Freitag, 5. November 2010

[Kapitelweise] Linda Kavanagh: Meinem Herzen so nah (Kapitel 36+37)


In Kapitel 35 konnten wir den Mord an Colette miterleben – und während Ivan der Schreckliche mit der Situation etwas überfordert war, erwies sich Paddy als patenter Vertuscher des Verbrechens! Dabei hatte der skrupellose Mann für alle Untaten sogar noch etwas Zeit, um mit einer „leichten Dame“ zu plaudern. ;)

Kapitel 36

Dieser Abschnitt beginnt mit einer sehr wehleidigen Joanna, die versucht Mary freundlich anzulächeln, obwohl diese doch dafür verantwortlich ist, dass Jos Abend mit Tom so mies lief!


Sie war es allmählich leid – leid, Tom Kilmartin hinterher zu laufen, und leid, die Eskapaden von Marys Sohn auszubügeln. Außerdem hatte sie vom Leben im Allgemeinen die Nase gestrichen voll.


Ich sag’s euch, die Frau wird mir mit jedem Kapitel sympathischer … *argh*

Während Jo noch vor sich hinschmollt, werden wir kurz darüber informiert, dass es gestern Abend schrecklich chaotisch bei Mary war, denn der Sohnemann wollte seinen Fehler nicht einsehen, die Tochter heulte, weil ihr Bruder solche Probleme über die Familie brachte und Mary war mit den Nerven am Ende. Dabei hatte der "Verbrecher" seine Beute schon zurückgebracht und sich bei seinem "Opfer" entschuldigt. Also blieb für Jo nur noch der morgendliche Anruf bei der Polizei, damit der Junge für den Diebstahl des nachbarlichen Radios keine offiziellen Folgen zu spüren bekommt.

In dieser mieseligen Stimmung kommen Orlas Anruf und die Frage: "Wie war denn der Abend mit deinem Süßen? Hat er dir die Wäsche vom Leib gerissen?" nicht so ganz gelegen. Immerhin schlägt Orla nach der Schilderung all der schrecklichen Vorfälle (*gähn*) vor, dass sie mal Jim McHale auf Paul ansetzt, damit der Junge nicht weiterhin ständig Mist baut.

Außerdem hat der gute Jim für Joanna einen Privatdetektiv gefunden, der sich auf die Suche nach Harrys verschwundener Frau machen könnte. Und bevor die beiden noch weiter über die Arbeit reden können, verabreden sich Orla und Joanna lieber auf ein Gläschen für den Abend. Dann kann Orla der Freundin auch alles über den Typen erzählen, der sie beim letzten Mal angebaggert hat und mit dem sie sich nächste Woche treffen will. Schließlich kann sie nicht mehr darauf hoffen, dass sich Doc Gary nach all der Zeit noch meldet. Oh, und mit Declan ist Orla auch verabredet, denn der hatte sie darum gebeten …

… und das ist ja ungefährlich, weil sie nichts mehr für ihn empfindet.
… und vielleicht bittet er sie sogar um Entschuldigung für seinen Seitensprung.
… und vielleicht gibt er ihr ja ihre drei Tom-Petty-CDs zurück, die er sich vor seinem Trip nach Spanien von ihr geliehen hatte.

Auch wenn ich Orlas Optimismus nicht teile, freue ich mich doch, dass ich den Declan-Fans unter euch bald wieder was bieten kann. ;)

Kapitel 37

Am nächsten Tag ist zumindest Mary gut drauf, als sie in Joannas Büro kommt:


"Draußen ist ein Mann! Er sagt, er heißt Ronan O’Farrell. Er sieht einfach super aus!"


Joanna weiß natürlich sofort, dass das der Privatdetektiv ist, der ihr von Jim McHale empfohlen worden war, aber als sie den gutaussehenden Mann sieht, verschlägt es ihr erst einmal die Sprache.


Die Tür öffnete sich und herein trat der bestaussehende Mann, denn sie je gesehen hatte. Sein Lächeln erhellte den ganzen Raum, während seine blauen Augen direkt auf sie gerichtet waren. Joannas Herz begann zu klopfen. Sie hoffte inständig, dass sie nicht rot werden würde. Als er sich vorbeugte, um ihr die Hand zu reiche, fiel ihm eine unbändige braune Locke über das linke Auge. Joanna musste sich zurückhalten, um sie ihm nicht aus dem Gesicht zu streichen.


Doch damit nicht genug:

Sie murmelte eine Begrüßung und fragte sich, ob das nun Liebe auf den ersten Blick war. Was immer es auch war, sie fühlte sich nicht mehr wie ein lebendiger Mensch, sondern wie ein weiblicher Roboter, der angesichts solch männlicher Schönheit in der Bewegung erstarrt war.


Nunja, was soll man zu solch einer bildhaften Beschreibung noch sagen … *schüttel*

Irgendwann bekommt Joanna sich wieder ein und ist in der Lage Ronan mit seinem Auftrag vertraut zu machen. Er soll in England nach Maura suchen – was er als eine leichte Aufgabe empfindet, da er zur irischen Gemeinde dort gute Kontakte hat.

