Montag, 23. November 2009

Bruce Coville: Die Einhorn-Chroniken 1

Es gibt eine Sache, die mich an "Die Einhorn-Chroniken" irritiert: Der Band "Das Tor zwischen den Welten" wird als erster von drei Teilen bezeichnet - und beinhaltet die ersten beiden amerikanischen Bücher "Into the Land of the Unicorns" und "Song of the Wanderer". Bislang gibt es bei Scholastic Inc. nur einen dritten Teil der Reihe - weiter Bände kann ich auf der Homepage des Verlags nicht einmal als Ankündigung finden. Allerdings verspricht Amazon.com für 2010 den Titel "The Last Hunt" als vierten Teil der Reihe ... Und nun bin ich ein wenig verwirrt. ;) Aber immerhin ist es schön mal zu sehen, dass die deutsche Veröffentlichung nicht nur einen halben amerikanischen Roman, sondern gleich zwei Bücher beinhaltet! :)

Doch erst einmal ein Wort zum Inhalt: "Das Tor zwischen den Welten" erzählt von Caras unglaublichen Erlebnissen in einer fantastischen Welt. Als sie eines Tages mit ihrer Großmutter Ivy aus der Bibliothek kommt, fällt dem Mädchen auf, dass sie von einem fremden Mann verfolgt werden. Die beiden flüchten in eine Kirche und als der Fremde sie dort aufspürt, verhält sich die Großmutter sehr merkwürdig. Ivy Morris gibt ihrer Enkelin ein wertvolles Amulett, geht mit ihr in den Glockenturm und beginnt dort zu läuten. Cara soll beim zwölften Glockenschlag mit dem Amulett in der Hand vom Kirchturm springen, um sich so in Sicherheit zu bringen!

Zu ihrer großen Überraschung landet Cara so im märchenhaften Kirin und schnell begegnet sie allerlei fantastischen Gestalten, wie dem Einhorn Lightfoot, dem Dumbeltum und dem Skijum. Aber Kirin hat auch seine Schattenseiten und dazu gehören so boshafte und unheimliche Kreaturen wie die Delfer, die Cara das Ivys Amulett stehlen wollen. Hier in Kirin erfährt das Mädchen von den magischen Fähigkeiten des Schmuckstücks, und dass ihre Großmutter Morris schon häufig in Kirin war und als Freundin der Einhörner gilt. Das ist auch der Grund, warum der Fremde sie und Cara gejagt hat. Denn er gehört zu den Jägern, die seit Jahrhunderten versuchen einen Weg in die magische Welt zu finden, um die Einhörner auszulöschen.

Mir gefiel diese fantastische Geschichte sehr gut. Mit Cara zusammen konnte ich eine klassische Märchenwelt entdecken und habe vor allem den Dumbeltum schnell in mein Herz geschlossen. Auch wenn es für jüngere Leser einige erstaunlich heftige Szenen in diesem Roman gibt, sorgt die märchenhafte Stimmung dafür, dass man Caras Abenteuer in Kirin einfach nur genießen konnte. Allerdings muss ich zugeben, dass ich erst nach der Hälfte des Bandes gemerkt habe, dass mir hier zwei Romane präsentiert werden und das hat mich beim Lesen schon gestört. Denn auf einmal bekam ich innerhalb einer durchgehenden Geschichte wieder all die Dinge erklärt, die ich am Anfang schon einmal erzählt bekommen habe. Ein kleiner Hinweis des Verlages wie z.B. ein Titelblatt für den zweiten Teil, wäre da ganz nett gewesen. >g<

Wer von Bruce Coville schon die Geschichten um den Zauberladen kennt, wird vielleicht ein wenig erstaunt sein, wie sehr sich sein Erzählstil von diesen Romanen unterscheidet. "Das Tor zwischen den Welten" ist eindeutig ernsthafter und da der Großteil der Geschichte nicht in unserer Welt spielt, wirken Caras Abenteuer auf mich nicht so ungewöhnlich wie die Zauberladen-Bücher. Trotzdem findet man hier ein wunderschönes modernes Märchen voller seltsamer Kreaturen und wirklich rührender Momente, die einem schon mal eine Träne ins Auge treiben können. ;)

Kommentare:

Natira hat gesagt…

klingt magisch ...

Winterkatze hat gesagt…

Das ist es auch. :) Vor allem war es mal ein Buch, in dem mir die Einhörner wirklich gefallen haben ...

Anonym hat gesagt…

die bücher sind der hammer!!!
ich lesse si e jeden tag.



(bin legasteniker)

Winterkatze hat gesagt…

Hallo Anonym! ;)

Schön, dass dir die Geschichte von Bruce Coville so viel Spaß macht, dass du das Buch täglich lesen magst. Ich hoffe, du entdeckst noch ganz viele andere Bücher, die dir so viel Freude bereiten. :)

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