Freitag, 14. Januar 2011

[Kapitelweise] Linda Kavanagh: Meinem Herzen so nah (Kapitel 62 + 63)

Das sechzigste Kapitel brachte mal wieder eine „Joanna und Orla trinken in einer Bar“-Szene, bei der die beiden Freundinnen auch noch über Tom stolpern, der dort den Abend mit Sasha verbringt. In dem folgenden Kapitel wurde es dann noch einmal dramatisch als Agnes erfährt, dass ihr Geliebter Harry Sweeney sich im Gefängnis umgebracht haben soll.

Perspektivwechsel: Kapitel 62 wird aus der Sicht von Mary O’Dowd erzählt

Mary steht vor dem Spiegel und kommt sich alt und hässlich vor – kein Wunder, schließlich ist sie ja schon Anfang 40. Dabei wäre sie jetzt so gern jung und hübsch, denn in einer halben Stunden wird Jim erwartet, der mit Marys Sohn Paul endlich zum dem langerwarteten Gaelic-Football-Spiel geht.

Sogar Töchterchen Emma hat sich von der Football-Begeisterung ihres Bruders anstecken lassen und beschlossen, dass sie die gegnerische Mannschaft anfeuern wird. So herrscht im Hause O’Dowd gerade wunderbar entspannte Stimmung.

Nur Mary hängt etwas jammernd vor dem Spiegel, frisiert sich noch einmal um, überlegt hin und her bis sie endlich einen Lippenstift aufträgt – und wird dabei von Emma erwischt. Dieser versichert ihr natürlich, dass sie (für eine Frau ihres Alters) noch ganz gut aussieht und scherzt darüber, dass Muttern wegen des Besuchs von Jim so aufgeregt ist.

Nach zwei Sätzen zwischen Tür und Angel ist Jim auch schon weg, denn schließlich müssen er und Paul sich vor dem Spiel noch im Fan-Shop einkleiden. Dafür hat er zugesagt, dass er abends mit der Familie essen wird, und vorgeschlagen, dass Mary und er danach ja auf einen Schlummertrunk in den Pub gehen könnten.

Somit verbringt die gute Mary die kommenden Stunden vor dem Kleiderschrank bis sie sich für eine Hose und einen Pulli entscheidet – und ihr dabei auffällt, dass sie immer noch ihren Ehering trägt. Also entfernt sie den Ring und macht sich dann doch noch ans Kochen, bevor der Sohn und der potenzielle neue Freund wieder zurückkommen …


Kapitel 63

Joanna steht in ihrer Küche und guckt sich verzweifelt um, da sie absolut keine Ahnung hat, wo ihre Mutter Unterlagen versteckt haben könnte – wenn diese Unterlagen denn überhaupt existieren. Während sie ihre Katze Devil streichelt, beschließt sie 1. dass sie im Dachgeschoss mit der Suche anfangen wird und 2. dass sie diese Zeit nicht in Rechnung stellen wird, da sie ja inzwischen ein persönliches Interesse an den beteiligten Menschen hat.

Doch bevor unsere Superanwältin aktiv werden kann, klingelt das Telefon. Leider ist am anderen Ende nicht Ronan (von Joanna heiß erhofft) sondern Orla (immerhin auch eine Ablenkung von der Arbeit) und natürlich verabreden sich die beiden zum nächsten Kneipenabend (für beide mit Drinks verbunden, aber nur Orla hat vor ein paar Männer aufzureißen – Joanna ist ihr Privatleben gerade kompliziert genug).

Nachdem der Abend also schon verplant ist, rafft sich Jo doch noch auf und durchwühlt ein paar Kisten. Kaum macht sie eine kurze Pause, klingelt es an der Tür. Einen kurzen Moment lang überlegt sie, ob sie nicht aufmachen sollte, schließlich ist sie müde und dreckig, dann öffnet sie aber doch dem unerwarteten Besucher die Tür. Zu unserer aller Überraschung steht Ronan, der Privatdetektiv, vor der Tür. Frisch aus England eingetroffen, wo er leider keine Spur von Maura gefunden hat, und bereit Joanna in seine überaus attraktiven Arme zu schließen.

