Freitag, 31. Dezember 2010

[Kapitelweise] Linda Kavanagh: Meinem Herzen so nah (Kapitel 57, 58 und 59)

Zu Weihnachten gab es einen Besuch von Catherine im Gefängnis, wo ihr Harry versicherte, dass seine Agnes sich auf jeden Fall weiterhin gut mit Ivan dem Schrecklichen stellen sollte, damit ihrem Kind nichts passiert. Außerdem langweilte sich die verführerische Sasha mit dem dicken Hintern bei der Arbeit und Joanna wurde von Mary zu etwas mehr Arbeitseifer ermahnt.

Perspektivwechsel: Kapitel 57 wird aus der Sicht von Doc Gary erzählt

Der Doc hat gerade erst seine Nachbarin Ellen aus dem Krankenhaus abgeholt. Glücklicherweise behält Ellen keine äußerlichen Spuren der letzten Misshandlung ihres Mannes zurück, auch wenn sie seelisch noch etwas angeschlagen ist. Dafür hat sie sich bereiterkärt, ihren Mann Jackie zu verlassen. Dieser ist auch schon von der englischen Polizei wegen der Körperverletzung an seiner Frau verhaftet worden – und dabei fiel den Ordnungshütern gleich auch noch ein gestohlenes Auto in die Hände. Wenn Ellen in beiden Fällen gegen Jackie aussagt, dann dürfte dieser für einige Zeit im Knast verschwinden. Währenddessen hat sich Ellen im Krankenhaus zur beliebtesten Patientin entwickelt und ganz viel Besuch von ihren Arbeitskollegen bekommen …

Und da Ellen keine besonders große Lust hat, ihr trautes Heim zu betreten, lässt sie sich von Doc Gary noch auf einen Tee einladen. In Zukunft will sie erst einmal im Frauenhaus wohnen, wo man ihr helfen wird, ein neues Leben zu beginnen – und sowieso hat sie auf einmal so viele Freunde, die ihr helfen werden, dass sie so gar keine Angst vor der Zukunft mehr zu haben braucht. Und Gary bietet ihr sogar an, seine Anwältin wegen der Scheidung und den Vermögensregelungen zu fragen, denn alles Geld in ihrem Besitz gehört ja eigentlich ihrem Mann – und ist mit illegalen Tätigkeiten verdient worden.

Bei einem heißen Tässchen erzählt Ellen Gary auch noch davon, wie sie Jackie damals kennengelernt hat. Ihre beste Freundin war ermordet worden, sie hatte schon eine Weile auf dem Strich gearbeitet und dann kam Jackie an und hat sie um ihre Hand gebeten. Doch schon kurz nach der Hochzeit hat er angefangen, sie zu schlagen, und behauptet, dass sein Vater ihn dafür bezahlt hätte, dass er Ellen heiratet.

Der Papa wäre ja auch schlimmer Finger gewesen und hätte für den großen Ivan Kilmartin gearbeitet, der Schuld an dem Tod von Colette Devane gewesen ist. An diesem Punkt horcht Gary auf, denn Joanna hatte ihm ja gerade vor Kurzem erst von ihren Nachforschungen in diesem Fall berichtet (ich lasse jetzt lieber nicht noch einmal das Wort „Schweigepflicht“ fallen) – und obwohl Ellen keine Ahnung hat, warum jemand etwas über einen Fall wissen möchte, der schon 35 Jahre alt ist, verspricht sie ihm, dass sie Joanna gegenüber alles erzählen will, was sie über die Sache weiß.


Perspektivwechsel: Kapitel 58 wird aus der Sicht von Catherine Brennan, Agnes Kilmartin, Paddy Byrne und Ivan Kilmartin erzählt

Agnes hat Catherine angerufen und ihr mitgeteilt, dass sie nun zur Polizei gehen wird, um Harry ein Alibi zu geben. Während Cats befürchtet, dass Ivan Agnes was antun könnte, ist Agnes davon überzeugt, dass alles gut ausgehen könnte, wenn sie gleich nach ihrer Aussage – natürlich mit Harry zusammen – einen Flug nach Australien nimmt. Sie würde nicht einmal zurück nach Hause fahren, um ihre Sachen zu packen. Und Catherine soll doch bitte Agnes' Auto verkaufen, denn das Geld werden die Turteltäubchen brauchen ...

Kurz darauf erhält Ivan einen Anruf von Paddy. Paddy hatte Agnes bespitzelt und deshalb auch ihr Gespräch mit Catherine gehört. Er informiert Ivan darüber, dass seine Frau gerade auf dem Weg zur Polizei ist, um Harry Sweeney ein Alibi für die Mordnacht zu geben. Während Ivan in Panik verfällt, verspricht Paddy, dass er sich schon um das Ganze kümmern wird.

