Freitag, 17. Dezember 2010

[Kapitelweise] Linda Kavanagh: Meinem Herzen so nah (Kapitel 51,52+53)

Im letzten "Kapitelweise" fand Gary Culhane die verletzte Ellen Byrne in ihrem Garten und fand heraus, dass ihr Mann Jackie sie geschlagen hatte. Außerdem gab es von der verwirrten Catherine Brennan ein paar konfuse Gedanken zu den Dingen, die sie und Agnes gemeinsam geheim hielten und zuletzt haben wir noch verfolgen können wie die betrunkene Agnes Ivan zum Beischlaf "überredete".

Perspektivwechsel: Kapitel 51 wird aus der Sicht von Orla erzählt

Nachdem Orla sich mit Declan getroffen hatte, hatte sie sich eigentlich erst einmal gut gefühlt. Doch dann ist ihr aufgegangen, dass es wohl nicht gerade von gutem Geschmack zeugt, dass sie sich mal mit so einem Kerl eingelassen hatte. Außerdem hatte sie in dem Café Doc Gary mit einer Frau und zwei Kindern gesehen – und fragt sich nun, warum er ihr nicht erzählt hatte, dass er verheiratet ist.

An dieser Stelle sollte ich vielleicht vorsorglich schon einmal Kissen verteilen … ;)

Und da es Orla so schlecht geht, greift sie zum Telefon, um ihrer Freundin Joanna alles zu erzählen. Erst amüsieren sie sich über Declans Auftritt im Café, dann jammern sie beide etwas über die Tatsache, dass Doc Gary schon vergeben ist, und sie seine Aufmerksamkeit gegenüber Orla so missverstehen konnten. Joanna philosophiert dabei ein wenig über ihre Freundin, die doch sonst so selbstsicher ist und nach dem "Genuss ohne Reue"-Prinzip lebt. Gary muss sie wirklich erwischt haben, wenn sie sich von seinem Verhalten so runterziehen lässt …

Eigentlich würde Jo Orla gern von ihrem Abenteuer mit dem schönen Privatdetektiv erzählen, aber das geht doch nicht wenn die Freundin gerade so niedergeschlagen ist. Außerdem ist es Jo etwas peinlich, dass sie so schnell von Tom auf den guten Ronan umgeschwenkt ist. Auch wenn Orla am Ende des Telefonats beschließt, dass sie wieder auf die Piste gehen muss, um doch noch einen Mann fürs Leben (oder auch nur eine Nacht) zu finden.

Perspektivwechsel: Kapitel 52 wird aus der Sicht von Gary Culhane erzählt

Der Doc betritt mit einem großen Blumenstrauß in der Hand ein Krankenhaus, weil er Ellen besuchen will. Der geht es zwar schon besser, aber sie sieht immer noch zum Fürchten aus – und sie hat panische Angst davor, dass Jackie sie finden könnte. Dabei versichert ihr Gary, dass ihr Mann auf beiden Seiten der Irischen See gesucht wird.

Ellen kann gar nicht verstehen, dass Gary so nett zu ihr ist, obwohl sie seinen Brucie doch so in Schwierigkeiten gebracht hat. Dafür macht sie sich jetzt Sorgen, was aus dem Hund wird, dem sie doch so viel zu verdanken hat. Aber Doc Gary beruhigt sie und meint, er würde erst einmal seine Anwältin fragen, was denn nun aus der Gerichtsverhandlung würde -  und Jackie würde einige Jahre im Knast verbringen, weil er sie so behandelt hat.
Überrascht sah Ellen Gary an. Sie konnte nicht glauben, dass ein Mann eingesperrt wurde, weil er seine Ehefrau schlug. Sie hatte es immer als das natürliche Recht des Mannes betrachtet, seine Frau zu verprügeln. Nun sorgte die Polizei, die sie bislang immer verachtet hatte, dafür, dass Jackie ihr nichts mehr antun konnte. Zwei Beamte hatten sie bereits im Krankenhaus aufgesucht und ihr soviel Mitgefühl und Respekt gezeigt, dass sie es kaum nicht glauben konnte.
Während Gary noch versucht Ellen klar zu machen, dass sie – wie jeder andere Mensch – ein Recht darauf hat respektvoll und anständig behandelt zu werden, erzählt sie davon, dass sie früher kurz auf den Strich gegangen ist, dass sie deshalb unfruchtbar ist und ihr Mann sie deshalb hasst. Außerdem lässt er es an ihr aus, dass sein Vater ihn gezwungen hat sie zu heiraten, auch wenn sie keine Ahnung hat, warum der das überhaupt gemacht haben sollte. Und zum Schluss bedauert sie Jackie noch – wobei nicht klar wird, ob sie ihn wegen seines Vaters oder aufgrund der Tatsache bedauert, dass er kein guter Verbrecher ist.