Nach einem gierigen Kuss im Flur wandern die beiden Turteltäubchen ins Schlafzimmer und vergnügen sich bis Joanna einfällt, dass sie ja mit Orla verabredet ist. Und da Ronan so ein verständnisvoller Mann ist, erklärt er sich bereit das Bett warm zu halten bis Joanna wieder nach Hause kommt. Er ist sogar bereit in ihrer Abwesenheit das Haus zu durchwühlen, um dabei vielleicht die Unterlagen zu finden, die Catherine versteckt haben könnte. Joanna ist überglücklich über seine Hilfsbereitschaft und freut sich, dass er schon mal den Schreibtisch ihrer Mutter durchwühlt, während sie sich für ihr Treffen mit Orla anzieht.

Doch dabei bemerkt Ronan, dass das ein zu eindeutiger Ort für die Dokumente wäre. Außerdem bewundert er den guten Geschmack von Catherine, die die Teller, die sie gesammelt hat, an der Wand ihres Arbeitszimmers aufgehängt hat. Und nicht zuletzt meint er, dass er gut für diesen Abend auf Jo verzichten kann, da sie ja noch sooo viele Nächte vor sich haben.

Für Joanna ist das der Beweis, dass Ronan in ihre mehr als ein Abenteuer sieht, und so stürzt sie sich überglücklich in die Nacht, um Orla zu treffen. Während sie verfolgt, wie Orla den Abend lang immer wieder mit dem selben Typen tanzt, kann sie nur daran denken, dass sie endlich zu Ronan zurückkehren kann, wenn Orla die Nacht mit ihrem neuen Freund verbringen sollte …

Kommentare:

irina hat gesagt…

Also, dazu fällt mir nur eins ein: Alle verrückt!!!

*Bowmore für bereitstell*

Winterkatze hat gesagt…

@Irina: Tsts, das kannst du doch besser kommentieren! Oder gehörst du auch zu den Frauen, die wegen einer zwei-Sekunden-Begegnung stundenlang vor dem Kleiderschrank hängen? Fühlst du dich mit Anfang 40 auch alt und ausgelaugt und würdest jederzeit deinen neuen Lover darum bitten, dass er all deine Schränke durchwühlt? :D

Ich nehm heute auch mal einen Schluck! Danke! :)

irina hat gesagt…

Ich bin doch noch gar keine 40, wie soll ich wissen, was ich in feeeeeeeeeeeerner Zeit tun werde!? *gg*

Im Moment gehör ich jedenfalls eher zu den Leuten, die sich nicht weiter mit ihrem Kleiderschrank beschäftigen. Und ich kann mir auch nicht vorstellen, irgendwelche seltsamen Typen meine Schränke durchwühlen zu lassen! So verzweifelt war ich nie!

Winterkatze hat gesagt…

Ach, doch noch nicht so alt. ;) Aber es ist beruhigend zu hören, dass du so verzweifelt noch nie warst. *dumdidum*

Natira hat gesagt…

Mary, Mary, Mary ... *seufzend den Rollator sucht*

Und Orla ist ja sooo produktiv! Und wie üblich geistig umnachtet, dass sie Ronan zu Hause rumlungern lässt!

Und der Ronan, der supi-nette-voll-geile Typ will wirklich auf die Jo, ne, die klasse Frau, warten! Und lässt uns an seinem supi-geilen-guten Geschmack zu Wandtellern teilhaben! Ausserdem bin ich jetzt blind von der Ausstrahlung seines und Jos strahlenden Intellektes - Unterlagen im Schreibtisch? NEVER! Da fängt man doch nicht an mit der Suche!

*schnappt sich den Bowmore* Danke Irina! und
PROST... *stellt die Flasche nicht zu weit weg*

Bibendum hat gesagt…

Ich schließ mich Irinas Meinung an: Alle verrückt!

Und Jo hätte beinahe die Kneipentour mit Orla vergessen. Wie konnte das nur passieren?

