Freitag, 3. Dezember 2010

[Kapitelweise] Linda Kavanagh: Meinem Herzen so nah (Kapitel 45, 46+47)

In den letzten beiden Kapiteln durften wir auf der einen Seite miterleben, wie Agnes und Catherine einen hirnrissigen Plan entwickelten, der absolut nichts damit zu tun hatte Harry aus dem Gefängnis zu holen und dafür eine Menge mit Alkohol während der Schwangerschaft. Und dann gab es auf der anderen Seite noch Declan, der einen letzten (peinlichen) Versuch wagte, um Orla wieder für sich zu gewinnen …

Perspektivwechsel: Kapitel 45 wird aus der Sicht von Gary Culhane erzählt


Doc Gary verabschiedet sich mit einer riesigen Portion Leckerli von seinem Hund Bruce, denn heute ist der Tag, an dem vor Gericht entschieden werden soll, was aus dem Tier wird.

Doch während seine Anwältin Joanna pünktlich vor dem Gerichtsgebäude auf den Doc wartet, lässt sich die Anklägerin Ellen Byrne nicht blicken. Somit wird die Verhandlung um eine Woche vertagt.

Bei einem kurzen abschließenden Gespräch vermeiden sowohl Joanna als auch der Doc über Orla zu reden, wobei beiden das Thema auf der Seele brennt …

Perspektivwechsel: Kapitel 46 wird aus der Sicht von Jackie Byrne erzählt

Wir sind wieder im Jahr 1970 und Papa Paddy drückt Jackie einen dicken Umschlag in die Hand, den er bei einer jungen Dame abliefern soll.

Die junge Frau ist allerdings erst einmal misstrauisch, denn in dem Umschlag könnte ja ein Brandsatz sein. Seitdem sie über den Mord an ihrer Freundin Colette in der Zeitung las, befürchtet sie tagtäglich, dass auch ihr etwas zustoßen könnte.

Der Anblick des Geldes beruhigt sie allerdings - und dann wird sie von Jackie, dem sein Vater gesagt hatte, dass Ivan der Schreckliche es ganz toll fände, wenn Sohnemann nett zu der Geldempfängerin wäre, auch noch nett angemacht:
Als er ihr den Umschlag hinhielt, zog er großtuerisch zwei Banknoten heraus und steckte sie in seine eigene Tasche. „Das, meine Hübsche, ist der Betrag, den wir heute Abend gemeinsam ausgeben werden. Möchtest du ins Kino oder wäre dir eine Fahrt in meinem Wagen lieber?“

Perspektivwechsel: Kapitel 47 wird aus der Sicht von Mary O’Dowd und Jim McHale erzählt

Der gute Jim klingelt Mary am Samstagmorgen um zehn Uhr aus dem Haus. Während sie voller Verlegenheit feststellt, dass sie weder geschminkt noch anständig angezogen ist, ärgert er sich, weil er nicht daran gedacht hat, dass eine alleinerziehende arbeitende Frau ja am Wochenende ausschlafen könnte.

Nachdem Mary sich angezogen und Jim Tee gekocht hatte, verschwatzen sich die beiden am Küchentisch bis Jim beschließt, dass es für ihn Zeit wird ihren Rasen zu mähen. Als die Kinder vom Schwimmen nach Hause kommen, erwartet sie ein kurzer Rasen, gepflegte Beete, eine entspannte Mutter und ein Jim, der vorschlägt, dass man gemeinsam Pizza essen könnte.

Für Mary ist das ein perfekter Tag, so toll hat sie sich seit Monaten nicht mehr gefühlt. Und auf dem Heimweg besorgt Jim mit den Kindern noch ein neues Abflussrohr und bastelt das zusammen mit dem (verbrecherischen) Paule ein. Zum Tagesabschluss gibt es einen Eintopf aus Kartoffeln, Karotten, Zwiebeln und Kräutern, Apfelkuchen und zwei Erwachsene, die sich gegenseitig versichern wie schön der Tag doch gewesen ist.

Nachdem Jim Mary auf die Wange geküsst hat, verspricht er ein Wiedersehen für das nächste Wochenende, wenn er Paul zum Besuch des Endspiels abholt – achja, und er würde in der Woche mal vorbeikommen und das Haus streichen.

Hey, hat mal jemand einen Jim für mich? Ich habe noch zwei Zimmer und einen Haufen Türen zu renovieren! ;)

Mary macht Jim dann noch klar, dass er jederzeit willkommen ist, selbst, wenn nichts in Haus und Garten zu werkeln sei und verabschiedet sich dann mit Schmetterlingen im Bauch von dem hilfsbereiten Expolizisten. Ob der das mit „Dein Freund und Helfer“ irgendwie zu wörtlich nimmt?

Kommentare:

Natira hat gesagt…

Ähm...lädt Jackie sie jetzt von ihrem eigenen Geld ein?

Und Jimmy-Boy und Mary ... wer hats gesagt? *g*

Winterkatze hat gesagt…

Jupp, so großzügig ist Jackie, dass er ihr Geld für die Einladung verwendet. Wobei ich mich frage, wofür er die beiden Scheine verwendet, wenn sie auf die Fahrt mit seinem Wagen eingehen würde ...

Niemand hätte je vorhersagen können, dass das mit Jim und Mary was werden würde. Diese Autorin ist so gut, wenn es um überraschende Wendungen geht! *hüstel*

Natira hat gesagt…

genau!
*schaut spontan völlig überraschend aus ihrer Wäsche*
:)

Winterkatze hat gesagt…

Kein Wunder, dass wir das Buch "kapitelweise" würdigen müssen. Würde man es in einem Rutsch lesen, würden einem die ganzen Feinheiten durchgehen. *g*

Natira hat gesagt…

äh... ja
;)

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