Kapitel 53

Joanna ist in ihrem Büro. (Diesen Satz sollten wir alle ein wenig genießen … ;) )
Da kommt ein Anruf von Doc Gary, der ihr erklärt, was alles am Vortag vorgefallen ist und fragt, wie es nun weitergehen wird. Jo meint, dass es kein Problem sein sollte, das Gerichtsverfahren nun niederlegen zu lassen, solange Ellen eine Erklärung unterschreibt, dass sie falsch ausgesagt hatte und dazu von ihrem Mann gezwungen worden war. Und Ellen würde um ein Bußgeld herumkommen, wenn sie eine Bescheinigung vom Krankenhaus vorlegt, dass es ihr aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich war, den Gerichtstermin wahrzunehmen – und dann erfahren wir noch, dass Ellen sich nun von Jackie scheiden lassen will. Jo freut sich, dass ihr Klient sich so nett um seine Nachbarin kümmert, denkt aber doch, dass er sich lieber so um Orla hätte kümmern sollen. (Und ich dachte, die beiden Damen würden gerade davon ausgehen, dass er verheiratet ist … )

Als nächstes greift Jo wieder zum Telefon und ruft Tom an. Während der sich entschuldigt, dass er wegen des Semesteranfangs noch keine Zeit hatte, um die Papiere seiner Eltern durchzugucken, will sich Joanna nur für den Abend zu einem Besuch im Pflegeheim verabreden. Sie hofft, dass es ihnen gemeinsam gelingen würde, Erinnerungen in Catherine zu wecken und herauszufinden, was Agnes vor ihrem Tod gemeint haben könnte, als sie auf Cats verwies. Gegen Ende des Gesprächs ist unsere Spitzenanwältin so erleichtert, weil es sehr viel einfacher ist mit Tom zu reden, seitdem Jo mit Ronan zusammen ist und sich keine Gedanken mehr über Toms Verhalten und Reaktionen machen muss.

Tom und Joanna treffen zeitgleich beim Pflegeheim ein und unterhalten sich noch ein wenig über die Hoffnungslosigkeit ihres Versuches aus Catherine Informationen zu bekommen. Noch sind sie sich nicht einmal sicher, ob sie Joannas Mutter erzählen sollen, dass ihre beste Freundin Agnes inzwischen verstorben ist.

Mit etwas Hilfe erinnert sich Catherine an Tom – und dass er Agnes Sohn ist. Doch als die beiden auf Harry Sweeney zu sprechen kommen, bekommen sie nur zu hören, dass er ein wunderbarer Mann und Kämpfer war. Mehr kann sie dazu nicht sagen, denn "Geheimnisse müssen Geheimnisse bleiben" – schließlich habe sie Agnes das so versprochen.

