Freitag, 24. September 2010

[Kapitelweise] Linda Kavanagh: Meinem Herzen so nah (Kapitel 25, 26+27)


In Kapitel 24 gab es für Jo ein paar neue Informationen zu Harry, die dem Leser eigentlich schon alle bekannt waren, aber ich fasse es hier trotzdem noch einmal zusammen: Harrys Frau war Maura, Harry und Maura konnten keine Kinder bekommen, Harry mochte seine Schwägerin Colette und hätte sie bestimmt nie umgebracht, Harry hatte viele Feinde unter den Bauunternehmern, Harry wurde vermutlich damals hereingelegt.

Außerdem beweist Jo mal wieder, dass sie zu doof ist, um auf eindeutige Annährungsversuche ihres angebeteten Toms einzugehen. So eine doofe Nuss aber auch!


Perspektivwechsel: Kapitel 25 wird aus der Sicht von Agnes und Catherine erzählt


Nun, dieses Kapitel lässt sich schnell wiedergeben, da es nur aus drei Telefonaten und einem Gespräch besteht.

Telefonat 1: Agnes ruft Catherine an und erzählt ihr, dass Harry die Tickets besorgt hat und die Visa auch schon da sind, so dass sie nächste Woche zusammen nach Australien auswandern werden. Harry freut sich unglaublich darüber, dass Agnes schwanger ist! Catherine bietet Agnes ein paar alte Koffer und ihr Gespartes an – letzteres nimmt die Freundin nur nach einigem Zögern an, während sie sich sehr über die alten Koffer freut.

Telefonat 2: Einen Tag vor der Abreise bekommt Catherine wieder einen Anruf von Agnes. Agnes Vater hatte einen Herzinfarkt und liegt im Krankenhaus. Catherine soll Harry Bescheid sagen.

Telefonat 3: Harry meint, dass das dem alten Teufel ähnlich sieht und befürchtet, dass sich dadurch ihre Abreise verschieben könnte.

Gespräch: Agnes erzählt Catherine, dass sie ihren Vater jetzt nicht allein lassen kann und Harry gebeten hat, die Abreise um eine Woche zu verschieben. Catherine hat böse Vorahnungen.

Und nachdem das nun erledigt ist, geht es mit Joanna weiter …


Kapitel 26

Jo sitzt an ihrem Schreibtisch (ob das langsam zu einer Gewohnheit wird?), blättert ihre Notizen zu Agnes Testament durch und überlegt, ob sie Orla anrufen und mit ihr auf Sauftour gehen soll (okay, ich dachte schon, es hätte sich was geändert). Doch da klingelt Mary durch, da sie eine der Krankenschwestern am Apparat hat, die sich um Agnes Kilmartin gekümmert hatten.

Die Schwester heißt Lisa Noonan und redet erst einmal eine ganze Weile über ihr Leben mit der Nachtschicht und darüber, dass sie Angst hat, dass sie Joannas Zeit verschwenden würde (keine Angst, das schafft Jo schon ganz alleine) und einiges andere.

Irgendwann kommt dann raus, dass Agnes kurz vor ihrem Tod Lisa noch eine Nachricht für Joanna mitgeteilt hatte. Diese Botschaft lautete: „Die Katze hebt alle Papiere auf.“ Während die Schwester sich sicher ist, dass Agnes schon etwas wirr im Kopf war, überlegt Jo, ob die alte Dame damit ihre Mutter Catherine gemeint hat. Die wurde von Agnes ja immer Cats genannt. Aber wenn das die Lösung dieser Botschaft ist, dann bringt das nichts, da Catherine schon seit Jahren nicht mehr ansprechbar ist.


Perspektivwechsel: Kapitel 27 wird aus der Sicht von Jim McHale erzählt


Detective Sergant Jim McHale war lange Jahre bei der irischen Polizei, ist jetzt in Rente und langweilt sich. Deshalb ist er überglücklich, als Orla ihn anruft und um Hilfe bei der Informationsbeschaffung bittet.

