Montag, 25. September 2017

Neuzugänge Juli, August und September 2017

In den vergangenen drei Monaten hielten sich die Neuzugänge wieder in Grenzen. Das erste neue Buch ("Down Among the Sticks and Bones") war noch eine Nachlieferung aus dem April, alle anderen Romane sind Fortsetzungen von Reihen, die ich schon vor einer Weile angefangen habe und nun endlich zum Abschluss bzw. auf den aktuellen Stand bringen möchte.


Sarah Kuhn: Heroine Worship (Heroine Complex 2)
Seanan McGuire: Down Among the Sticks and Bones (Wayward Children 2)


Julie Campbell: Trixie Belden 4 - The Mysterious Visitor
Jennifer Carson: Tangled Magick  (Hapenny Magick 2)

(Auf diese beiden Bücher habe ich schon lange gewartet, weil sie einige Zeit als nicht mehr lieferbar galten bzw. für Gebrauchtexemplare regelrechte Mondpreise verlangt wurden.)

Gail Carriger: Waistcoats and Weaponry (Finishing School 3)
Gail Carriger: Manners and Mutiny (Finishing School 4)

(Uuuund wieder eine Serie abgeschlossen!)

Samstag, 23. September 2017

Buchtipps gesucht!

Im Oktober hat meine Mutter Geburtstag und sie wünscht sich von mir ein Buch. Dummerweise fällt es meiner Mutter sehr schwer zu sagen, welche Bücher ihr gefallen und worauf sie mal wieder Lust hätte. Diverse Nachfragen haben nur zwei Informationen zum Vorschein gebracht:

1. Sie liest zur Zeit gern Krimis, wenn sie gut gemacht sind und etwas "Persönliches" (?) haben.

2. Sie mag Reisebücher und Erzählungen über fremde Länder, aber nicht sowas wie den Bericht "von der Frau, die ihren Job kündigte und dann alle großen amerikanischen Wanderwege lief", weil sie da die Motivation nicht nachvollziehen kann.

Ich würde mich wirklich freuen, wenn ihr mir ein paar Titel oder Autoren empfehlen könntet, die vielleicht etwas für meine Mutter wären. :)

Da es einen regen Buchaustausch zwischen meinen Eltern und ihren Geschwistern und Freunden gibt, wäre es vermutlich auch nicht schlecht, wenn ihr mir einen relativ aktuellen Titel empfehlen könntet, damit die Wahrscheinlichkeit gering ist, dass meine Mutter das Buch dann schon kennt.

Freitag, 22. September 2017

Claire Legrand: Some Kind of Happiness

Ich hatte während des Lese-Sonntags im August schon so viel über "Some Kind of Happiness" von Clair Legrand geschrieben, dass ich eigentlich nichts Neues zu erzählen habe. Aber ich fände es schade, wenn es zu diesem Buch keine Rezension auf meinem Blog gäbe, also fasse ich hier noch einmal zusammen, was ich während des Lesens schon zu der Geschichte geschrieben hatte. Die Handlung wird aus der Sicht der elfjährigen Finley (Fin) Hart erzählt, die den Sommer bei ihren Großeltern verbringen soll, während ihre Eltern "einige Dinge zu klären" haben. Fin ist sich durchaus bewusst, dass ihre Eltern eine Scheidung in Betracht ziehen und das macht ihr ebenso viel Angst wie die vor ihr liegenden Wochen, die sie mit einer Familie verbringen soll, die sie überhaupt nicht kennt.

Finley hatte bislang nicht nur ihre Großeltern nicht kennengelernt, sondern auch noch nie ihre vier Tanten, deren Ehemänner und Kinder getroffen. So fühlt sie sich nicht nur vollkommen allein unter fremden Menschen, sondern scheitert auch immer wieder an den unausgesprochenen Regeln, die im Haus der Großeltern herrschen. Besonders vor ihrer Großmutter fürchtet sich Finley, während sie sich glücklicherweise relativ schnell mit ihrer Cousine Gretchen anfreundet, die ihr vom Alter her am nächsten ist. Gretchen ist die erste, der Finley vom Everwood erzählt, dem magischen Wald, in dem all die Geschichten spielen, die das Mädchen sich in den vergangenen Jahren ausgedacht hat. Inspiriert von dem realen Wald hinter dem Haus der Großeltern und angefeuert von all den Problemen, Ängsten und Geheimnissen, mit denen sich Finley in diesem Sommer herumschlagen muss, entstehen parallel zu den realen Ereignissen viele neue Geschichten rund um den Everwood, die viel über Finleys Gefühlsleben aussagen.