Als sie so nicht weiterkommen, überlegen sich Tom und Jo, dass sie Catherine doch über Agnes Tod aufklären müssen. Während Joanna vorsichtig anfängt und ihrer Mutter berichtet, dass Agnes schwer krank war und dann gestorben ist, reagiert Catherine in den Augen ihrer Tochter sehr seltsam auf die Nachricht:
"Agnes ist tot? Das kann nicht sein. Sie können Agnes nicht dasselbe angetan haben wie Harry!"
"Was haben sie Harry denn angetan?"
"Sie haben ihn doch umgebracht oder etwa nicht?"
"Nein, Mum. Da verwechselst du etwas. Harry Sweeney war es, der in Haft kam, weil er ein Mädchen namens Colette Devane umgebracht haben sollte …"

Doch Catherine unterbricht ihre Tochter und klärt sich darüber auf, dass Harry niemanden getötet hat und doch umgebracht wurde. Zu ihrer großen Überraschung erfahren Tom und Jo, dass sich Agnes und Harry geliebt haben – und Agnes Ivan seinetwegen verlassen wollte. Doch Harry hätte Agnes angefleht wegen Tom weiter bei ihrem Mann zu bleiben …

Als sie weitere Fragen stellen, wird Catherine ungehalten und meint, dass sie doch Agnes fragen sollen, wenn sie das alles wissen wollen. Sie wird nichts mehr zu all dem sagen und wartet nun darauf, dass ihr Agnes sagt, was sie mit den Unterlagen machen soll.

Nachdem Jo bei den Unterlagen nachhakt, erfährt sie, dass Agnes all die Briefe von Harry "und all die anderen Sachen" aufgehoben hat – und dass Catherine sie für die Freundin versteckt hat. Schließlich waren Agnes und sie immer füreinander da und haben gegenseitig die Geheimnisse der Freundin geschützt. Überrascht erfährt Jo, dass auch ihre Mutter Geheimnisse gehabt hat, die Agnes hüten musste.
Catherine sah ihre Tochter an, während sich ihre Augen mit Tränen füllten. "Es war nicht meine Schuld", wisperte sie leise. "Ivan Kilmartin ist die Quelle all unseres Leids.
Kurz darauf beginnt Catherine Weihnachtslieder von gefüllten Tellern zu singen und Jo beschließt, dass es Zeit ist zu gehen. Auf dem Parkplatz tröstet Tom sie, weil der Besuch bei ihrer dementen Mutter sie so sehr angegriffen hat. Dann fällt der guten Jo ein, dass auch Tom ein paar Dinge erfahren hat, die ihn belasten könnten. Zum Beispiel die Tatsache, dass seine Mutter eine außereheliche Beziehung hatte …

Doch Tom ist darüber nicht allzu entsetzt, sondern hofft nur, dass sie die kurze Zeit, die sie mit Harry hatte, glücklich war. Denn allzu gut war die Ehe seiner Eltern nicht – und auch seine Kindheit war nicht gerade glücklich, obwohl Agnes immer versuchte die Gleichgültigkeit seines Vaters wieder gut zu machen.

Einen Moment lang rechnet Joanna panisch ein wenig rum und überlegt sich dann, dass sie Tom wohl besser nicht mitteilen sollte, dass seine Geburt zeitlich in das Jahr passen würde, in dem Agnes und Harry miteinander befreundet waren. Dafür fragt sie ihn, ob er ihrer Mutter glaube, dass Tom Colette nicht umgebracht hat. Während die beiden noch darüber nachdenken, dass ihre Eltern auch mal jung und leidenschaftlich waren, erzählt Tom, dass Catherine Maura erwähnt hat, als Jo gerade Tee holen war.

Maura sei letzte Woche bei  Catherine gewesen und hätte ihr gesagt, dass es Zeit sei all die Geheimnisse aufzudecken. Während die beiden überrascht sind, dass sich Cats und Maura kannten, sind sie sich gleichzeitig sicher, dass das verwirrte Mütterchen wieder einmal etwas durcheinander gebracht hat.

