Freitag, 24. Dezember 2010

[Kapitelweise] Linda Kavanagh: Meinem Herzen so nah (Kapitel 54, 55+56)

Letzte Woche durften wir wieder ein Telefonat zwischen Orla und Joanna verfolgen, bei dem sich Orla darüber ausgeheult hat, dass Doc Gary wohl verheiratet ist. Dann gab es noch eine Szene mit Doc Gary und seiner Nachbarin Ellen und zuletzt besuchten Joanna und Tom Catherine im Pflegeheim und haben ein paar Sachen über Toms Mutter Agnes erfahren … Für  uns Leser gab es da nicht viel neues, aber wer weiß, was die nächsten Kapitel so zu bieten haben. ;)

Perspektivwechsel: Kapitel 54 wird aus der Sicht von Catherine Brennan erzählt

Catherine ist gerade zum ersten Mal in ihrem Leben im Gefängnis, wo sie Harry besucht. Das Gebäude wirkt auf sie dunkel und bedrohlich, die Toiletten vorsintflutlich (wann hatte sie Gelegenheit die zu begutachten?) und die Wärter schrecklich unhöflich und mürrisch. Bei sich führt Catherine einen Brief von Agnes und nachdem Harry den gelesen hat, nimmt er sich einen Stift und schreibt schnell eine Antwort. (Ich frage jetzt nicht, wo der Stift im Gefängnis herkommt … )

Als er den Brief fertig hat, unterhält er sich noch etwas mit Catherine. Vor allem geht er davon aus, dass das alles bald vorbei ist, denn schließlich kann ihn der Zeuge nicht bei einem Mord gesehen haben, den er nicht begangen hat.

Doch als Catherine meint, dass Agnes zur Polizei gehen will, um ihm ein Alibi zu geben, wehrt er diesen Vorschlag mit Händen und Füßen ab. Schließlich soll seine Geliebte nicht ihren guten Ruf aus Spiel setzen – der wird schon genug gefährdet sein, wenn sie sich zusammen nach Australien absetzen. Und selbst wenn Ivan hinter dem Mord und allem anderen stecken würde, so geht er immer noch davon aus, dass alles gut werden würde.

Als Catherine erfährt, dass er auch ohne Maura regelmäßig bei Colette war, um dem Mädchen zu helfen, befürchtet sie, dass das die These der Polizei (Colette war Harry Geliebte) nur stützen würde. Für Harry gibt es letztendlich nur die Überzeugung, dass Ivans mögliche Täterschaft nur noch mehr ein Grund dafür sei, dass Agnes den Mund hält, um sich und das Baby vor den Machenschaften ihres Mannes zu schützen …


Perspektivwechsel: Kapitel 55 wird aus der Sicht von Sasha Miller erzählt

Sasha langweilt sich, nicht nur bei der Arbeit, wo sie sich gerade befindet, sondern auch mit ihrem Liebhaber John Boyle (der Typ, der bei der Geschichte mit dem Rosenstrauß für Declan „eingesprungen“ ist). Vor allem ärgert sie sich über die Sache mit der Geburtstagstorte, weil seitdem ihr Verhältnis zu dem „Celebrity“-Verleger nicht mehr so gut ist. Statt dessen muss sie sich nun auf ein Interview mit einem langweiligen Uniprofessor vorbereiten, der eine Expedition vorbereitet. Nur gut, dass Sasha in jedem männlichen Interviewpartner einen potenziellen neuen Geliebten sehen kann …


Kapitel 56

Joanna sitzt an ihrem Schreibtisch und denkt an Ronan O’Farrell. Was denn, die gute Jo ist schon wieder bei der Arbeit? Während sie noch glückselig an die gemeinsame Nacht denkt, kommt ihr die Befürchtung, dass Ronan mit allen Frauen anbandelt, die er geschäftlich kennenlernt.

Bevor sich Jo weiter reinsteigern kann, kommt Mary in ihr Büro und ermahnt sie, dass sie endlich mal was abarbeiten müsste. Die Akten stapeln sich und die Frau mit dem verrückten Mieter hat auch schon dreimal angerufen. Spontan kommt Joanna der Gedanke, dass sie vielleicht einen zweiten Anwalt engagieren sollte, doch Mary meint, dass die Arbeit gut zu schaffen wäre, wenn die vorhandene Rechtsanwältin mal was tun würde.

Während sich Joanna noch über Marys ernsten Ton amüsiert, klärt diese sie beiläufig darüber auf, dass Jim McHale sich um Paul gekümmert hat. Jo denkt natürlich daran, dass der ehemalige Polizist den Jungen mit Knastbilder eingeschüchtert hat, doch Mary klärt sie über die Einladung zum Spiel auf – und strahlt dabei so, dass selbst unsere Superanwältin das nicht mehr übersehen kann.

So gesteht Mary, dass ihr Jim gefällt, denn er ist so nett und hilfsbereit und charmant und hat den Rasen gemäht und … bestimmt sind Hunderte von Frauen hinter ihm her. Um Marys Selbstbewusstsein zu stärken beschließt Jo, dass ihre Sekretärin ein vorzeitiges Geburtstagsgeschenk verdient hat und den Nachmittag mit Einkaufen verbringen muss. Doch Mary wendet ein, dass sie keine Zeit hat, um sich ein umwerfendes Outfit für Jim zu kaufen, wenn sich die Arbeit so stapelt. Aber warum sollte Arbeit Joanna von ihren Plänen abhalten?!

Kommentare:

Siobhan und Cactus hat gesagt…

Liebe Winterkatze,

ich wünsche dir und deiner Familie ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.:-)

Alles Liebe

Siobhan

Natira hat gesagt…

Ja aber hallo! Mary scheint Jo ja ein wenig Richtung vorzugeben! Nicht, daß das sehr weit führt, schließlich will Jo ja wohl lieber shoppen :)

Das Zwischenkapitel von Sasha hat mich etwas überrascht. Daß der Autorin das immer noch gelingt, zu überraschen meine ich :D

Zu der verqueren Logik von Catherine, Agnes und Harry will ich mich lieber nicht äußern ;)

Fröhliche Weihnachten!

Winterkatze hat gesagt…

@Siobhan: Vielen lieben Dank für die Weihnachtsgrüße! Klingt, als seid ihr heil wieder in Deutschland angekommen - ich hoffe, die Reise nach NY war ein voller Erfolg! :)

@Natira: Das Jo und Mary Episödchen finde ich dieses Mal auch ganz besonders schön. Ich frage mich, wie das mit der Kanzlei noch was werden soll, wenn die Chefin die Sekretärin immer zum Schwänzen verführt ... *kopfschüttel*

Was Sasha angeht ... Nun, wenn man so eine tolle Figur erst einmal eingeführt hat, dann muss man ihr Potenzial doch auch nutzen! :D

Catherine, Agnes und Harry bieten wirklich ein bedenkliches Bild von Irlands Durchschnittsintelligenz - wenn man denn mal so tun könnte, als ob das realistisch wäre. *kicher*

Aber immerhin siehst du hier sehr gut, warum es noch 40 Kapitel und doch so wenige Seiten bis zum Ende des Buches sind. ;)

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