Denn schon früh wird deutlich, dass Finley nicht nur mit den Schwierigkeiten in ihrer Familie zu kämpfen hat, sondern dass das Mädchen ganz eigene Probleme hat, über die es mit niemandem sprechen kann. Während man als Leser von Fins "blue days" liest, davon, wie unmöglich es an manchen Tagen ist, überhaupt aufzustehen, wie sie innerlich um Hilfe ruft und doch niemanden um Hilfe bitten kann und wie sie sich selber immer wieder sagt, dass sie überhaupt keinen Grund für diese alles verschlingende Traurigkeit hat - schon gar nicht, wenn es anderen Menschen viel schlechter geht als ihr selbst -, versucht sie, sich gegenüber ihrer Familie nichts anmerken zu lassen. Verschärft wird die Situation für Finley dadurch, dass auch der Rest der Familie lieber Probleme verschweigt, statt über sie zu reden und sie zu klären.

So gibt es niemanden, der dem Mädchen erklärt, warum ihr Vater so viele Jahre keinen Kontakt zu seinen Eltern und Geschwistern hatte. Niemand geht darauf ein, dass Finleys Tante schon am frühen Morgen Orangensaft trinkt, der definitiv mehr als unschuldigen Fruchtsaft enthält, und niemand wundert sich über die stundenlangen Autofahrten, die der Großvater unternimmt, wenn er allein sein will. Genauso wenig wird über all die Regeln geredet, die die Großmutter aufgestellt hat, oder darüber, warum es den Kindern verboten ist, mit der Nachbarsfamilie zu spielen. Neben all diesen Problemen, die in der Handlung eher durchschimmern, als direkt angesprochen zu werden, gibt es noch all die wunderschönen sommerlichen Ferienmomente, in denen Finley mit ihren Cousinen und ihrem Cousin spielt, in denen die Kinder Abenteuer im Everwood erleben und in denen sie neue Freundschaften schließen.

Claire Legrand erzählt in einer sehr ruhigen und wenig aufregenden Weise von all den Erlebnissen und Gedanken, die Finley hat. Obwohl sich die Autorin manchmal sehr bildhaft ausdrückt, ist ihre Sprache eher zurückhaltend und klar. Es gab viele Sätze, die ich als ungemein stimmig empfand, wenn es um Finleys Depressionen und ihre Sicht darauf ging, gerade weil Claire Legrand sie so zurückhaltend formuliert hat. Ich mochte auch Finleys Perspektive sehr gern, mit dieser Mischung aus Angst, Unsicherheit, Spaß und Kreativität. Fin ist eine gute Beobachterin, aber aufgrund ihres Alters und ihrer Unvertrautheit mit diesem Teil der Familie kann sie mit vielen ihrer Beobachtungen gar nichts anfangen und das verunsichert sie in diesem Sommer, in dem sie sich sowieso schon so hilflos vorkommt, nur noch mehr.

Mich hat die Geschichte sehr berührt. Die zurückhaltende Erzählweise hat mir den notwendigen Raum gegeben, um mir als Leserin meine Gedanken über Finley und ihre Depression zu machen. Im Gegensatz zu anderen (Jugend-)Büchern rund um dieses Thema hat Claire Legrand bei "Some Kind of Happiness" das richtige Maß gefunden, um Finleys Seelenleben zu beschreiben. Die Depression ist zwar durchgehend präsent, aber sie dominiert Finleys Handeln nicht 24 Stunden am Tag. Finley ist nicht nur depressiv, sondern sie ist zusätzlich ein Kind, das sich gern Geschichten ausdenkt, das gern mit anderen Kindern spielt und das sich Gedanken um seine Eltern und all die Geheimnisse in der Familie macht. Zusätzlich fand ich die Lösung, die die Autorin am Ende für Finley und ihre Familie findet, sehr realistisch und stimmig - und das ist in Romanen fast noch seltener als eine überzeugende Darstellung einer Depression. Falls es bis jetzt also noch nicht deutlich geworden ist: Ich fand "Some Kind of Happiness" wunderbar und berührend zu lesen.