Ursprünglich wollte Joanna ja auch noch in die Straße fahren, in der Harry und Maura früher gewohnt hatten – in der Hoffnung, dass sie noch alte Nachbarn auftreiben könnte, aber das hatte sie bislang noch nicht geschafft. Kein Problem meint der Privatdetektiv, dann machen wir das eben zusammen!

Während Joannas Gedanken sich noch kurz damit beschäftigen, dass sie vor zwei Tagen noch versucht hat Tom zu verführen, wandern sie ganz schnell weiter und drehen sich um Ronans Beine und wie die wohl unbekleidet aussehen würden und wie es wohl wäre, diese beim Sex zu betrachten. Wobei Joanna bei diesen Überlegungen davon ausgeht, dass seine langen Beine so muskulös sind, wie es sich für einen so schönen Mann gehört.

Inmitten dieser intimen Überlegungen wird Joanna von Ronan gestört, der meint, dass sie doch jetzt gleich zusammen losfahren könnten. Sie scheint ja total überarbeitet zu sein, so unkonzentriert wie sie ist und da kann so eine Pause nur gut tun – und er benötigt auch etwas Action.

Doch da platzt Mary mit dem Tee rein und plaudert beim Servieren gleich noch etwas mit dem Detektiv. Für Joanna nur eine weitere Gelegenheit sich den Adonis anzugucken, der so gar nicht eingebildet zu sein scheint und dessen Hände sie nur zu gern mal auf ihrem Körper spüren würde …

Bevor ihre Fantasie noch weiter mit ihr durchgeht, steht Joanna dann doch lieber auf und teilt Mary mit, dass sie mit Ronan losfahren würde, um sich den alten Wohnort der Sweeneys anzugucken.

"Wie bitte?", fragte Mary verblüfft. Im Büro stapelten sich die Akten, und Joanna verließ das Büro mit einem gut aussehenden Kerl, den sie gerade erst kennengelernt hatte! Mary sah von einem zum anderen. Dann zuckte sie mit den Schultern. Vermutlich hatte Joanna einfach den Verstand verloren.


Während der Fahrt meint Ronan noch, dass er sie gern dabei haben wollte, um sie näher kennenzulernen – und Joanna freut sich so sehr über die Bemerkung, dass jeglicher Gedanke an Tom aus ihren Gehirnwindungen verschwindet. Der Anblick der Straße hingegen macht sie traurig, so eine anheimelnde Gegend und doch ist Harry hier verhaftet worden. In seinem alten Haus wohnt inzwischen eine junge Familie – und die Frau des Hauses findet es ganz schön gruselig, dass in ihrem Heim mal ein Mörder gelebt hat. Immerhin verweist sie die beiden an den nächsten Nachbarn, der schon seit Ewigkeiten dort wohn.

Und siehe da, natürlich kannte der alte Herr Harry Sweeney und seine Maura! Harry war ein netter Mensch, immer für andere da und so engagiert – und doch hat er angeblich ein Mädchen umgebracht. Maura verschwand einige Wochen vor Harrys Verhaftung – eine Nachbarin hatte sie mit ihrem Koffer aus dem Haus gehen sehen, also konnte man davon ausgehen, dass sie nicht von Harry ermordet worden war.

Besagte Nachbarin wohnt nicht nur immer noch in der Gegend, sondern hat auch eine heimelige Küche, in der das Gespräch weitergeht: Sie war damals ganz gut mit Maura befreundet und kann definitiv sagen, dass Maura keine Kinder hatte. Und als sie Maura das letzte Mal sah, hatte sie einen Koffer in der Hand und meinte, sie wollte eine kranke Verwandte in London besuchen. Die Nachbarin ist übrigens sehr empört, dass Maura nicht wiederkam, nachdem Harry verhaftet wurde, denn schließlich muss man seinem Mann in so einer schlimmen Situation doch beistehen. Natürlich hätte niemand in der Nachbarschaft an Harrys Schuld geglaubt, denn er war doch so ein guter Mann.

Achja, als Maura an dem Tag das Haus verließ, musste sie noch einmal umdrehen und hatte, als sie wieder durch die Tür trat, ein gefaltetes Blatt Papier in der Hand, das die Nachbarin an eine Geburtsurkunde erinnerte. Und natürlich grübeln Jo und Ronan darüber nach, was es mit diesem Blatt auf sich haben könnte …

Außerdem stellt Jo fest, dass er nicht nur fantastisch aussieht, sondern auch Humor hat:

"Niemand, der ihn kannte, schien Harry für schuldig zu halten", meinte Ronan, als er die Autotür öffnete. „Was denken Sie, Joanna?“
"Ich glaube auch nicht, dass er schuldig war", gab sie zurück. "Und Agnes Kilmartin war offenkundig so sehr von seiner Unschuld überzeugt, dass sie sogar neben ihm beerdigt werden wollte."
Ronan griente. "Naja, im Grab könnte er ihr ja ohnehin nichts mehr anhaben, nicht war?"
Wieder brachte er Joanna damit zum Lachen. Sie genoss seine Gesellschaft, da er bei jeder Gelegenheit seinen Humor bewies. Mittlerweise hatte sie den Schock über sein unverschämt gutes Aussehen überwunden und merkte, dass er noch mehr zu bieten hatte. So war er beispielsweise auf alle Menschen, mit denen sie gesprochen hatte, freundlich zugegangen.


