Freitag, 7. Januar 2011

[Kapitelweise] Linda Kavanagh: Meinem Herzen so nah (Kapitel 60 + 61)

Das Jahr 2010 endete mit weiteren drei Kapiteln rund um Joanna und all die anderen „liebenswerten“ Personen, die uns nun schon einige Zeit begleiten. Doc Gary hat in Kapitel 57 seine Nachbarin Ellen aus dem Krankenhaus nach Hause begleitet und dabei ganz zufällig ein paar Details über Ellens prügelnden Ehemann Jackie und seine frühere Verbindung zu Ivan Kilmartin erfahren. Außerdem konnten wir miterleben, wie Agnes doch noch so etwas wie Rückgrat entwickelte und ihren Harry aus dem Gefängnis holen wollte, allerdings wurde sie daran von ihrem Mann und seinem Spießgesellen Paddy gehindert. Und der ehemalige Polizist Jim McHale hat herausgefunden, dass Harry Sweeney ein netter Mann war und sein Selbstmord vermutlich keiner war …

So langsam steuern wir zielsicher auf das Ende der Geschichte zu. Nur noch 130 Seiten liegen vor uns. ;)

Kapitel 60

Joanna und Orla hängen in einer Bar rum und gönnen sich einen Drink nach Feierabend … (Ich hoffe, meine Leser nehmen sich nicht schon wieder ein Beispiel daran! ;) ) Inzwischen kann Jo es nicht länger zurückhalten und erzählt ihrer besten Freundin von der wahnsinnig aufregenden Nacht, die sie mit dem Detektiv Ronan verbracht hat. Während Orla unsere Superanwältin damit aufzieht, dass sie ein Flittchen ist, weil sie 1. trotz ihrer Gefühle für Tom mit Ronan ins Bett gegangen ist, weil sie 2. nach nur einem Kneipenabend mit Ronan ins Bett gegangen ist und weil sie 3. doch immer geschworen hat, dass sie niemals Berufliches mit Privatem mischen wollte, weiß Joanna gar nicht, wie sie sich verteidigen soll. Ich erspare euch mal den genauen Dialog, denn zuletzt las ich so einen in einem Jugendbuch, in dem die beiden weiblichen Hauptfiguren zwölf Jahre alt waren (- okay, die beiden hatten allerdings keinen Sex mit den Jungen, über die sie geredet haben).

Nach einem kurzem Abschweifen zu den Themen "Harry Sweeney ist unschuldig" (was ja auch Jos Mutter schon bei dem Besuch im Pflegeheim gesagt hatte), "Agnes und Harry hatten eine Affäre" und "Tom kann mit diesem Wissen gut leben" kommen die beiden Freundinnen zu dem Schluss, dass Joanna doch einfach genießen soll, was sie (an Sex) bekommen kann, während Orla Doc Gary nicht weiter hinterhertrauern wird (was ich überaus vernünftig finde, wenn man bedenkt, dass sich die beiden bislang nur einmal getroffen hatten und der Meinung sind, dass der jeweils andere in festen Händen ist *seufz*). Kaum sind diese Entschlüsse getroffen, erblickt Joanna zwei bekannte Gesichter:

Tom Kilmartin kommt in Begleitung von Sasha Miller und ihrem Hintern in die Bar!

Natürlich beobachten Jo und Orla genau, was die beiden tun und bekommen so mit, dass Tom Sasha einen Drink bestellt, dass Sasha heftig mit ihm flirtet und dass ihn dies zwar etwas verlegen macht, er sich aber anscheinend auch etwas geschmeichelt fühlt. Während Jo noch diese seltsame Begegnung verkraften muss, meint Orla, dass das doch eigentlich gar kein Problem sei, da die Anwältin ja mit ihrem Privatdetektiv etwas angefangen hat. Darauf weiß Joanna keine Antwort zu geben und kippt lieber ihren Drink in einem Zug runter. Für Orla ist das der Anlass, um noch etwas in der Wunde rumzubohren und Joanna darauf hinzuweisen, dass sie die Sache mit Tom ja gründlich versiebt hatte … und sowieso sollte die Anwältin doch jetzt zufrieden sein, da sie so einen gutaussehenden Hengst fürs Bett gefunden hat, was schließlich mehr sei, als Orla aufzuweisen hätte.