Mittwoch, 20. September 2017

Ankündigung: Herbstlesen im Oktober 2017

Nachdem schon mehrere Leute nach dem "Herbstlesen" gefragt haben, kommt hier der offizielle Ankündigungsbeitrag für 2017. Wie schon in den letzten Jahren werde ich mir an den Wochenenden im Oktober Zeit für die Dinge nehmen, die mir guttun, und darüber bloggen. Für mich bedeutetet das in erster Linie, dass ich viel Zeit mit meinen Büchern verbringen werde, aber auch das Handarbeiten (ich habe in diesem Jahr definitiv viel zu wenig gestrickt), Spielen, Kochen und Backen werden vermutlich nicht zu kurz kommen. Wie bei den "normalen" Lesetagen werde ich auch während des Herbstlesens über die Dinge bloggen, die ich lese oder mache.

So gibt es vom 1. bis 29. Oktober an den Samstagen und Sonntagen je einen Herbstlesen-Beitrag von mir, den ich im Laufe des Tages immer wieder aktualisieren werde. Wer sich mir für den jeweiligen Tag anschließen mag, muss sich nur in dem Kommentarbereich unter dem aktuellsten Beitrag melden und wird von mir verlinkt. Unabhängig davon, ob ihr den Monat über regelmäßig mitmachen wollt oder nur an einem einzigen Tag, ob ihr von morgens bis abends oder nur ein paar Stunden Zeit habt, ich würde mich freuen, von den Dingen zu lesen, die ihr macht, um euch ein schönes und erholsames Wochenende zu gönnen. Das Logo kann natürlich mitgenommen werden und mir ist es wirklich egal, ob ihr eure Zeit mit einem Buch oder einer anderen Tätigkeit verbringt, die euch Vergnügen bereitet, auch wenn der Schwerpunkt bei mir nun einmal beim Lesen liegt.

Ich freu mich auf jeden Fall schon auf entspannte Wochenenden und den regelmäßigen Austausch!

Montag, 18. September 2017

Tanya Huff: The Quartered Sea (A Quarters Novel 4)

Seit Juni lese ich pro Monat einen der "Quarters"-Bände von Tanya Huff und ich habe bislang alle Geschichten wirklich geliebt, aber "The Quartered Sea", der vierte Band der "Quarters Novels", hat mich ganz besonders berührt. Denn obwohl Annice ("Sing the Four Quarters"), Vree und Bannon ("Fifth Quarter") auch viel durchmachen müssen, gab es rund um ihre Erlebnisse sehr viele amüsante Momente, die immer wieder dafür sorgten, dass ich beim Lesen vergnügt vor mich hinkicherte. Bei "The Quartered Sea" hingegen fand ich die Handlung stellenweise so bedrückend, dass ich den Roman für eine Weile aus der Hand legen musste, bevor ich mich den Geschehnissen wieder stellen konnte.

Die Geschichte konzentriert sich anfangs auf zwei Personen. Auf der einen Seite ist da der junge Barde Benedikt, der sich schrecklich minderwertig fühlt, da er nur einem Element (Wasser) verbunden ist, während so gut wie alle seine Kollegen Luft (und mindestens ein weiteres Element) beherrschen. Dass Benedikt keinen Kontakt zu den Luft-Kigh hat, sorgt auch dafür, dass er von allen Nachrichten ausgeschlossen ist, die auf diesem Weg von den Barden übermittelt werden, was sein Selbstwertgefühl noch weiter verringert. Auf der anderen Seite erlebt man mit, wie Königin Jelena ein Jahr nach dem Tod ihrer Mutter versucht, endlich einen Weg zu finden, um mit ihrer Trauer umzugehen. Vor dem Unfall, bei dem die frühere Königin ums Leben kam, war die junge Frau voller Pläne, die sie während ihrer Regentschaft verwirklichen wollte, doch nun hat sie das Gefühl, sie hätte kein Recht, ihre früheren Träume umzusetzen.

Erst als Jelena beschließt, dass sie ein Schiff auf den Weg nach Westen schicken wird, um herauszufinden, was auf der anderen Seite des Meeres ist (oder ob ein Schiff, dass stets nach Westen segelt, vielleicht sogar den Weg wieder nach Hause findet, weil die Welt doch rund ist), scheint sie endlich die Königin zu werden, die ihr Land braucht. Für Benedikt bietet diese Reise ins Ungewisse eine Möglichkeit, sich und den anderen seinen Wert für die Barden zu beweisen. Doch nach kurzer Zeit auf See scheitert er an dem Versuch, das Schiff durch einen Sturm zu singen, und strandet wenig später als vermutlich einziger Überlebender an einem ihm unbekannten Ufer.

