre Hand und legte sie auf seine harte Männlichkeit. „Glauben Sie nicht, dass hier alles klar ist, Madam?“
„Oh, Gary, ist das schön!“
Im Nu drängte Gary sie aufs Bett. Orla schrie auf, als ihre Körper sich vereinigten und sie gemeinsam den Höhepunkt erreichten.
Danach liegen die beiden noch weiter im Bett und freuen sich darüber, dass eine „wunderbare Zukunft“ vor ihnen liegt.
Schließlich begann Gary als Erster zu sprechen: „Habe ich den Test nun bestanden? Falls ja, könntest du mir jetzt dein Jawort geben.“
Orla lächelte erschöpft: „Ja, Liebster. Ich will dich heiraten.“
Orla sinniert dann noch etwas darüber, dass sie sich so wenig kennen, sie sich aber nicht schöneres vorstellen kann als Gary zu heiraten – denn schließlich liebt sie ihn ja so!
Und natürlich ist Gary auch glücklich, aber etwas sei da noch …
Orla kicherte: „Ich wusste ja, dass die Sache eine Haken hat. Ich werde mich weder auf eine offene Ehe einlassen noch auf ein Zusammenleben mit deiner Mutter. Ich will dich ganz allein für mich haben.“
„Ich fürchte aber, du musst mich mit etwas ziemlich Großem, Haarigem teilen …“
Orla gluckste und tat so, als verstünde sie seine Anspielung auf Bruce nicht. „Etwa mit diesem interessanten Ding, das sich da unter meiner Hand aufbäumt?“
„Lieber Himmel, Orla. Bei diesem Tempo bin ich bald völlig am Ende …“
„Dann stirbst du wenigstens glücklich“, sagte sie und küsste ihn auf die Nase, bevor ihre beiden Körper sich erneut verbanden.


Da ich diese unglaublich „romantische“ Stimmung nun nicht zerstören will (und der kommende Teil doch etwas länger ist) gibt es das nächste Kapitel erst in einer Woche.

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