So ruft Paddy sein Söhnchen Jackie an und wirft ihn damit aus dem Bett. Jackie soll sich sofort in seinen Wagen werfen und Agnes in einen Unfall verwickeln. Wenn ihm das gelingt, dann kauft ihm Ivan auch bestimmt einen neuen Wagen …

Als Agnes zu sich kommt, erinnert sie sich vage an einen Unfall mit dem Auto, an einen jungen Mann, der sich entschuldigt, und an Ivan, der bei der Unfallstelle auftaucht. Während sie noch versucht, ihr bisschen Verstand zusammenzureißen, hört sie, dass Ivan dem jungen Mann ein neues Auto verspricht, obwohl er doch den Unfall verursacht hat. Kurz darauf ist Agnes auch schon mit einer Krankenschwester versorgt worden, die einen Haufen Beruhigungsmittel bei der Hand hat. Doch noch ist sich Agnes sicher, dass sie sich am nächsten Morgen ganz früh aus dem Haus schleichen könnte, um ihren Harry zu retten!

Während Agnes noch Hoffnung auf ein glückliches Leben an Harrys Seite hat, beauftrag Ivan der Schreckliche Paddy damit, erneut eine Lösung zu finden. Dieser hat auch schon die passende Idee, schließlich schulden ihm einige Aufseher des Mountjoy-Gefängnisses noch einen Gefallen und Ivan ist bereit, einige Tausender springen zu lassen. Außerdem müsste dann keiner mehr befürchten, dass der Schwächling Jackie im Zeugenstand einbricht, wenn er aussagen müsste, dass er Harry und Colette zusammen gesehen hat.


Perspektivwechsel: Kapitel 59 wird aus der Sicht von Jim McHale erzählt

Jim McHale grübelt über sein Leben nach. Nach dem Tod seiner Frau hatte er alle Hoffnungen auf eine glückliche Beziehung begraben und nun fühlt er sich doch wieder zu jemandem hingezogen. Mary ist wunderschön und lieb und großartig und … Jim mag auch ihre Kinder, aber er hat Angst, dass sie zwar Freunde werden könnten, sie in ihm aber eher einen Handwerker und Vaterersatz sehen würde. Außerdem ist da noch seine Tochter, die ihm vielleicht nicht verzeihen kann, dass er nach dem Tod ihrer Mutter wieder eine Frau findet …

Bei all dem Gegrübel bekommt er Sehnsucht nach Mary, doch ans Telefon bekommt er nur ihren Sohn Paul. Das ist aber kein Problem, denn die beiden unterhalten sich noch etwas über das Spiel, das sie am Wochenende angucken wollen. Danach überlegt sich Jim, dass er doch mal Orla anrufen könnte, die ja immer noch Informationen über Harry Sweeney suchen würde.

Und da einer seiner ehemaligen Kollegen an diesem Fall gearbeitet hat und dessen Bruder Aufseher in Mountjoy war, hat Jim doch noch einiges über die damaligen Vorgänge erfahren. Denn der Gefängniswärter war damals der Meinung, dass Harry ein supernetter Mensch sei, den Mord nicht begangen habe – und er war sich sicher, dass Harrys Selbstmord gar keiner war.

Und mit diesem "Knaller" wünsche ich euch heute Abend einen guten Rutsch ins neue Jahr! ;)

Kommentare:

Tanja hat gesagt…

Liebe Winterkatze! Dir und deiner Familie wünsche ich einen guten Rutsch ins neue Jahr... auf das wir alle gesund bleiben und glücklich sind.
glg, Tanja

Winterkatze hat gesagt…

Danke, Tanja! Ich hoffe, ihr hattet einen schönen Übergang ins neue Jahr. :) Für 2011 wünsche ich euch ganz viel Gesundheit (das scheint ja nötig zu sein) und viele gemütliche Stunden mit netten Menschen und guten Büchern. :)

Natira hat gesagt…

Wie gut, dass ich hier noch Sekt stehen habe ... Obwohl ich befürchte, dass der Alkoholgehalt nicht reicht, um das gerade Gelesene zu verdauen.

Langsam denke ich ja, dass Anges und Cat nur mit einem geringen Anteil des normalen Intellekts auf die Welt gekommen sind - Und was das erst für die Kinder bedeutet ...

Winterkatze hat gesagt…

@Natira: Über Cats und Agnes Intelligenz will ich auch lieber nicht nachdenken. Noch bedenklicher finde ich allerdings die Verfassung der Autorin!

Da passiert endlich mal was in dem Buch - und sie erzählt es in der Rückschau aus der Perspektive der benommenen Agnes! *umfall*

Natira hat gesagt…

Zumindest ist sie konsequent. Das Buch hätte sonst ja eine herausragende spannende und wohlgestaltete Szene ;)

Winterkatze hat gesagt…

Das wäre immerhin mal ein Lichtblick in diesem Roman ...

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