Doch ganz so glücklich scheint Joanna nicht zu sein:

Im Moment gab es zu vieles, was ihr Angst machte: die fortschreitende Erkrankung ihrer Mutter, die immer tiefer in ihrer Demenz versank, der mögliche Verlust von Toms Freundschaft – oder Liebe – und die neue Beziehung zu Ronan O’Farrell. Gott, bin ich ein Jammerlappen, dachte sie. Ich glaube, ich bleibe besser hier und lasse mich volllaufen, bis mir alles egal ist …


Perspektivwechsel: Kapitel 61 wird aus der Sicht von Agnes Kilmartin und Catherine Brennan erzählt

Am Tag nach ihrem Autounfall springt Agnes früh aus dem Bett. Während Ivan der Schreckliche vermutlich schon auf einer Baustelle ist, sind die Krankenschwester und die Putzfrau noch nicht zur Arbeit gekommen. Diese kurze Zeit ohne Aufsicht nutzt Agnes, um sich in ihr Auto zu werfen und sich auf den Weg zur Polizei zu machen. Doch noch während der Fahrt hört sie im Radio, dass es in der Nacht im Mountjoy-Gefängnis zu einem Todesfall gekommen ist. Der Gefangene Harry Sweeney hat sich mit seinem eigenen Bettlaken erhängt. Schockiert landet Agnes mit ihrem Auto in der nächsten Hecke.

Catherine hingegen weiß noch nichts von diesen Ereignissen, macht sich aber Sorgen, weil sie seit dem gestrigen Morgen nichts mehr von Agnes gehört hat. Obwohl Ivan es nicht mag, wenn sie Agnes besucht, macht sie sich auf den Weg, um nach der Freundin zu gucken – vor allem, weil sie per Telefon nur eine Krankenschwester erreichte, die ihr mitteilte, dass Agnes im Bett liegen würde.

Ivan und Paddy sind ganz zufällig in dem Moment daheim, als Catherine klingelt, und Ivan trägt Paddy auf, die Tür zu öffnen, damit er das Gesicht der Frau sehen kann, wenn sie von Harrys Tod erfährt. Was für ein Schurke!

Kommentare:

Natira hat gesagt…

Das war ja relativ kurz, aber intensiv heute *hicks*
Der Barbesuch war ja beinahe erträglich mit Orla ;) *stellt die Flasche Glenfiddich auf den Tisch*
Eigentlich fehlen noch Declan und Ronan... aber der Abend in der Bar ist ja vielleicht noch nicht beendet

Agnes ist sehr agil - sorry, ich habe sie förmlich durch das Haus und ins Auto springen sehen "ab durch die Hecke" (*kichert und nimmt noch einen Schluck*) Und Ivan ist soooo böse!

Bibendum hat gesagt…

Ich habe endlich einen vernünftigen Satz in diesem Buch gefunden: ... und lasse mich volllaufen, bis mir alles egal ist ...

In diesem Sinne vielen Dank an Natira für den leckeren Glenfiddich.

Natira hat gesagt…

*hicks*
Du bist gut, Bibendum! Dank an Dich, schließlich kam die Flasche ja dieses Mal von Dir :D
*läss Flasche für die weiteren Leser stehen*

irina hat gesagt…

Nur noch 130 Seiten – das macht mir Mut. (Mit oder ohne Kapitel 60 und 61?! *g*)

Ich hab gerade vorsichtshalber auch noch ne Flasche "Glenfiddich" im Getränkemarkt mitgenommen – sonst stürzt KAPITELWEISE die arme Natira noch in den Ruin!

Winterkatze hat gesagt…

@Natira: So kurz kam es mir beim Vorschreiben gar nicht vor - und das nächste Kapitel wird dafür wieder etwas ... länger ... ;) Declan, Ronan und Tom in einem Kapitel? Du wirst ja langsam gierig! :D

@Bibendum: Ich dachte mir schon, dass euch dieser Satz gefallen würde ... ;)

@Irina: Äh, noch 130 Seiten von Kapitel 62 bis zum Ende. Und ihr könntet ja auch Beruhigungstee trinken oder so! ;)

Natira hat gesagt…

@Irina
DANKE

Aber die letzte Flasche kam ja von Bibendum :D

@Winterkatze
Beruhigungstee? Soviel kann man davon ja gar nicht kaufen, kochen und trinken, wie benötigt wird *lach*

Bibendum hat gesagt…

@Winterkatze: Beruhigungstee ist wirklich keine gute Idee. Davon muss ich immer so oft auf's Klo. Das würde ja bedeuten, dass ich meinen Laptop mit ins Bad nehmen müsste, bei den Mengen Tee, die ich in mich schütten müsste und die wieder rausfließen wollten. Das wäre wirklich uncool zum Kapitelweise-lesen immer erst auf's stille Örtchen zu verschwinden. ;)

Ich glaube, wir bleiben beim Glenfiddich. :)

Winterkatze hat gesagt…

Beruhigungstee! Mir reicht der ja auch - und dabei muss ich die Geschichte in der Langform verkraften! ;)

@Bibendum: Da hast du gerade eine Vorstellung bei mir hinterlassen, die ... äh ... ich mir nicht vorstellen mag. ;) Naja, besser mit Tee und Laptop auf dem Stillen Ort, als kopfüber mit der Whiskeyflasche ... *dumdidum*

Natira hat gesagt…

*kichert*

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