„Geschickt“ baut die Autorin an dieser Stelle ein, dass Jim für eine Spezialeinheit tätig war, bei seinem letzten Einsatz aber beide Beine „zerschossen“ bekam und deshalb hinkt. Am Schreibtisch wollte er den Rest seiner Dienstzeit nicht absitzen, vor allem weil er doch erst 41 Jahre alt war, also langweilt er sich nun seit ein paar Jahren lieber im Ruhestand.

Zum Abschied hatte er noch eine Tapferkeitsmedaille, einen Flachbildschirmfernseher und einen DVD-Player bekommen – und seitdem engagiert er sich für Tierschutzvereine. In ihrem Auftrag redet er mit Leuten, die ihre Tiere schlecht behandeln … Nachtigall, ick hör dir stampfen!

Orla will, dass Jim ein paar Sachen für sie erledigt. Die beiden kennen sich schon seit Jahren. Orla hatte Jim mal während seiner Berufszeit interviewt und, obwohl er sich verplappert hatte, in ihrem Artikel nicht zuviel erwähnt. Natürlich kannte sie auch seine Frau Sheila, die vor zwei Jahren an einem Tumor verstorben ist. Mit der hat Jim übrigens drei Kinder und das Älteste macht ihn demnächst zum Großvater. Da Sheila seine Jugendliebe war (sie haben mit 19 bzw. 20 Jahren geheiratet) glaubt Jim nicht, dass er jemals wieder eine Frau findet, die so wie seine Sheila ist … *gähn*

Nun wieder zu Orlas Auftrag: Jim soll 1. Informationen beschaffen, 2. einen Privatdetektiv (mit Ronan O’Farrell hat er den richtigen Mann an der Hand, denn: „Der Mann zog selbst aus dem kleinsten Loch noch eine Maus.“) und 3. hat Orla ihr Herz ausgeschüttet … äh … ihn gebetet sich in einem Fall wegen einem Hundebiss umzuhören. Denn der Arzt, dem der Hund gehörte, ist ihr nicht ganz gleichgültig.

Abschließend freut sich Jim noch, dass Declan nun Geschichte ist – wie können wir das doch nachvollziehen! – und betont, dass er instinktiv auf der Seite des Hundes steht. :D

Kommentare:

Irina [Bücher über alles] hat gesagt…

Diese Autorin ist ja wirklich eine Meisterin darin, ihre Leser(innen) mit unwichtigen, uninteressanten Details zu langweilen resp. zu verwirren. Dennoch muss ich sagen, mein Drang nach Whisky hält sich diesmal einigermaßen in Grenzen – wahrscheinlich, weil Declan nicht mit von der Partie war.

Winterkatze hat gesagt…

@Irina: Ich fürchte, jetzt kommen wir langsam zum "spannenden" Teil der Geschichte. Aber ich verspreche dir jetzt schon, dass wir noch ein paar "wunderbare" Beziehungsverwirrungen erleben werden, bevor das Buch zu Ende ist.:D

sayuri's exile hat gesagt…

Es ist ein sagenhaftes Buch: soviele Perspektiven, soviele Charaktere... dass die gute Frau Kavanagh da den Überblick behält... ;) *Ironie aus*
Ich fand es dieses Mal auch nicht so schlimm - nur wieder so herrlich offensichtlich, in welche Richtung wir denken sollen.
Viel sagenhafter finde ich, dass Du es schaffst, den Unfug zum zweiten Mal zu lesen - und das nur für uns ;) Danke, liebe Winterkatze, wenn Du moralischen Aufbau brauchst - mit Whiskey und unterstützenden Worten kannst Du jederzeit rechnen :)

Winterkatze hat gesagt…

@Sayuri: Du bist nicht von all den komplizierten Entwicklungen überrascht? Wartest voller Spannung auf die weiteren Wendungen in dieser unglaublichen Handlung und knabberst schon an den Nägeln, weil du die Fortsetzung nicht erwarten kannst? Jetzt bin ich ... so gar nicht überrascht. *kicher*

Ich kann nur noch einmal betonen, dass mir das Buch beim zweiten Mal so viel mehr Spaß macht, weil ich es mit euch teilen kann. Allein auf dem Sofa zu grummeln ist deutlich unbefriedigender. :D

sayuri's exile hat gesagt…

Doch, doch, ich bin jedes Mal total überrascht. Und meine Nägel sind eine Katastrophe, seitdem ich hier regelmässig Kapitelweise lese >g< (aus welchem Grund auch immer)... Aber zum Glück versorgst Du uns immer schnell mit Nachschub :)