Aufgrund seines ungewöhnlichen Äußeren (er ist groß, hat helle Haut und blonde Haare, statt relativ klein, mit gebräunter Haut und dunklen Haaren) und seines Gesangstalents wird Benedikt zu einer Schachfigur eines der Adelshäuser dieses ihm fremden Landes. Und während der Leser schnell mitbekommt, wie wenig ein Menschenleben dort wert ist, lebt Benedikt lange Zeit so isoliert, dass es eine Weile dauert, bis er wirklich ein Gefühl für die Politik und den Wert eines Menschen in dieser ungewöhnlichen Kultur bekommt. Als ihm bewusst wird, welche Erwartungen an ihn gestellt werden, muss er entscheiden, ob er alles, was bislang von Wert für ihn war, hinter sich lassen will oder ob er sein Leben aufs Spiel setzt, um seinen Eiden als Barde treu bleiben zu können.

Ich muss gestehen, dass Benedikt kein einfacher Charakter ist. Tanya Huffs Figuren haben alle Stärken und Schwächen, was sie so glaubwürdig und häufig auch besonders sympathisch macht. Aber Benedikt ist so sehr auf all die Dinge fixiert, die er nicht kann, dass er nicht nur seine eigenen Stärken nicht sehen kann, sondern auch erst einmal blind jeder Person hinterherläuft, die ihm das Gefühl gibt, sie würde ihn wertschätzen. Dieses Verhalten fand ich nur deshalb erträglich, weil er (auch wenn er zwanzig Jahre alt und ein ausgebildeter Barde ist) in vielerlei Hinsicht noch sehr jung und unerfahren ist. Benedikt Naivität hat so vor allem dafür gesorgt, dass ich mir Sorgen um diesen Charakter gemacht habe und regelrecht gelitten habe, wenn sich mal wieder in der Handlung abzeichnete, dass er offenen Auges in eine gefährliche Situation lief. Die Politik und das Leben in diesem fremdartigen Land (das mich in vielen Elementen an frühe mittel- und südamerikanische Kulturen erinnert) sind grausam und menschenverachtend und sorgen für ein skrupelloses Verhalten, wie es Benedikt in seinem bislang relativ behüteten Leben noch nicht kennengelernt hat.

Unter diesen Umständen fand ich es auch stimmig, dass Tanya Huff nicht - wie so viele andere Autoren, die ihre Charaktere in die Hände eines ihnen fremden Volkes geben - dafür gesorgt hat, dass Benedikt Freunde in diesem Land findet. Die Personen, mit denen Benedikt zu tun hat, bewerten ihn nur nach seinem Nutzen. Wenn er dafür sorgen kann, dass sie an Rang gewinnen, sind sie auch nett zu ihm; wenn er keinen Nutzen für sie hat, ist er bestenfalls keiner Beachtung wert. Jeder einzelne ist auf seinen eigenen Vorteil (und auf sein eigenes Überleben) konzentriert und unter diesen Umständen kann ein Außenseiter wie Benedikt keine Freunde finden. Das alles hat bei mir dazu geführt, dass ich - wie schon erwähnt - das Buch häufiger aus der Hand legen musste, weil ich um den Protagonisten gebangt habe oder mir einfach nicht vorstellen wollte, wie es wohl wäre, unter solchen Bedingungen zu leben.

Dabei gab es auch immer wieder kleine hoffnungsvolle Momente für Benedikt, oder welche, in denen man als Leser die Ereignisse in Benedikts Heimat verfolgen konnte, was wiederum andeutete, dass Benedikt vielleicht nicht ganz so hoffnungslos verschollen ist wie befürchtet. In gewisser Weise habe ich mich auch daran geklammert, dass ich von Tanya Huff noch nie eine Geschichte gelesen habe, die nicht am Ende (irgendwie) gut ausging. Trotzdem habe ich erschreckend viele Tränen beim Lesen einiger Szenen vergossen, weil diese Autorin es einfach immer wieder schafft, mit meinen Emotionen zu spielen und ich deshalb von Benedikts Einsamkeit und Ängsten sehr mitgenommen wurde. Erst auf den letzten Seiten gab es eine Entwicklung in der Handlung, die dazu führte, dass es auch wieder amüsante Elemente in der Geschichte gab, trotzdem habe ich selten einen Roman von Tanya Huff mit einem so bitterem Nachgeschmack beendet - auch wenn ich zugeben muss, dass ein heiteres Ende bei diesem Buch definitiv nicht gepasst hätte.