*schenkt sich auch einen Bowmore ein* Danke Irina! Auf Euer Wohl! *lässt die Flasche weiter kreisen*

Winterkatze hat gesagt…

@Natira: Ich weiß nicht, ob du dir das nach einem harten Arbeitstag noch antun solltest. Mary und Jo scheinen dir nicht gut getan zu haben ... *guckt besorgt und entreißt Natira die Flasche*

@Bibendum: Gut, dass du die Flasche weiter leerst, bevor Natira noch mehr trinken kann ... ;)

Natira hat gesagt…

He! *schaut Winterkatze an*
Du kannst doch nicht einfach Irinas und Bibendums Flaschen einkassieren!
*kettet die Glenfiddich-Flasche fest ans Handgelenk*

Winterkatze hat gesagt…

@Natira: Wenn ihr die Flaschen auf meinem Blog stehenlasst, dann nehme ich mir diese Freiheiten heraus. :D Außerdem mache ich mir doch nur Sorgen um meine Leser ... :)

Bibendum hat gesagt…

Och Winterkatze, nun tu doch nicht so besorgt. Du willst die Flaschen doch nur haben, damit du selbst den Rest des Buches noch überstehst. ;)
*stellt den Nachschub ins Geheimfach*

Winterkatze hat gesagt…

Ich habe das schon einmal ohne Alkohol geschafft - ich schaffe dann doch auch die zweite Runde ohne Stimulanz! *hicks*

Natira hat gesagt…

*kichert und füllt sich ein Glas aus Winterkatzes konfiszierten Whiskey-Flaschen nach*

SusiB hat gesagt…

Hab ich das richtig verstanden, daß Joannas Ex-Beinahe-Flamme Tom jetzt mit Sasha-mit-dem-Hintern um die Häuser zieht? Das ist jetzt aber echt doof, denn der gute Ronan wird schon bald entdecken, daß er eigentlich auf Männer steht (seine Vorliebe für Wandteller ist ein eindeutiges Zeichen).
P.S.: Was ist Bowmore - etwa das, was die Autorin beim Schreiben des Buches getrunken/geraucht/sich durch die Nase gezogen hat??

Natira hat gesagt…

oder Ronan schwenkt auf Sasha um ... auch dafür könnte Ronans super Wandtellergeschmack ein Anzeichen sein :D

Die Autorin konnte sich bestimmt keinen guten schottischen Whisky leisten, bei diesem Ergebnis *kichert*

Winterkatze hat gesagt…

@Susi: Ja, ich fürchte, das hast du richtig verstanden. :D Ronan und die Wandteller sind wirklich verdächtig, aber ob deine Vorhersage eintreffen wird?

Und ich hatte auch erst wiki fragen müssen, damit ich nun berichten kann, dass Bowmore eine schottische Whiskybrennerei ist, die den gleichnamigen Alkohol herstellt. ;)

@Natira: Deine Fantasie geht mit dir durch! Oder meinst du, dass Linda K. das auch noch fertig bringen wird? *eeks*

Und so beliebt wie die Autorin anscheinend bei manchen Leuten ist (ich krame jetzt nicht wieder die positiven Rezensionen raus ;) ), kann sie sich vielleicht ein Fläschchen davon leisten. Oder meinst du, dass günstigere Rauschmittel für die Qualität des Textes verantwortlich sein müssen, da man von gutem Whisky nicht solch ein verqueres Gehirn bekommt? ;)

Natira hat gesagt…

@Winterkatzee
genau...letzteres.
So billige Fusel ist einfach nicht gut fürs Geschäft :D

Winterkatze hat gesagt…

Vermutlich ist sie einfach nur zu oft mit ihrer besten Freundin durch die Kneipen gezoge - und die ganze Geschichte ist biografisch ... *hüstel*

Natira hat gesagt…

OMG!
Was für eine Vorstellung! So ein "ICH"! So ein Leben! So eine Freundin! *dieAugengroßaufreißt*

Winterkatze hat gesagt…

Immerhin müssten wir uns dann keine Gedanken mehr um die Fantasien dieser Frau machen ... *dumdidum*

Natira hat gesagt…

*giggelt*

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