Kommentare:

irina hat gesagt…

Püh. Was soll man dazu noch sagen … außer vielleicht: Natira, rück den Scotch raus! ;)

Wann kommt den Declan wieder zum Zug?! *nörgel*

Winterkatze hat gesagt…

Tsts, die eine jammert, weil Declan schlimmer ist als sie es in Erinnerung hatte, die andere wünscht ihn sich wieder zurück ... Euch kann ich es auch nicht recht machen. ;)

Natira hat gesagt…

erst einmal ... DANKE für das bereitgelegte Kissen nach dem Orla-Abschnitt *beginnt es zu als Schonkissen zwischen Tisch und Stirn zu benutzen*

Natira hat gesagt…

uff...
*zieht das nächste Kissen an sich ...*

Jackie kann einem wirklich leid tun! Er hat ja sooo gelitten! Alle haben ihn unterschätzt! Er muß es allen zeigen, jawohl, incl. seiner Ellen!

*gibt eine Runde Glenfiddich aus*

irina hat gesagt…

Das wird aber auch Zeit, Natira. Musste mir schon mit billigem Fusel behelfen! *g*

Natira hat gesagt…

Das geht ja gar nicht, Irina!
*reicht noch ein Glas hinüber* Prost!

irina hat gesagt…

Die Winterkatze ist schuld, wenn ich endgültig zum Alkoholiker mutiere! *gulp*

Natira hat gesagt…

seien wir fair: es ist linda
*hicks*

irina hat gesagt…

Aber würden wir uns Linda freiwillig antun?! *torkel*

Natira hat gesagt…

stimmt auch wieder
*schaut verkatert*

Bibendum hat gesagt…

ui, ui, ui. So nüchtern ist das schwer zu ertragen, aber ich bleibe tapfer und trinke nicht. Das würde mein Kreislauf mir nicht verzeihen. ;)

Winterkatze hat gesagt…

@Natira: Gern geschehen - ich denke schließlich mit und habe die schlimmsten Befürchtungen, wenn ich solche Kapitel onlinestelle. Nur vom Trinken kann ich euch anscheinend nicht abhalten! *kopfschüttel*

Der arme Jackie, so missverstanden und bedürftig ...

*schaut die drei Saufschwestern an und fragt sich, ob sie die nächsten vierzig Kapitel noch durchhalten*

irina hat gesagt…

VIERZIG KAPITEL NOCH!?!?!?! *fassungslos*

Da wird ja Natira, die großzügige Scotch-Spenderin, arm bei!

Natira hat gesagt…

Noch 40 Kapitel *umfällt*

Wie gut, daß es auch dieses Jahr wieder Weihnachtsgeld gab
*Einkaufszettel schreibt*

Winterkatze hat gesagt…

@Irina und Natira: Das klingt schlimmer als es ist. :D Wir sind jetzt auf Seite 252 und somit liegen zwar noch vierzig Kapitel, aber nur noch 160 von 412 Seiten vor uns. :D

Natira hat gesagt…

Welche Irrwege werden die ganzen wichtigen Akteure neben Jo wohl noch gehen auf diesen 160 Seiten ...

Winterkatze hat gesagt…

Na, überleg doch mal wieviele ungeklärte Geheimnisse, die niemals jemand hätte erahnen können, noch aufgeklärt werden müssen! Das dauert ... vor allem, wenn Joanna jede neue Erkenntnis mit Orla, Tom, Mary und Ronan besprechen muss! *kicher*

Natira hat gesagt…

*nickt* das macht mir irgendwie angst ... ;)

Bibendum hat gesagt…

So, ich geh dann mal los und such das Hämmerchen für mein Sparschwein, damit ich meinen Scotch-Anteil bezahlen kann. ;)

Winterkatze hat gesagt…

@Natira: Wir sind alle bei dir! :)

@Bibendum: Jetzt lass das arme Schweinchen doch am Leben! Du solltest eh auf Schokolade umsteigen, dass ist billiger. ;)

Bibendum hat gesagt…

Selbst wenn ich jetzt auf Schoki umsteige, muss ich doch wenigstens meine "Schulden" bei Natira bezahlen. ;)

Natira hat gesagt…

Wenn Du unbedingt willst: Die nächste Flasche geht auf Dich :D

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