Sonntag, 17. September 2017

Lese-Sonntag im September

Nachdem ich gestern wieder viel zu spät ins Bett gegangen bin und in der Nacht - wie eigentlich immer in der vergangenen Woche - mit sehr seltsamen Träumen beschäftigt war, lasse ich den heutigen Lesetag langsam angehen. Was bedeutet, dass ich hier erst einmal ein Lebenszeichen hinterlasse, um zu signalisieren, dass ich heute wieder dabei bin, und mich dann unter einer Decke auf dem Sofa einrolle und die Nase in "Death Rites" von Tanya Huff stecke.

"Death Rites" habe ich gestern schon angefangen, es ist eine von drei Kurzgeschichten aus der "Three Quarters"-Sammlung und die Geschichte erzählt von einem Auftrag, den die beiden Assassinen Vree und Bannon erfüllten, bevor die Handlung in "Fifth Quarter" überhaupt anfängt. Ich finde es etwas schade, dass das nun die letzten Geschichten rund um die Quarters-Romane sind, die ich noch nicht kenne, aber ich lese Tanya Huff zu gern, als dass ich mir die Anthologie noch aufheben wollen würde. ;)

Update 12:30 Uhr


"Death Rites" war jetzt keine so besondere Geschichte, aber es war nett Vree und Bannon mal wieder unbelastet von den Ereignissen aus "Fifth Quarter" zu sehen und ich mag diesen kleinen bösen Touch, den Tanya Huffs Assassinen-Geschichten haben. Ansonsten habe ich den Vormittag mit Wachwerden, Duschen, "Animal Crossing"-Spielen, "Trudes Tier" (ich liebe diese Filmchen!) und dem Füttern von Christie verbracht. Außerdem habe ich lauter Dinge herangeschleppt, auf die ich heute Lust habe und die nun den Wohnzimmertisch füllen, ohne dass ich weiß, was ich davon als nächstes tun werde.

Es ist irgendwie gerade ganz schrecklich mit mir, ich will so viel auf einmal tun, dass die Entscheidung, was ich nun wirklich mache, immer ziemlich lange dauert. Aber nachdem ich mich gerade wieder mit Agatha-Christie-Ausgaben beschäftigt habe (nachdem mir Kiya einen ziemlichen Schreck eingejagt hat, weil sie meinte, dass die alten - schönen! - englischen Christie-Ausgaben durch eine neue Auflage mit weniger hübschen Cover ersetzt wird), werde ich vermutlich als erstes meine Nase in "The Witness for the Prosecution and Other Stories" stecken. Das Buch gehört zu einem Stapel von Leihgaben von Natira und ich wollte mich da sowieso endlich mal durcharbeiten.


Ich hoffe nur, dass meine Lektüre nicht davon unterbrochen wird, dass die gerade wild rumtobende Christie vom Regal fällt. Bei ihrem Überschwang ist gerade alles möglich. *g*


Update 16:30 Uhr

In den letzten Stunden habe ich die ersten drei Geschichten aus "The Witness for the Prosecution and Other Stories" von Agatha Christie gelesen. Ich muss gestehen, dass ich bei "The Witness for the Prosecution" doch immer auch die Verfilmung von Billy Wilder mit Marlene Dietrich im Hinterkopf habe und deshalb jedes Mal über Agatha Christies Beschreibung dieser Figur stolpere, dabei kannte ich die Kurzgeschichte, bevor ich den Film sah, was normalerweise dazu führt, dass ich mich nur über Unstimmigkeiten bei der Besetzung ärgere, statt dass der Filmcharakter meine Vorstellung vom Buchcharakter überschreibt. Aber Marlene Dietrich war ja auch eine eindrucksvolle Schauspielerin.


"The Red Signal" und "The Fourth Man" finde ich beide immer nett zu lesen, aber beide Geschichten sind jetzt nicht so herausragend, dass ich mir ihre Handlung lange merken kann. Ich sitze beim Lesen nur immer da und denke "Wie war das noch?" und "Ach ja, das war der Knackpunkt und die Geschichte löst sich auf diese Weise auf." und dann blättere ich zur nächsten Geschichte. Wobei ich dieses Mal dann doch nicht weitergeblättert habe, sondern das Buch aus der Hand legte und ein Stündchen geschlafen habe. Ich war einfach zu müde, um weiter zu lesen, und habe mich stattdessen der Müdigkeit und Christie, die einen warmen Ruheplatz suchte, ergeben.