Ja, das ist gut, dass Du da nicht nochmal alleine durchmusst :)

Winterkatze hat gesagt…

Ich war sogar schon fleißig und habe die "Kapitelweise"-Einträge bis Mitte Oktober vorbereitet, damit ich damit nicht in Stress gerate, wenn mein Leben in den nächsten Wochen etwas weniger ruhig verläuft als sonst. ;) Ich kann also den wochenweise Nachschub garantieren. :D

Natira hat gesagt…

"dass sie Angst hat, dass sie Joannas Zeit verschwenden würde..."
Seltsamerweise hat die Autorin keine Angst, daß sie die Zeit ihrer Leser verschwendet ...

"Aber wenn das die Lösung dieser Botschaft ist, dann bringt das nichts, da Catherine schon seit Jahren nicht mehr ansprechbar ist"
Ich bin ja durch die ganzen Perspektivwechsel und Nebenhandlungen auch leicht verwirrt ... aber man könnte doch theoretisch vielleicht in Betracht ziehen, daß die Papiere trotzdem aufbewahrt sind, auch wenn die arme Cats so gar nicht mehr ansprechbar ist ...

Bestimmt kann dabei der Jim Knopf, äh das war irgendwas falsch ... der Jim Beam ...nä, das stimmt auch nicht *grübelt* ... ein Jim helfen :) Das ist ja auch ein toller Charakter, den die Autorin da geschaffen hat. Und so nachvollziehbar in seinen Maßnahmen ("Am Schreibtisch wollte er den Rest seiner Dienstzeit nicht absitzen, vor allem weil er doch erst 41 Jahre alt war, also langweilt er sich nun seit ein paar Jahren lieber im Ruhestand")

Und neben seinen Tierschutzinteressen - ich höre da eine ganze Vogelschaar vorbeitapsen - ist er gaaaaanz und gar nicht auf der Suche nach einer Frau, nein nein *denkt an die Mary-Perle und ist neugierig, was da noch alles aus dieser Richtung kreativ auf uns zukommt*

Winterkatze hat gesagt…

@Natira: Du willst doch nicht etwa behaupten, dass du diese unglaublich unvorhersehbare und spannende Geschichte als Zeitverschwendung des Lesers empfindest? Ich bin entsetzt! :D

"aber man könnte doch theoretisch vielleicht in Betracht ziehen, daß die Papiere trotzdem aufbewahrt sind,"
Nene, jetzt komm uns hier mal nicht mit Logik! *kicher*

Hm ... irgendwie habe ich jetzt das Gefühl, du hättest spontane Vorurteile gegen den heiligen Jim! Den musst du doch mögen, der arbeitet ehrenamtlich für Tierschutzvereine!

Tststs, "denkt an die Mary-Perle" - ich habe keine Ahnung, wie du jetzt auf den Gedanken kommst. Das ist doch total abwegig ... oder so ... ;)

Natira hat gesagt…

öhm... nur bedingt, denn die bacchantisch anmutenden Partys hier mit Dir und den Mitlesern sind unterhaltsam und lustig. Dafür bin ich der Autorin dankbar :D

Vorurteile gegen "DEN JIM"? never!
Wo er doch aufgrund seines (polizeilich geschulten?) Instinktes sofort auf der Seite des Hundes steht. Schwieriger wird es für ihn vielleicht, sich zwischen Stier und Ochs (Declan) zu entscheiden... :)

Ich weiß auch nicht, meine Phantasie geht irgendwie mit mir durch *GG*

Winterkatze hat gesagt…

"Dafür bin ich der Autorin dankbar :D"

Du musst nicht übertreiben! Hinterher versteht das noch jemand falsch und meint, dass wir die Autorin empfehlen wollen! *eeks*

Tststs, du solltest deine Fantasie vielleicht zügeln, sonst endest du noch als Autorin von überraschenden und spannenden Liebesromanen mit Verwicklungen ... :D

Natira hat gesagt…

omg, was für VorstellungEN!

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