Freitag, 15. Oktober 2010

[Kapitelweise] Linda Kavanagh: Meinem Herzen so nah (Kapitel 32)


Letzten Freitag war ich etwas geiziger und habe euch nur ein Kapitel gegönnt. In Kapitel 31 trafen sich Agnes und Harry im Park, um etwas Zweisamkeit zu genießen, über ihre Situation zu reden und sich gegenseitig ein paar Geheimnisse zu gestehen. Dabei machte es Agnes nervös, weil in der Nähe ein zweites Auto parkte, in dem sich so gar nichts rührte.

Kapitel 32

Es ist Samstag und Joanna verbringt den Tag mit Mary und den beiden Kindern Emma und Paul. Als Jo eintrifft herrscht gerade Chaos, da eine herrenlose Katze im Schuppen ihre Jungen bekommen hat und sich die Kinder deshalb weigern ihre Betten zu machen. Als die Anwältin sieht, dass der Esstisch noch voll mit schmutzigem Geschirr ist, macht sie sich an den Abwasch (soviel Vernunft hätte ich ihr nicht zugetraut!), während Mary ermattet in einen Sessel fällt und sie darüber informiert, dass das eigentlich Pauls Job in dieser Woche wäre. Kurz darauf kommen die Kinder frisch geschrubbt aus ihren Zimmern und Jo kann sie gleich mal begutachten:


Joanna wunderte sich, wie hübsch und gesund beide aussahen. Dass Paul der Schwierigere von beiden war, war sofort offenkundig. Er zappelte ständig herum und konnte sich keine Minute ruhig halten. Der Junge hätte die starke Hand eines Mannes gebraucht. Pech, dass sein Vater nichts von ihm wissen wollte.

Ich lasse das mal lieber ohne weiteren Kommentar stehen … *argh*

Jo sinniert noch etwas darüber, dass Leo – Marys Ex – sich nicht mal finanziell am Leben seiner ehemaligen Familie beteiligt, dass die Kinder deshalb kein Selbstwertgefühl haben und Mary einfach alt und verbraucht aussieht, obwohl sie eigentlich immer noch ganz hübsch ist. Sie kommt dann zu dem Schluss, dass Mary einen netten Mann braucht, der sich um sie und die Familie kümmert. Aber Jo denkt, dass sie nicht die Richtige zum Verkuppeln ist, da sie ja nicht mal für sich selber einen Typen aufreißen kann …

Während alle die Autofahrt zum Restaurant genießen, denkt Joanna mal wieder etwas über Tom und ihre Hoffnungen für Montagabend nach. Nur Orla weiß von ihrem „Superdate“ (ja, das ist der Ausdruck, der hier verwendet wird!), weil Orla schließlich so gut wie alles über Joanna weiß.

Das bringt Jo auf ihre Mutter und Agnes und … nun ja, es wird mal wieder ein paar Absätze lang wiederholt, dass die beiden Frauen so unterschiedlich waren usw. usf. Und doch meinte Catherine mal, dass Agnes die beste Freundin sei, die man haben kann, und gute Freunde würde einander in guten wie in schlechten Zeiten unterstützen und … nein, diese Passagen bringen weder Unterhaltung noch neue Informationen, aber es dauert immerhin nur noch zwei Seiten, bis Joanna aufgrund dieser Gedanken endlich einen Geistesblitz hat!

Vorher wird noch im Restaurant gegessen, ein Kinofilm ausgesucht, die beiden Kinder haben Spaß, Mary schläft, Jo bedauert es, dass Doc Gary niemals bei Orla angerufen hat und pennt dann auch ein. Und nach dem Aufwachen hat sie endlich einen Gedanken:

Sie würde einfach die Krankenschwester noch einmal anrufen und fragen, ob Agnes vor ihrem Tod nicht doch noch mehr oder vielleicht sogar was ganz anderes gesagt hat!

Äh … nun … ich bin sprachlos …

Und weil man die nächsten beiden Kapitel so gut kombinieren kann, bleibt es heute bei dieser spannenden Beschreibung eines Samstags mit Marys Familie!

Kommentare:

Irina [Bücher über alles] hat gesagt…

Wo ist Natira mit dem Glenfiddich? *umschau* *Glas hinhalt*

Winterkatze hat gesagt…

Tsts, letzte Woche hast du doch auch ohne Alkohol durchgehalten - dieses Kapitelweise ist nicht schlimmer! *g*

Irina [Bücher über alles] hat gesagt…

Aber letzte Woche hatte ich noch meinen eigenen Scotch, den ich mir sprachos vor Entsetzen hinter die Binde gekippt habe! (Und der jetzt nur deshalb leer ist!) ;)

Winterkatze hat gesagt…

Okay, das erklärt den Ruf nach Natiras Whiskey ... hm, vielleicht musst du noch lauter rufen, sie scheint dich nicht gehört zu haben. ;)

Natira hat gesagt…

Und ich bin dieses Mal so spät ... Aber den Glenfiddich habe ich hier *eine Runde ausschenkt* :)

Joanna ist ja ein richtig reizendes Früchtchen! Sie unterstellten den Kinder mangelndes Selbstwertgefühl, weil der Vater kein Geld schickt? Und sie "wundert" sich darüber, daß die Kids "hübsch und gesund" aussehen?!
hhhrrrrr... *nimmt einen Schluck*

Winterkatze hat gesagt…

Joannas Meinung zum Thema Paul und Emma fand ich auch ganz besonders entzückend ... Ohje, ich hatte das in der vergangenen Woche doch schon fast verdrängt! *g*

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