Und natürlich signalisiert der Privatdetektiv unübersehbar sein Interesse an Joanna, aber die hat Probleme damit eindeutige Signale zurückzusenden, weil sie doch seine Auftraggeberin ist. Einen Moment lang ist sie zwar versucht nachzugeben, als er sie auf einen Drink einladen will – betrunken hätte sie eine Entschuldigung, wenn sie sich ihm an den Hals werfen und ihn um Sex anbetteln würde - , aber dann entscheidet sie sich doch lieber für etwas mehr Zurückhaltung und die Verabredung mit Orla.

Und dann registriert sie glücklich, dass Ronan das nicht missversteht – so wie Tom das tun würde – und einfach nur meint, dass sie das ja dann nächste Woche nachholen könnten, wenn er aus England zurück sei.

Bis dahin, nimmt sich Joanna vor, will sie herausfinden, ob Ronan verheiratet ist – und ob er der passende Mann sei, um sich in ihn zu verlieben …

Kommentare:

Pero hat gesagt…

Huhu! Habe dir einen Award verliehen! ^^

Marie hat gesagt…

Mir gefällt dein Blog, deshalb bekommst du von mir den lovely Blog Award. Näheres in meinem Blog http://vielleserin.blogspot.com. Viele Grüße, Marie

Natira hat gesagt…

OMG - mal wieder ;) - !
Ich werde mich etwas sammeln und wiederkommen ... *schüttelt den Kopf und schaut nach, ob noch Whiskey im Haus ist*

Natira hat gesagt…

Sie läuft also Tommy hinterher und die Kinder ihrer Perle nerven und dann ist da noch dieser umwerfend gut aussehende Privatdetektiv, der Joanna aus dem mit Akten vollgestapelten Büro (Wann ist DAS passiert? Wo sind DIESE Akten hergekommen?) lockt ...

Ich sehne beinahe den gradlinigen testikelgesteuerten Declan herbei *schockiert einen Whiskey trinkt*

Winterkatze hat gesagt…

@Pero und Marie: Ganz vielen lieben Dank für den Award - ich fühle mich geehrt! :)

@Natira: Ich weiß auch nicht, wo die Akten herkommen, aber vielleicht hat Mary unter der Hand Mandanten rekrutiert! :D Und Joannas Liebesleben will ich gar nicht verstehen - die ist soooo doof!

Hihi, du sehnst dich also nach Declan ... ach, mal sehen, was ich da in den nächsten Wochen tun kann. ;)

SusiB hat gesagt…

Hey Leute, laßt euch nicht hinters Licht führen - diese Akten sind wahrscheinlich genauso echt wie die "Bücher" die in Möbelhäusern als Deko in den Regalen stehen! Aber ich bin schon ein bißchen erschüttert über Joannas nicht vorhandene Aufmerksamkeitsspanne in Bezug auf Männer. Stellt euch vor, sie will mal heiraten und verguckt sich fünf Minuten vor dem Ja-Wort in den Standesbeamten?

Winterkatze hat gesagt…

@Susi: Sogar Aktenattrappen wären ein größerer Anschein von Professionalität, als ich Jo zutrauen würde. ;)
Hm, ob der Standesbeamte sich dann auch gleich - so wie anscheinend alle anderen Männer auch - in Jo vergucken würde?

Natira hat gesagt…

*schwankt zwischen Bangen und Hoffen angesichts der Ankündigung, daß es bald wieder etwas über Declan zu berichten gibt*

...

*befürchtet aber das Schlimmste, besonders in Bezug auf Orla*

Winterkatze hat gesagt…

@Natira: Du kannst dich aber auch nicht entscheiden - erst willst du Declan zurück und nun bangst du, weil sein Name genannt wurde. Tststs ... *kicher*

irina hat gesagt…

Kann mir eigentlich mal jemand plausibel erklären, wieso die Kerle alle auf diese pappnasige Joanna abfahren?!

Winterkatze hat gesagt…

Irina, natürlich, weil sie so schön und entzückend ist! :D

irina hat gesagt…

Schön und entzückend?! Da hab ich aber nen ganz anderen Eindruck gewonnen … *pfeif*

Winterkatze hat gesagt…

Du bist ja auch kein irischer Mann! :D

irina hat gesagt…

Das stimmt auffallend! *lach*

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