Inzwischen fühle ich mich wieder einigermaßen wach, habe eine Kommentarrunde gedreht und wechsel jetzt (schon wieder) das Buch. Ich habe zur Zeit so große Lust mal wieder ein paar Bände einer Reihe am Stück zu lesen und irgendwie klingt auch High Fantasy gerade verlockend, so dass ich jetzt zum zweiten Band der "Codex Alera"-Romane von Jim Butcher greifen werde. "Im Schatten des Fürsten" habe ich vor einem Jahr schon mal gelesen, hatte dann aber nicht weitergelesen, weil mir noch der fünfte und sechste Teil der Reihe fehlten und ich damals schon darauf gehoffte hatte, ich könnte die folgenden Bände am Stück lesen. Mal schauen, ob es bei diesem Anlauf mit dem Lesen von Band zwei bis sechs klappt oder ob ich irgendwann noch einen Versuch starte und mir dann wirklich die gesamte Reihe (inklusive Teil eins) vornehmen werde.



Update 19:45 Uhr

Hach, ich finde es schön wieder in die Codex-Alera-Welt zurückzukehren. Mit etwas Glück kann ich mir in der kommenden Wochen abends regelmäßig Zeit für die Bücher freischaufeln, dann dürften die fünf Romane nicht allzu viel Zeit brauchen. *g* Dummerweise wurde es dann langsam Zeit das Abendessen vorzubereiten, also habe ich zu "Pint of Murder" von Alisa Craig (Charlotte MacLeod) gegriffen, während ich Gemüse geschnippelt habe. Diesen Band der "Janet and Madoc Rhys"-Romane habe ich vor vielen Jahren auf Deutsch gelesen und hätte den Band und die weiteren vier Teile der Reihe gern auf Englisch gehabt, aber da sie schon so lange vergriffen sind, habe ich mir jetzt endlich mal die Hörbücher geholt. 


Ich mag die Geschichte, die aus Janets Perspektive erzählt wird und damit beginnt, dass Janets Nachbarin an einer Vergiftung stirbt, die anscheinend durch ihre nicht sachgemäß eingemachten grünen Bohnen verursacht wurde. Doch so natürlich war der Tod der alten Dame kein Unfall und nachdem Janet auch noch über ihren toten Hausarzt stolpert, wird es Zeit die Mounties zu rufen. Und weil ich die Geschichte so sehr genieße, hat mein Mann dann das Kochen der vorbereiteten Suppe übernommen, während ich mich mit dem Hörbuch und meinen Strickzeug wieder auf dem Sofa eingerollt habe. Jetzt flitze ich noch kurz zu den anderen und schaue, wie es ihnen bislang ergangen ist und spätestens vor dem Schlafengehen gibt es hier noch ein Update, um den Lesetag zum Ende zu bringen.


Update 00:00 Uhr


Nach dem Abendessen habe ich noch etwas weitergelesen und dann (nachdem mein Mann den Fernseher angeworfen hat) mir die Zeit mit der aktuellen Demo des neusten "Etrian Odyssey"-3DS-Spiels vertrieben. Wie so oft ist mir dabei nicht aufgefallen wie spät es schon wieder ist, also wird es jetzt - nachdem ich meine abschließende Kommentarrunde schon gedreht habe - wirklich Zeit ins Bett zu hüpfen. Ich wünsche euch einen schönen Start in die neue Woche!

Samstag, 16. September 2017

Miss Grumpy

Der gestrige Freitag war kein guter Tag für Christie, denn ich war so gemein und habe sie schon wieder zum Tierarzt verfrachtet. Nachdem ihre Ohrenentzündung eine Woche nach dem letzten Arztbesuch wieder gut abgeheilt war, lief sie in den vergangenen Tagen wieder mit angelegten Ohren rum, schüttelte ständig den Kopf und putzte ihn. Der Tierarzt meinte, dass die Ohren gar nicht so schlimm aussehen würden, dass sie aber wieder entzündet wären. Da das - ebenso wie die Hautprobleme, die wir mit Medikamenten eigentlich gut im Griff haben - mit sehr großer Wahrscheinlichkeit auf eine Futtermittel-Allergie zurückzuführen ist, werden wir ab der kommenden Woche also wieder mit Futter experimentieren und hoffentlich doch mal eins finden, das sie verträgt und auf das sie nicht allergisch reagiert.


Immerhin hatte Christie mir schon eine halbe Stunde nach der Heimkehr wieder so weit verziehen, dass sie mit mir schmusen wollte, auch wenn ihre Laune noch etwas angeschlagen war. ;)